Gesund werden wegen des Äußeren?

Wie wichtig ist euch das Äußere? Sehr wichtig? Gar nicht wichtig? Mir scheint, als würde es vielen mehr ausmachen, als ihnen bewusst ist, und sie ihre Gesundheit erst dann ernst nehmen, wenn sie sich äußerlich bemerkbar macht.

Äußerlich bemerkbar?!

Damit meine ich nicht, dass durch den Schlafentzug die Augenringe bis zum Boden reichen, und der ganze Körper wegen Stress mi einem Ausschlag übersät ist. Eher ist die Rede von der Ästhetik – Schönheit, wenn man so will. Nicht viele geben extrem viel auf Schönheit, wohl aber auf das Äußere.

Gesund werden, weil es dem Körper immer schlechter geht?

„Neee!“ Das war immer meine Antwort. Obgleich meine Periode ausfiel, ich schlapp wegen dauerhaftem Eisenmangel war, und viele andere körperliche Folgen durch die Essstörung aufkamen – es war mir „egal“. Ich wurde immer kränker? Egal. Ich würde irgendwann daran sterben? Egal. All diese „Drohungen“ waren so weit weg, dass ich ihnen keinerlei Bedeutung schenkte und meine Essstörung immer an erster Stelle kam.

Dies änderte sich allerdings, als nicht nur mein Körper, sondern auch mein Aussehen belastet wurde.

Gesund werden wegen des Äußeren?

Wisst ihr, wann ich die Recovery richtig ernst genommen habe? Als sie sich negativ auf mein Äußeres auswirkte. Damit meine ich nicht, dass ich zu- oder abnahm, sondern, dass ich plötzlich ganz unreine Haut bekam. So unrein, wie in den schlimmsten Tagen meiner Pubertät. Die Bulimie war daran schuld und ich fühlte mich mit meiner kraterähnlichen Haut so hässlich wie nie zuvor.

Dasselbe mit meiner Haut. Ich habe generell eine sehr trockene Haut, doch durch die Mangelernährung war sie so spröde, dass sie vertrockneter Schlangenhaut ähnelte. Zudem bekam ich auch ein sehr starkes Schuppenproblem, weil meine Haut eben auch am Kopf sehr trocken und spröde war. Bei meinen dunklen Haaren sieht man Schuppen sehr deutlich, was der Grund war, warum ich meinen Kopf immer unter Hüten oder Mützen versteckte.

Diese äußerlichen Folgen waren nur einige, die mir schließlich den Antrieb gaben, etwas zu ändern. Verrückt, oder? Ich wollte wieder gesund werden, damit ich mich nicht hässlich fühlte. Die Ästhetik war mir wichtiger als mein verdammtes Leben…

Ich bin keine Ausnahme- vielen geht es ähnlich.

Mein Freund zum Beispiel hat einen sehr stressigen Job. Immer wieder sage ich ihm, dass er sich mehr Pausen nehmen und sich um seine Psyche kümmern soll. Er hörte nicht auf mich, genauso wenig ich damals auf andere hörte.

Bis ihm innerhalb kürzester Zeit graue Haare kamen und sie ihm noch dazu ausfielen. Einmal sagte ich ihm im Spaß, dass er von uns derjenige war, der den Abfluss mit Haaren verstopfte. Damit traf ich allerdings einen  Nerv, weil ihn der Haarausfall stark belastete. Fortan wollte er sich mehr Pausen nehmen und sich um sich selbst kümmern, bevor ihm noch das letzte Haar aus dem Kopf fiel. ich war überrascht und entsetzt, dass ihn seine Haare zur Gesundheit verdonnerten – bis mir auffiel, dass ich genauso war.

Gesund werden aus den falschen Gründen?

Inzwischen will ich wieder gesund werden, weil mir nichts so wichtig ist wie mein Leben. Ich will leben und glücklich sein. Der Weg dahin begann allerdings aus ästhetischen Gründen. Ob das falsch ist?

Nein. Ich glaube nicht, dass es falsch ist, solange man den Willen kriegt, gesund werden zu WOLLEN. Vielleicht ist es von außen betrachtet ein bisschen absurd, aufgrund vor Angst vor unreiner Haut seine Gesundheit plötzlich ernst zu nehmen.

Eine Freundin von mir fand ihren Willen, als sie erfuhr, dass sie durch die Essstörung möglicherweise nie mehr Kinder haben würde. Da sie aber einen sehr großen Kinderwunsch hat, nahm sie die Recovery ernst. Heute ist sie auf dem besten Weg ihrer Gesundheit und will sie nicht nur wegen zukünftiger Kinder. 

Wenn euch etwas hilft – und sei es so was Absurdes wie Haarausfall oder Pickeln – dann klammert euch daran. Erschafft ein Mantra, das euch den Antrieb gibt. Es ist wichtig und motiviert vor allem am Anfang. Wann immer ich mich damals nach dem Essen kurz davor war, mich zu übergeben, fixierte ich mein Spiegelbild und meine Haut, und redete auf mich ein, dass sie danach noch schlimmer aussehen würde. Dieses Mantra wehrte viele Male, in denen ich mich „verlieren“ wollte, ab.

Seid vorsichtig bei „ungesunden“ Hilfsmitteln. 

Zum Beispiel dem Sport. Viele nutzen den Sport als Ventil und reiten sich noch tiefer in die Essstörung. Wieder andere klammern sich an eine bestimmte Beziehung, weil er/sie die Symptome weniger erscheinen lässt (hier ein kleiner Reminder: Niemand kann uns selbst retten, wir müssen es selbst tun). Ein Mantra soll euch helfen, nicht noch kränker machen. Was für ein Mantra das ist, ist euch selbst überlassen. 🙂

Kennt ihr das, aufgrund des „Äußeren“ etwas ändern zu wollen? Habt ihr andere Beispiele?

Ps.: Gesund zu werden bedeutet auch zu reflektieren. Inzwischen habe ich begriffen, dass meine Angst vor Pickeln oder spröder Haut vom Schönheitsideal kommt. Ich bin zwar nicht der Meinung, dass ich jede einzelne Pore an mir hübsch finden muss, aber je mehr ich mich annehme, wie ich bin, desto weniger ist der Bedarf, etwas ändern zu wollen. 

Hier noch ein Beitrag zum Thema Body Positivity

14 Kommentare zu „Gesund werden wegen des Äußeren?

  1. Wie immer, ein sehr interessanter Beitrag, liebe Mia. Ich muss aber gestehen, dass ich über ihn sehr ins Nachdenken gekommen bin.

    Wenn ich meine Gedanken jetzt hier skizziere, dann bitte ich Dich und die anderen Leser*innen zu berücksichtigen, dass ich zwar mit meinem Essverhalten durchaus unzufrieden bin aber nicht an einer Essstörung leide.

    „Gesund werden wegen des Äußeren“, das liest sich für mich (aus meiner Position heraus) gerade mit Blick auf Essstörungen zweischneidig. Du hast hier Beispiele dafür genannt, die gut, die positiv sind und in entsprechender Richtung motivieren können. –

    Ist es andererseits aber nicht gerade so, dass nicht zuletzt Menschen, die an einer Essstörung leiden, davon, mindestens katalysiert durch die Vorstellung von einem „besseren Äußeren“ (schlank sein, „gute“ Proportionen haben, etc.), schwerer wegkommen und quasi gegenteilig „motiviert“ werden können?

    Der (eigene) Blick aufs Äußere (etwa, gepflegt sein und erscheinen zu wollen), ist ja durchaus berechtigt. – Ich weiß natürlich, dass Du, in diesem Blick keineswegs die einzige oder vordergründige Motivation zum Gesundwerden siehst. – Dennoch halte ich es für wichtig, noch einmal besonders zu betonen, dass die Erkenntnis dass es dem eigenen Körper, der eigenen Seele schlecht geht, ihm und ihr Schaden geschieht, die entscheidende Basis und Voraussetzung dafür ist, Schritte in Richtung Gesundung zu gehen.

    Ich weiß freilich selbst, wie schwer das ist, dass vor allem bei einer Erkrankung mit psychischem Hintergrund, TATSÄCHLICH zu ERKENNEN, als gegeben ANZUNEHMEN und sich diese Erkenntnis immer wieder vor Augen haltend, dann oft sehr langfristig, mitunter ein Leben lang KÄMPFEN zu WOLLEN.

    Ganz viele, natürlich nur ganz liebe Grüße an Dich! 💖⚓

    Gefällt 2 Personen

    1. Lieber sternfluesterer,

      danke für deine wertvollen Gedanken. Ich dachte mir schon, dass dieser Beitrag genau die Fragen aufwerfen würde, die du dir stellst: Ist das nicht „unlogisch“? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Reitet man sich dadurch nicht noch tiefer rein?

      Meine Antwort: Ja und nein. Nein, weil Essstörungen nicht zwangsläufig mit dem Äußeren zusammenhängen müssen. Nicht alle Betroffenen fixieren sich auf das Äußere und geraten deshalb in eine Essstörung.

      Ebenfalls nein, weil dem Menschen (ob mit oder ohne Essstörung) sein Aussehen nie egal ist. Das sieht man anhand unserer Kleidung, Frisuren, etc. Das körperliche Wohlbefinden beschäftigt „jeden“ und das Ziel der Recovery ist nicht, am Ende mit allem zufrieden sein zu MÜSSEN, sondern sich, sein Wesen und seinen Körper zu akzeptieren.

      Doch nun zum Ja:

      Ja, weil der Fokus auf das Aussehen den Kern dahinter noch nicht begreift.

      Auch ja, weil die Recovery nur „oberflächlich“ ablaufen könnte. Bei mir war es damals schließlich auch so, dass ich dachte, dass ich, wenn ich abnehmen würde, viel gesünder und glücklicher wäre.

      Mir ging es im Beitrag darum, ein Mantra zu finden, dass einem zumindest dabei hilft, endlich mal was zu tun. Und sei es auch nur, weil man nicht noch optisch „kränker“ aussehen will. Was es auch ist, solange es einen in die „richtige“ Recovery bringt, heiße ich es gut 🙂

      Entschuldige für diesen ausschweifenden Kommentar! Liebe Grüße! ❤

      Liken

  2. Liebe Mia,

    Ich selbst habe noch nicht eine solch extreme Erfahrung machen müssen, es hielt sich wenn dann im Spektrum deines Augenringe Vergleichs auf.
    Dennoch kann ich mir das, was du beschreibst, sehr gut vorstellen. Auf eine gewisse Weise ist dieser Vorgang doch auch logisch, würde ich sagen. Wir sind es gewohnt, uns selbst oft mehr von außen, als von innen heraus wahrzunehmen. Demnach ist die äußerliche Veränderung das erste, was einem wirklich bewusst werden lässt, was man sich gerade antut und dass es wirklich gefährlich ist. Zumindest könnte ich mir vorstellen, dass das einen gewissen Teil dazu beitragen kann.

    Wie immer, danke für deinen Beitrag!

    Liebe Grüße von der Luna

    Liken

    1. Danke für deinen Kommentar, liebe Luna. Deine Worte, dass einem die das Äußere als Erstes auffällt, finde ich sehr treffend, sowie irgendwie deprimierend. Schon verrückt, dass man die inneren Wunden schlechter wahrnimmt, nur weil man sie nicht sieht…Ich werde darüber noch eine Weile sinnieren…

      Liebe Grüße!

      Liken

      1. Zumal, wenn man bedenkt, dass einem eigentlich, sofern es keine Spiegel gäbe und keine Fotos, nur die innere Wahrnehmung bliebe. Ich kenne es ja aber auch von mir, ganz nah an den Spiegel zu treten oder Bilder von mir zu fokussieren, mich lang zu betrachten und mich zu fragen, inwiefern ich das mit dem Bild von meinem Innern zusammen tragen kann. Es ist eben die Frage, wie groß der Teil des äußeren Ichs am wirklichen Ich ist.
        Ich beobachte auch immer mit Faszination, wie mein Neffe (4J) ganz gebannt von Fotografien von sich ist. Er fordert immer wieder, fotografiert zu werden und liebt es, sich alte Fotos anzusehen.

        Doch ich möchte nicht zu sehr von deinem Thema abkommen… Denn letztlich spielen wohl auch einfach die Schönheitsideale in diesem Fall eine besondere Rolle. Man merkt plötzlich, diesem nicht mehr zu entsprechen, und auf einmal leuten die Alarmglocken… In jedem Fall traurig, doch auch leider menschlich. Und egal, was es ist: Hauptsache, man wacht irgendwann auf. Und da ist es doch egal, ob es Pickel, Schuppen, oder graue Haare sind. Diese Signale sind eben die ersten äußerlichen, die zeigen, dass es langsam ernst wird. Letztlich ist es vom Körper auch clever eingerichtet, diese Äußerlichkeiten relativ an den Anfang ernsterer Symptome zu setzen. Sie sind sehr exemplarisch, doch eben auch noch kein ernster Organschaden. Also sei froh, liebe Mia, dass dir eine reine Haut so wichtig war (und immerhin ist die Haut ja auch das größte Organ und deren Gesundheit auch sehr wichtig), denn du bist aufgewacht. Ich denke, du kannst da so oder so stolz auf dich sein. Denn ich glaube, in den Extremverläufen dieser Krankheit ist auch das Einschätzen der von dir beschriebenen Symptome schwierig…

        So, nun aber mal einen Punkt setzen^^

        Liebe Grüße, du Liebe! 😉

        Gefällt 1 Person

      2. Ach, von mir aus musst du keinen Punkt setzen – es berührt mich immer sehr, wie viel Zeit du dir nimmst, um ausführlich auf meine Kommentare zu reagieren! Und im Übrigen gebe ich dir vollkommen recht. Man sollte das Schönheitsideal und das, was man dafür tut, keinesfalls unterschätzen! Schließlich kann ihr Druck überhaupt dazu führen, in weitere psychische Krankheiten zu fallen.

        Im Übrigen hatte ich mal in einem meiner Beiträge erzählt, dass ich selbst keinen Spiegel mehr in der Wohnung habe (bis auf einen kleinen, in dem man nur mein Gesicht sieht) und wie befreiend es ist, sich nicht selbst ständig zu fixieren und zu (be)werten.

        Liebe Grüße!

        Liken

      3. Ja, den Beitrag von dir kenne ich und an den musste ich auch denken, als ich den Kommentar getippt habe ^^ Finde es wirklich cool, dass du das auch beibehalten hast!

        Genieße den Tag, liebe Grüße!

        Gefällt 1 Person

  3. Ja natürlich! Bei mir geht es so gut wie immer um das Aussehen. Ich will gut/schön/gesund aussehen und nicht krank, ausgezehrt oder kraftlos. Ich bin bereit, Dinge zu ändern, wenn ich dadurch besser aussehe – und sei es, bestimmte Farben zu meiden, obwohl sie mir eigentlich gefallen, das gilt für Kleidung ebenso wie für Schminke. Wenn ich auf irgendwelche Lebensmittel Ausschlag kriegen würde, würde ich diese sicher meiden, aber nicht, weil sie vielleicht ungesund sind, sondern weil ich keinen Ausschlag haben will. Außerdem wird man öfter blöd angeredet, wenn man krank aussieht, ich will das nicht! Ich will auch keine Fragen diesbezüglich beantworten, meistens sind die Fragen eh nur oberflächliche Floskeln und das Gegenüber interessiert sich gar nicht für die wahren Hintergründe…

    Liken

  4. Toller Beitrag, der zum Nachdenken anregt.
    Bei mir spielt das Aussehen natürlich schon auch eine Rolle, da ich es wirklich hasse, wie ich aussehe (besonders als ich noch bei meinem Höchstgewicht war), aber tatsächlich ist eher der gesundheitliche Aspket mein Hauptgrund für meinen Lebenswandel.

    Ich bin Anfang des Jahres über Serien wie my 500 lbs life und supersize vs superskinny gestolpert und dort habe ich die gesundheitlichen Konsequenzen von starkem Übergewicht sehr deutlich gesehen. Seitdem ist mein Mantra „So will ich nicht werden! Mach was!“. In erster Linie geht es mir darum, dass ich wieder aktiver und fitter sein will, weil ich sonst in meiner Bude verkomme und der Gedanke drückt natürlich aufs Gemüt.

    Dass sich (in meinem Falls) durchs Abnehmen auch das Aussehen ändert, ist eher ein höchst willkommener Nebeneffekt. Außerdem hoffe ich, dass die ständige Scham für mein Aussehen und dadurch verstärkte Selbstzweifel sich langsam verbessern, was wiederum gut für meinen mentalen Zustand ist. Eigentlich ist es ein rundum Paket für ein besseres Leben. Ich krempel einfach alles um. 😀 Job, mich, meine Bude und m

    Gefällt 1 Person

  5. Hmmm, ich habe den Beitrag jetzt drei Mal gelesen und bin mir noch immer nicht ganz sicher, wie ich (für mich persönlich auf meinem aktuellen Weg) zu dem Thema stehe.
    Grundsätzlich stimme ich dir darin zu, dass das äußere Erscheinungsbild ein guter Anstoß sein kann, etwas ändern zu wollen. Egal, welches Problem man hat. Wenn der Körper gestresst ist und es durch schlechteres Aussehen zeigt, wird vielen überhaupt erst bewusst, wie falsch eine Sache womöglich läuft. Sei es bei deinem Freund mit dem Haarausfall oder bei einer essgestörten Person mit Hautunreinheiten, Hautverfärbungen und so weiter. Und klar, die Angst, dass andere Menschen urteilen könnten, weil man plötzlich mit Mitte 20 die Haut einer 13 Jährigen hat oder mit fast kahl wird, ist schon ein großer Anreiz, etwas zu ändern. Immerhin /sehen/ Fremde dann ja, dass da etwas falsch laufen /könnte/.

    Wenn ich an mich denke.. Ich glaube, mein Äußeres hat bei mir relativ wenig beeinflusst. Tatsächlich verschlechtern sich meine Haut, Haare und Pickel seit ich regelmäßig esse eher, vom aufgeblähten Bauch Mal ganz abgesehen.
    Ich war Anfang des Jahres einfach an dem Punkt, an dem ich wusste, dass ich dieses Jahr nicht überleben würde, wenn ich nicht drastisch was ändere. Und um mich selber war mir das egal, ich hab meine Augen erst geöffnet, nachdem meine Therapeutin mir klipp und klar gesagt hat, dass sie mich nicht weiter behandeln würde, wenn ich nicht in eine Klinik gehe und mich meine beste Freundin total hilflos und den Tränen nahe immer wieder ermuntert hat, es auch wirklich zu tun. Ich wollte meinen Freunden nicht weiter weh tun und die Sache mit dem „Leben“ zumindest ausprobieren, denn über den Jordan kann ich später immer noch gehen, wenn mir diese Erfahrung nicht passt 🙈

    Von daher – ich stimme dir teilweise zu. Das Aussehen /kann/ eine Motivation sein und ist vielleicht nicht unbedingt die schlechteste, um eine Änderung zu beginnen, doch für mich war sie kein Anreiz 🤔

    Liebe Grüße!

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für deinen Kommentar 🙂 Ich stimme mir ja selbst auch nur teilweise zu! ^^ Das Thema ist sehr kontrovers, zumal Essstörungen nicht immer der Auslöser dafür sind, dass man unzufrieden mit seinem Äußeren ist. Aber bei mir hat das Mantra „Dann wird deine Haut wieder so schlecht“ oft dazu geführt, dass ich mich vorm Erbrechen gebremst habe. Solange man einen Weg findet, um wirklich gesund zu werden, ist er sicher der richtige 🙂

      Liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

  6. So reine Haut wie in den rein anorektischen Zeiten, noch dazu erfreulicherweise ohne Periode, habe ich leider nie wieder gehabt.

    Einziger Nachteil war mit starkem Untergewicht, dass meine Haut recht trocken war und dadurch bei „Mimik“ mehr Falten geworfen hat. Ich sah insgesamt verbraucht-alt aus durch das deutliche Untergewicht.

    Gleiches gilt auch in punkto schlanke Beine usw.. Zumal ich den äh „kranken Look“ aka Heroin Chic durchaus mag optisch. Schade eigentlich, ich fände es interessant, probeweise noch einmal so einen abgemagerten Körper zu haben.

    Seitdem ich mich wieder „normal“ ernähre, die Periode wieder habe usw. ist meine Haut schlechter geworden. Außerdem ernähre ich mich strenggenommen ungesünder, als zu anorektischen Zeiten. Da habe ich mir echt mehr Mühe mit der Nahrungsauswahl und -zusammenstellung gegeben.

    Allerdings hatte ich in bulimischen Phasen beschissene Haut, ich vermute durch den ganzen Zucker etc.. Dazu mitunter diese „Hamsterbacken“; das war mir immer sehr unangenehm, auch wenn mich zum Glück nie jemand darauf angesprochen hat. Das war durchaus mit ein Grund von mehreren, der zum Aufhören motivierend war.
    Wobei ich es erst für viele Jahre ganz gelassen habe, nachdem mir das Übergeben „keinen Kick“ mehr gegeben hat. Ich weiß gerade nicht, wie ich das besser ausdrücken könnte. Es hat mich nicht mehr gereizt.

    Haarausfall habe ich wohl gehabt, aber mir ist das damals nie aufgefallen. In sportlicher Hinsicht war ich früher leistungsfähiger, habe da auch mehr gemacht usw..

    Ein wenig mehr ein Vorbild an dem ein oder anderem von Früher könnte ich mir durchaus nehmen; so wirklich wohl fühle ich mich aktuell nicht und meinem Körper geht es so lala. Derzeit behandele ich meinen Körper eigentlich schlechter, als damals. Eben zu wenig Bewegung, zu viel ungesundes Essen, zu wenig Schlaf, zu viel unachtsames Essen etc..
    Nur ist das so gesellschaftlich akzeptierter und man gilt damit sogar paradoxerweise als normal und durchaus als gesund.

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s