Warum es wichtig ist, sich immer ein Lächeln zu bewahren

In den letzten 4 Wochen ging es mir kotzübel. Diese lang andauernde Phase, welche von so vielen körperlichen Schmerzen geplagt wurde, war mir völlig neu. Dass aus all den physischen Plagen irgendwann auch psychische wurden, habe ich letzte Woche hier mit euch geteilt.

In all der Zeit jedoch habe ich mit aller Kraft versucht, mir ein Lächeln zu bewahren und hin und wieder zu lachen. 

Lachen, wenn es einem schlecht geht?

Im ersten Moment ergibt es wenig Sinn. Vielleicht sollte ich aber hinzufügen, dass ich ein sehr ironischer Mensch bin und viele meiner Probleme ein wenig ins Lächerliche ziehe. Je nachdem, mit wem ich gerade rede, kann mein Humor ziemlich derb werden. Aber aus einem spöttischen Lachen über meine Situation wurde irgendwann ein ehrliches Lächeln.

Manchmal kann nur noch lachen.

Als ich für die OP vorbereitet wurde, schüttelte ich lächelnd den Kopf und dachte daran, was für ein Pechvogel ich doch war. Lustig, dass ausgerechnet ich diese Tortur erleiden musste, obwohl sie nicht hätte passieren dürfen.

Es ist, wie wenn man sich gegen Windpocken impfen lässt und einen Tag später Windpocken bekommt. Warum? Warum ist das mir passiert? Und dann fing ich an zu lachen. Alleine. Und laut. Irgendwann wurde es durchs Weinen ersetzt, aber dann musste ich wieder lachen. Ich lachte über mich und wie blöd das alles doch war.

Und als ich mit blankem Hintern den OP Kittel trug und mich fragte, wie sch**** ich wohl dabei aussah, verkniff ich mir so sehr das Lachen, dass mir Tränen in die Augen schossen.

Unglück im Unglück – was tun? Lachen!

Und ich Pechvogel kam natürlich an einen neuen Assistenten, der mir mit zitternden Händen versuchte, einen Zugang zu legen. „Na, wo sind denn bloß die Venen“, sagte er im Scherz. Als er mir unnötigerweise in den Arm stach und dann beschloss, es beim anderen zu versuchen, versuchte ich ruhig zu bleiben. Aber trotzdem war mir schon wieder nach Lachen zumute. Auch die zweite wurde nicht korrekt eingelegt, das Blut schoss meinen Arm herunter und aus Lachen wurde Übelkeit. Ich Pechvogel, eben. Und als ich die Geschichte meinem Freund erzählte, musste er auch irgendwie lachen. „Du Pechvogel“, sagte er.

Weitere Details erspare ich euch lieber. Aber Tatsache ist, dass ich wieder gesund bin. Und nach 4 Wochen voller Qualen kann ich euch sagen, dass es mir leichter gefallen ist, wenn ich hin und wieder gelächelt habe.

Vielleicht musste ich auch erst diesen Tiefpunkt erreichen, um irgendwann darüber lächeln zu können. Trotzdem wünschte ich mir, es wäre schon viel früher passiert. Sich selbst ein wenig auf den Arm zu nehmen, schadet niemandem. Es half mir dabei, nicht nur schwarz zu sehen und in das tiefe Loch zu fallen, aus dem es so unendlich schwer ist, herauszukommen.

Und die Moral von der Geschicht: Vergesst euer Lächeln nicht! ♥

6 Kommentare zu „Warum es wichtig ist, sich immer ein Lächeln zu bewahren

  1. Liebe Mia,

    ich rätsele immer noch, was es genau mit Deiner OP auf sich hatte, aber letztlich ist wichtig, dass Du sie gut überstanden hast. Darüber bin ich sehr, sehr froh. Und generell erleichtert darüber, dass es Dir wieder besser geht.

    Über sich selbst lachen können, ist tatsächlich eine gute und wichtige Sache. Mir gelingt es leider nur selten. Bei irgendeiner wirklich tolpatschigen Sache, ja – was generelle Dinge betrifft, oder wenn ich mehrere „größere Aussetzer“ fabriziere, dann eher, nein.

    Und, was meine eigene Skurrilität (so will ich es mal nennen) betrifft, bin ich, wenigstens in der Öffentlichkeit, nicht selbstbewust genug, um über mich zu lachen.

    Ich bin schon froh, mich nicht mehr immer und überall über eine vermeintliche „Unperfektheit“ von mir zu ärgern. Das habe ich früher nie vermocht. – Ich sehe das als einen Anfang, immerhin …

    Genieße das Wochenende, liebe Mia, gesund und munter! – Ich schicke Dir ganz liebe Grüße dazu!“ ❤

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    1. Ich freue mich immer über deine lieben Worte! Danke dir sehr dafür!! ❤

      Das Lachen habe ich mich tatsächlich irgendwann angewöhnt, als ich an der Schwelle zu weinen oder lachen stand. Vielleicht ist es nichts für jeden, aber ich erkenne einen positiven Effekt dabei!

      Über deine sogenannte „Skurillität“ gibt es auch absolut nichts zu lachen, denn sie ist nichts mehr, als unglaublich liebenswert! Und unperfekt sind wir ohnehin alle!

      Hab du auch ein wunderschönes Wochenende! Hoffentlich mit viel Sonne! ❤

      Gefällt 1 Person

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