„Das können Sie auch online machen“- Warum ich dankbar für die Digitalisierung bin

Der technische und digitale Fortschritt werden oft sehr negativ dargestellt. Ich möchte euch allerdings hier erklären, warum ich dankbar für die Digitalisierung bin.

Ich bin anders als ich auf den ersten Blick erscheine.

Man würde mir nicht ansehen, dass ich ein sehr schüchterner und zutiefst unsicherer Mensch bin. Ich bin zwar nicht gerade extrovertiert, aber vor anderen gebe ich mich oft anders als ich bin. Ich gerate ungern in Konfrontationen mit anderen Menschen, vor allem dann, wenn es so banal erscheint. Ein Anruf beim Arzt. Oder ein Termin beim Bürgeramt. All diese bürokratischen Dinge sind alles andere als leicht für mich!

„Das können Sie auch online machen!“

Doch nun hat sich die Welt verändert. Im Zeitalter der Digitalisierung braucht muss man nicht von Angesicht zu Angesicht aufeinandertreffen, um ein paar Dinge auf seiner To-Do Liste abzuhaken.

In heutigen Zeiten muss ich mich nicht mehr mit lästigen Telefonaten quälen oder mich in überfüllte Warteräume quetschen. Vieles kann ich online einreichen. Ob es nun die Vereinbarung eines Termins ist, oder das Einreichen eines Dokumentes. Wenn ich eine Frage habe, kann ich sie in einen Chat schreiben und innerhalb von wenigen Minuten meine Antwort erhalten. Es spart mir den Weg nach draußen und vor allem das lächerliche Kribbeln vor Aufregung, welches ich immer empfinde.

Ich bin aus diesem Grund sehr dankbar für die Digitalisierung.

Ich weiß, dass viele Menschen dem digitalen Zeitalter sehr kritisch gegenüber stehen, nicht zuletzt, weil diverse Arbeitsplätze verschwinden. Das ist auch völlig berechtigt und wichtig zu hinterfragen. Aber einige Vorteile hat es immer. Und in diesem Fall ist es ein gigantischer Fortschritt für mich, dass für etwas schüchterne, reservierte und ängstliche Menschen diese Alternative herrscht.

Was ist eure Meinung zu dem Vorteil der Digitalisierung? Seht ihr das ähnlich oder völlig anders?

11 Kommentare zu „„Das können Sie auch online machen“- Warum ich dankbar für die Digitalisierung bin

  1. Ich sehe es ganz genau so. Früher habe ich gedacht, ich muss mich einfach anpassen und halt „wie alle anderen auch“ telefonieren, um die bürokratischen Dinge, etc. zu erledigen. Diesmal als ich von einem Kanton in den anderen gezügelt bin, habe ich das meiste schriftlich erledigt (gerade mal ein, zwei Telefonate gemacht) und siehe da, es hat auch so funktioniert.

    Ich persönlich bin von Autismus „betroffen“ und für diese Menschen ist es sehr hilfreich, wenn man seine Sachen auch online erledigen kann.

    Liebe Grüsse!

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  2. Ich bin durchaus ein sehr kritischer Mensch, auch, was die Digitalisierung betrifft. Aber ich leugne nicht, dass sie einen Fortschritt darstellt, einen immensen sogar.

    Wie bei jeder Entwicklung, bei jedem Fortschritt aber, kommt es sehr auf das Verantwortungsbewusstsein im Umgang damit an. Und das sehe ich seit einigen Jahren zunehmend kritischer, so kritisch, dass ich meine, dass es mitunter den eigentlichen Fortschritt sogar konterkariert. – Viele Entwicklungen auf unserer Welt sind traurige Beispiele dafür.

    Du hast etwas wirklich Fortschrittliches im Kontext der Digitalisierung entdeckt und thematisiert. Ich bin sehr froh darüber, dass es Dir Erleichterung verschafft. Und da ich weiß, was für ein hinterfragender und differenziernder Charakter in Dir lebt, gibt es an dieser Stelle nichts weiter zu diskutieren für mich. 😉

    Sehr liebe Grüße an Dich! ❤

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    1. Danke für deine Worte, lieber sternfluesterer. Ich stimme dir absolut zu, dass der Umgang mit dem digitalen Fortschritt ein sehr wichtiger ist – dies ist u.a etwas, was meiner Meinung nach noch viel zu selten thematisiert oder nicht als ernst betrachtet wird…

      Liebe Grüße! ❤

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  3. Hallo Mia, ich bin auch jemand der gerade bei Institutionen vieles lieber online erledigt. Leider habe ich festgestellt, dass vieles aber trotzdem den direkten Kontakt zu einem Menschen erfordert. Oft genug liefen online Anfragen wohl ins Leere und erst ein Anruf oder ein persönliches vorsprechen brachte Licht ins Dunkel. Das frustriert mich meistens, denn wenn schon die Möglichkeit geboten wird, online ein Anliegen zu erklären, sollte es auch reibungslos funktionieren. Meine Befürchtung ist aber folgende, irgendwann werden wohl keine Menschen mehr hinter den online Diensten sein, sondern nur noch Algorithmen und die werden komplexe Sachverhalte vielleicht nicht bearbeiten können. Man fällt dann wohl einfach durchs Raster und am Ende kann man nur noch hoffen, einen Menschen zu erreichen, der einem weiter hilft. LG

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  4. Ist doch toll, wenn Dir die Digitalisierung entgegen kommt und somit einen (weiteren?) sinnhaften Aspekt für Dich hat.
    Ich schätze am Digitalen in erster Linie die zeitliche Unabhängigkeit. Ansonsten erlebe ich es gerade bei Anfragen oder Terminvereinbarungen häufiger, daß man am Ende dann doch hinterher telefoniert. Acuh finde ich für Rückfragen, esgeht im persönlichen Gespräch schneller, wenn ma erstmal den richtigen Gesprächspartner gefunden hat.

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      1. Oh ja, Warteschleife hatte ich neulich bei der Telekom als wir hier massive Probleme hatten. Aber als ich dann jmd dran hatte, wurde diejenige „gelöchert“, bis das Problem gelöst war 🙂

        Liebe Grüße!

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  5. Was Du in Deinem ersten Absatz schreibst hätte von mir sein können. Ich telefoniere ungern, ich hasse Ämter und die damit verbundene Bürokratie, aber ich weiß noch nicht so genau, was ich von der Digitalisierung halten soll. Sie wird unsere Welt so sehr verändern, dass viele nicht Schritt halten können. Ich meine nicht nur die, deren Arbeitsplätze verloren gehen oder wegen der Digitalisierung so eintönig werden, dass sie einen anderen Job suchen, sondern die, die heute schon zu den Verlierern gehören – Kranke, Geringverdiener, Arbeitssuchende, Alleinerziehende … Nicht alle von denen können sich einen Rechner und einen vernünftigen, also leistungsfähigen, aber teuren Vertrag bei einem Telekommunikationsanbieter leisten, um an der Digitalisierung teilhaben zu können. Die andere Seite aber ist, dass viele Jobs wegfallen, die heute von Menschen gemacht werden und die Welt noch unpersönlicher wird. Um sich abzukapseln, hilft die Digitalisierung wohl sehr, aber sie macht auch ärmer, nicht nur monetär. Heute wird schon beklagt, dass die Krankschreibungen wegen psychischen Erkrankungen zunehmen. Das wird in der Zukunft noch viel schlimmer werden.

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    1. Ich verstehe deine Bedenken bezüglich der Digitalisierung sehr gut! Ich finde auch, dass sie unbedingt kritisch hinterfragt werden müsste. Auch, dass sie möglicherweise nicht was für jeden wäre (gerade ältere Menschen, die sich mit dieser Chatkultur noch nicht so richtig auskennen).

      Danke für deine Worte! Liebe Grüße!

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