Winterzeit – Triggerzeit: Süßigkeiten in Supermärkten

Man kann über die Weihnachtszeit sagen was sie will, aber fest steht, dass wir im Schnitt definitiv mehr naschen als üblich. Wie könnte es auch anders sein, wenn an jeder Ecke diverse Süßigkeiten lauern? Besonders auffällig finde ich es in Supermärkten.

Streng genommen können wir schon seit August unseren Vorrat an Spekulatius und Lebkuchen füllen. Die Lebensmittelindustrie ist da gnadenlos. Aber auch jetzt, in einer Zeit,  in der die Weihnachtszeit streng genommen noch nicht einmal begonnen hat, wird verkauft, was das Zeug hält. Und nun, wo sich Weihnachten mit großen Schritten nähert, wird es immer schwerer, die sündhaften Leckereien zu ignorieren.

Winterzeit – Triggerzeit

Süßigkeiten sind für mich ein großer Trigger. Demnach ist die Winterzeit eine sehr schwere für mich. Sie betäubt mein Hungerempfinden und lässt sich regelrecht von meinem Appetit steuern. Natürlich ist nichts dabei ab und an aus Appetit zu naschen – es ist schließlich auch ein bisschen Lebensqualität – aber für mich, einer Frau mit Essstörung ist es die perfekte Ausrede zum „bingen“.

Süßigkeiten an jeder Ecke

Es erstaunt mich jedes Jahr aufs neue, wie dominierend Süßigkeiten in Supermärkten sind. Sie befinden sich nicht nur in einem Gang, sondern an gefühlt jedem Regal. Ich laufe mehrmals in der Woche durch den Supermarkt, tue so, als würden sie mich nicht beeindrucken und merke dann doch, wie sie Heißhunger in mir auslösen. Ein Schokoweihnachtsmann reiht sich neben dem anderen und ich will sie am liebsten alle mitnehmen.

Ganz schlimm ist es auch mit den Weihnachtskalendern, die sich an jeder Kasse befinden. Auch hier versuche ich mich nicht von ihnen beeinflussen zu lassen. Vergeblich. Sie werden immer kreativer und locken mich an (auch wenn sie vielleicht für Kinder gedacht sind). Noch habe ich mir keinen gekauft, denn ich weiß, dass er bei mir ganz gewiss keine 24 Tage überleben würde. 24 Sekunden, wenns hochkommt. Aber der Appetit ist ziemlich groß.

Die Winterzeit ist für viele Menschen mit Essstörungen eine sehr harte. Die Trigger lauern in allen Supermärkten und lassen sich nicht vermeiden.

All meine Fortschritte auf das Körpergefühl zu hören, setzen aus. Ich sehe lasse mich von den Farben und Bildern der Verpackungen „einlullen“ und werde hin und wieder schwach. Nie esse ich aus Genuss. Immer ist es ein Zwang, von dem ich denke, dass er es nicht wert war. Wer so denkt, isst aus ungesunden Gründen. So auch ich…

Leider habe ich keine gute Lösung, um dem Ganzen zu entkommen! Aber für all jene, die sich mit der Winterzeit – Triggerzeit auch schwer tun, wünsche ich ganz, ganz viel Kraft!

Ihr seid nicht allein!

Falls ihr irgendwelche Überlebensstrategien habt, dann könnt ihr sie gerne mit mir teilen! ♥

 

 

 

 

 

13 Kommentare zu „Winterzeit – Triggerzeit: Süßigkeiten in Supermärkten

  1. Also bei uns gibt es die weihnachtlichen Süßigkeiten erst nach Totensonntag, da können die meinetwegen das ganze Jahr über im Laden stehen. Wer allerdings im Spätsommer die ersten sieht, macht ein Foto. Das ist fast schon Tradition geworden 🙂
    Ansonsten…. die haben bei mir schon immer lange überlebt, Osterhasen auch, weil es mir schon als Kind leid tat, sie kaputt zu machen. Manche von denen liefen dann irgendwann fast schon allein in die Tonne.
    Ich bin da eher so bei Dominosteinen, Spekulatius und vor ein paar Jahren habe ich mal eine Mozartkugel- Diät gemacht. Jeden Tag eine.

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  2. Ob ich eine Übertlebensstrategie habe …. – ich bin doch selber so ein Schokijunkie … *seufz*

    Aber was Weihnachtsnaschereien angeht, folge ich doch ein paar Prinzipien, die ich bislang auch immer einigermaßen einhalten könnte:

    Weihnachstypische Sachen esse ich nicht vor Mitte November, meist sind das dann auch erst einmal nur Lebkuchen, die ich dann ANSTELLE von etwas esse, was ich sonst essen würde. – Sonstige Sachen gibt es allenfalls erst im Advent und, grundsätzlich auf die Wochenenden beschränkt. Etwa Dinge, die ganz gut zu einem schönen Tee passen (Plätzchen, Doninosteine, ein Stück Stollen) –

    Was die Weihnachtshohlkörper angeht, bin ich ich bewusst ganz wählerisch, weil es da auch viel gibt, was zwar schön bunt ausschaut, aber eigentlich qualitativ eher minderwertig und/oder überteuert ist.

    Kritisch wird es bei mir dann eher so, wenn wirklich Weihnachten ist. Da schaue ich dann schon mal nach besonders schönen Pralinen, einem Nougat mit Zartbitterschokolade überzogen usw. – Und da muss ich dann auch wirklich aufpassen, zumal die Weihnachtsfeiertage vom Essen her eh‘ schon reichlich sind.

    Gefüllte Adventskalender meide ich übrigens schon seit Jahren ganz erfolgreich und konsequent!

    Ein paar Alternativen versuche ich mir selbst gerade noch aufzutun. Darüber können wir uns ja vielleicht noch mal „auf anderem Wege“ etwas persönlicher austauschen … 😉

    Ganz liebe Grüße an Dich, liebe Mia ❤ !

    Gefällt 2 Personen

    1. Danke für deine liebevollen Tipps, lieber sternfluesterer! ich versuche mich auch nicht allzu sehr zu den Süßigkeiten hinreißen zu lassen, aber gleichzeitig will ich mir nichts verbieten. Manchmal weiß ich nicht, ob der Apppetit oder der Zwang aus mir spricht.

      Einen Adventskalender hatte ich tatsächlich noch nie (ich bin ganz und gar nicht christlich aufgewachsen), aber gerade deswegen scheint er mir wie ein heiliger Gra. Wenn er doch bloß nicht so gut schmecken würde!

      Liebe Grüße! ❤

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  3. Mir hilft es ganz einfach, wenn ich nicht hungrig in Läden gehe, sondern angenehm gesättigt. Dann habe ich überhaupt keine Lust auf Süsses. Das war schon während meiner ES-Zeit so, aber hatte mich damals leider nicht vom Fressen abgehalten, nur machte es dann einfach weniger „Spass“ 😏. Aber du scheinst ja diesbezüglich schon weiter zu sein. Vielleicht hilft dir mein Trick auch.

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