Licht zum Einschlafen – Die Angst vor Dunkelheit

Momentan schlafe ich nicht gut. Wenn es stockdunkel ist, bekomme ich Angst und schalte in der Nacht das Licht an. Eine kleine Lichterkette, die den Raum etwas erhellt und weniger dunkel macht.

Als Kind hatte ein Nachtlicht, weil meine Angst vor bösen Monstern sehr präsent war. Und jetzt, Jahre später, ist sie wieder da.

Meine Angst ist irrational.

Ich denke nicht mit Verstand. Ich stelle mir Dinge vor, von denen ich weiß, dass sie nicht wahr sind. Ich kann die Balkontür in der Nacht nicht offen lassen, weil ich fürchte, dass ein Nachbar vom unteren Stockwerk zu mir hoch klettert.

Ich habe Angst vor dem Schatten, die der Baum vor meiner Wohnung in den Gardinen wirft. Ich habe Angst, dass jemand davor steht. Und rein kommt.

Ich habe sehr dünne Wände und höre viel von den Wohnungen der anderen. Was mich früher immer beruhigt hat, weil jemand anderes auch da ist, macht mir nun Angst, weil jemand anderes auch da ist…

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Deshalb brauche ich ein Licht in der Nacht.

Wenn es hell ist, kann ich alles sehen. Denn selbst wenn ich gerade absolut nicht den Durchblick über mein Leben habe, so können meine Augen es wenigstens tun. Ich weiß nicht, ob es mir peinlich sein sollte, dass ich in meinem Alter ein Licht zum Einschlafen brauche, aber irgendwie kann ich auch nichts daran ändern. Ohne Licht bekomme ich Angst. Ohne Licht kann ich nicht schlafen.

Was hat diese Angst vor Dunkelheit zu bedeuten?

Ich weiß natürlich, dass diese plötzliche Angst vor der Dunkelheit einen Grund hat. Sie versinnbildlicht die Furcht. Die Furcht vor den Prüfungen, die Furcht vor der Zukunft die Furcht vor Essen. In meinem Leben dominiert die Angst und nun hält sie mich nachts wach…

Wird die Angst vorbeigehen?

Einfach so verschwinden, wie sie eingetreten ist? Ich hoffe es. Vielleicht wird die Angst auch dann verschwinden

Habt ihr manchmal auch Ängste, die sich auf einen anderen Aspekt eures Leben beziehen? Wie in meinem Fall bei dem Schlaf? Über Tipps freue ich mich immer! 🙂

Habt einen schönen Abend und vor allem eine gute Nacht! ♥

25 Kommentare zu „Licht zum Einschlafen – Die Angst vor Dunkelheit

  1. Ich habe Angst vor dem Schlaf.. Von Albtraeumen.. Angst, dass mich in Schlaf irgendwas einholt, was ich nicht unter Kontrolle haben kann.. Dadurch schlafe ich sehr schlecht und wenig, weil sich mein Kopf dann zu viel ausmalt, was die Gruende nur verstaerkt wach bleiben zu wollen.. Du brauchst dich wirklich nicht fuer deine Angst vor Dunkelheit schaemen! Das muss dir absolut nicht peinlich sein. Jeder Mensch traegt Aenhste mit sich herum, die er vielleicht sogar als Kleinkind hatte und vollkommen irrational scheinen, was nicht heisst, dass es nicht berechtigt sei Angst haben zu duerfen! Ich finde es sehr faszinierend und mutig, dass du uns daran teilhaben haben laesst! Danke dafuer.🥀

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    1. Danke für deine mitfühlenden Worte! Tut mir sehr leid, dass die Albträume bei dir so intensiv sind. Da kommt man ja selbst im Schlaf nicht zur Ruhe…in Schlaf wird so viel verarbeitet! Hast du es auch mal mit einem Licht oder entspannter Musik versucht?

      Liebe Grüße!

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      1. Es ist ja auch das nahe liegende, sich eine Lichtquelle zu schaffen. Allerdings hat schlafen mit Licht Einfluß auf den Schlaf. Der ist dann nicht so tief und führt mit der Zeit dazu, das man sich auch tagsüber schlecht und müde fühlt. Ein Teufelskreis.
        Es gibt auch Entspannungstechniken, da werden die Kurse von der Krankenkasse angeboten, da würde ich mal nachfragen 😉

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  2. Ach, liebe Mia, das liest sich für mich recht betrüblich. Weil ich sehr, sehr gut weiß, wie schlimm Nächte sein können. Wie Du weißt leide ich unter anderem unter einer manifesten generalisierten Angsstörung und leider weiß ich nur allzu genau, was Albträume sind, was sie mit einem machen können bis hin zum Auslösen höchster Panik, und wie sehr man sich dann fürchtet wieder einzuschlafen. – Ich wünsche so etwas niemandem.

    Aber ich will und ich kann Dir auch bzw. dennoch Mut machen. Denn ich hatte jetzt eine wirklich längere Phase, wo dieser nächtliche Zirkus nicht mehr so schlimm war, viel, viel weniger geworden ist. Nicht stabil, aber immerhin. – Ich habe bemerkt, dass äußerliche Einflüsse eine große Rolle spielen. Ich weiß zum Besipiel heute, wie sehr mich manche Arbeitssituationen, Konflikte und Stresslevel im Alltag dann in den Nächten verfolgt haben. Seitdem ich einiges geändert habe, geht es besser.

    Zwar tut auch mein Medikament, gerade insoweit, einiges, aber es tut es nicht allein.

    Insoweit besteht wirklich Hioffnung, dass, wenn beispielsweise Dein Studienstresslevel wieder abnmimmt, sich immerhin einiges zum Besseren wenden wird.

    Ansonssten spiegelt das, was Du schreibst, Deine große Empfindsamkeit wieder. – Es ist überhaupt nicht peinlich, wenn Du mit Licht einschläfst oder etwa auch mit einer schönen Entspannungsmusik, die leise klingt und sich dann vielleicht nach 30 oder 60 min. abschaltet. Trink vor dem Schlafengehen einen schönen beruhigenden Tee. Mach nichts mehr, was Dich aufregt.

    Ich denke an Dich, jetzt am Abend noch einmal in ganz besonderer Weise – Du bekommst nun immer einen extra traumschönen Nachtwunsch von mir in den Orbit geschickt.

    Von Herzen liebe Grüße an Dich! ❤

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    1. Du wolltest mir Mut machen und das hast du definitiv erreicht, lieber sternfluesterer! Ich stimme dir absolut zu, dass der Einfluss von außen da eine zentrale Rolle spielt. Aber da der Stress in den nächsten Monaten nicht weniger werden wird, versuche ich irgendwie eine Lösung zu finden und nicht ständig in Zweifel und Angst zu versinken!

      Dass du Stressfaktoren aus deinem Leben reduziert hast, finde ich ganz großartig! Vor allem, da du einen Unterschied bemerkst!

      Ich hoffe, du schläfst gut! Ich hab mein Licht an und fühle mich zwar nicht verängstigt, aber habe ganz viel im Kopf…Hoffentlich holt die Müdigkeit mich bald ein…

      Gute Nacht! ❤️⭐️

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  3. Hey du liebe… Ich denke an dich, gerade, wo die späte Stunde vorrückt…

    Zunächst, wie es die anderen auch schon sagen: schäme dich nicht dieser Angst! Man muss sich für keine Angst schämen… Denn so gesehen kann man sich für jede Angst schämen, denn sie sind alle auf eine gewisse Art irrational… Und so gesehen baut auch vieles auf unseren Ängsten auf! Also kann dir niemand blöde kommen, wenn du mit Licht schläfst 😉

    Ich habe auch manchmal Zeiten, in denen ich abends nicht allein sein kann… In denen ich Angst habe, dass sich ein schleier von der Realität hebt und ich plötzlich grausame Dinge sehe, die ich nicht sehen möchte… Dann liege ich in meinem Bett und halte gezwungen meine Augen geschlossen. Einen Abend musste sogar extra mein Freund um 10 Uhr durch die ganze Stadt laufen, weil ich so eine Angst hatte, dass ich verzweifelt im Bett saß und weinen musste… Ich bin froh, dass ich von solchen schlimmen Abenden wirklich nur 3 zählen kann, denn es ist wirklich niemandem zu wünschen…
    Und ja, solche Ängste sind oft stärker, wenn woanders im Leben Baustellen sind, die man vielleicht zu lange ignoriert hat…
    Und ich wünsche dir, dass es besser wird, wenn du diese stressstellen bei dir abbaust.

    Was mir. Enorm geholfen hat, war mit Freunden zu reden. Ich erklärte ihnen, worin genau meine Angst bestand, und sie konnten jede einzelne nachvollziehen. Dennoch sprachen sie mir Mut zu, erklärten, warum ich keine Angst haben muss. Natürlich sachen, die ich selbst schon wusste, aber es half, darüber zu reden,man setzt sich nochmal ganz anders damit auseinander. Und man fühlt sich nicht so allein. Man muss diese Angst nicht mehr allein tragen, jemand anderes weiß auch von ihr, kennt sie. Es ist, als wäre die Angst ein Schatten und indem du mit einer anderen lieben Person darüber redest, hältst du mit ihr gemeinsam ein Lichtstrahl. Vielleicht ist er nur schwach, und man kann den Schatten noch ahenn, oder aber es ist ein starker baustrahler, der alles hell erleuchtet. In jedem Fall aber kann dich kein Schatten mehr befallen, denn er muss das Licht meiden.
    Ich denke, hier hast du einige Leute, die mit dir gemeinsam die Lampe halten! Der Baum wird nur noch im Wind tanzen, aber keine Monster gebären und der nette Nachbar aus dem Erdgeschoss bleibt schön da, wo er schon die ganzen Nächte zuvor war 😉
    Trinke einen beruhigenden lavendeltee, das hat mir immer sehr geholfen… Mach ein kleines Ritual, vielleicht am Anfang zusammen mit jemand anderem in einem dunklen Raum bei Kerzenlicht. Gehe in Gedanken durch, was alles gut ist und dass da nichts schlimmes ist, was dir was anhaben kann. Denn so viel hast du schon überstanden und nichts ist da, was dich brechen wird!
    Versuche vielleicht, durch ein solches Ritual oder ähnlichen auf andere Gedanken zu kommen und den abend zu einem schönen Teil deines Tages werden zu lassen, sodass er endlich seinen Schrecken verliert!

    Es suchen sich ganz liebe Grüße ihren Weg zu dir und jagen unterwegs alle Bäume und Nachbarn hinfort! 😉
    ❤️

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    1. Was für ein einfühlsamer und so mitmachender Kommentar, liebe Luna! Du schreibst mit so viel Verständnis zu meiner Situation und das gibt mir hier im Blog ein sehr angenehmes Gefühl der Geborgenheit…

      Mit Menschen aus meinem Umfeld kann ich leider nicht sehr gut über meine Situation reden, weil wir leider nicht auf dieser „ehrlichen“ Ebene sind. Umso wohler fühle ich mich, das sich bei so vielen Menschen hier im Blog ein wenig aufgefangen werde. Das ist ein so schönes Gefühl und jeder einzelne (dich eingeschlossen), hat mir mit den lieben Kommentaren gerade den Abend versüßt!

      Ganz liebe Grüße zurück! ❤️

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      1. Ich finde es sehr schade, dass du in deinem Umfeld niemanden hast, mit dem du so offen reden kannst… Ich stelle immer wieder fest, dass es vielen so ergeht, dass sie kaum enge Freunde haben, denen sie sich derart öffnen können… Oft trauen sich Menschen auch nicht, mit den Dingen aufeinander zu zu gehen, die ihnen auf dem Herzen liegen, das finde ich traurig…
        Doch es ist schön, dass du hier so viel liebe Seelen gefunden hast!

        Ich hoffe, die vergangenen Nächte waren angenehmer! Hast du denn Tipps erhalten, die dir hilfreich sein konnten?
        Liebe Grüße!

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      2. Glaub mir, ich habe es ehrlich versucht! Ich habe meinen Mut gefasst und mich meinen Mitmenschen geöffnet, aber es wurde leider nicht so verstanden bzw. ich habe nicht die Unterstützung bekommen, die ich mir erhofft habe. Der Kreis meiner Freundschaften ist definitiv kleiner geworden, aber das ist okay so 🙂

        Ja, ich habe tatsächlich ein paar tolle Tipps erhalten!! Einige habe ich gestern versucht umzusetzen!

        Ganz liebe Grüße!

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      3. Ich glaube dir… Oft ist es wirklich Glück auf die richtigen Menschen zu treffen… Ich wünsche dir, dass du in deinem direkten Umfeld solche Begegnungen haben wirst!

        Das freut mich! 😊
        Wenn du sie nun ein paar Tage befolgst, vielleicht kannst du dich dann besser fühlen, ich wünsche es dir sehr💚

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  4. Liebe Mia,
    ich finde du brauchst dich gar nicht schämen, denn ich kenne diese irrationale Angst auch zu gut. Wenn ich sehr ängstlich bin oder nicht schlafen kann, lasse ich das Nachtischlämpchen an. Mir gibt das Licht ein wenig Sicherheit. In der Klinik war das etwas problematisch, weil das Licht recht hell war, aber im Dunkeln ging einfach nichts mehr. Ich habe übrigens tatsächlich schon überlegt mit ein Nachtlicht zu besorgen. Ein schönes, was auch meinem inneren Kind gefallen könnte.
    Viele Grüße von Annie

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    1. Danke, liebe Annie!
      Vielleicht ist Scham auch das falsche Wort, aber ich habe die ganze Zeit das Gefühl, das sich zu „übertrieben“ empfinde, weil ich erwachsen bin und nichts gravierendes vorgefallen ist! Aber wie du so schön gesagt hast, braucht es das innere Kind in mir und ich will ihm diesen Wunsch erfüllen!

      Ganz liebe Grüße zurück!

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  5. Wir würden die Ängste ernst nehmen. Oft werden sie bei uns dadurch schon ruhiger. Mit Licht zu schlafen finden wir gar nicht schlimm. Das ist für uns auch manchmal wichtig. Dann machen wir es je nach Bedarf so hell, wie es uns angenehm ist.

    Wir wünschen dir eine gute Nacht, mit den Lichtmomenten, die du für einen erholsamen Schlaf brauchst! 😊

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  6. Ich kann mich nur anschließen: Peinlich ist daran gar nichts. Ganz egal, wie irrational eine Angst auch sein mag, sie und die mit ihr verbundenen Gefühle und körperlichen Auswirkungen sind grundsätzlich „echt“. Wenn du also etwas Licht benötigst, um beruhigt einschlafen zu können, dann ist das eben (vorerst) so. Vielleicht kannst du ja ein dimmbares Licht verwenden, das du im Laufe der Zeit immer weiter abdunkeln kannst, um dich schrittweise, in deinem Tempo, wieder an die „Dunkelheit“ zu gewöhnen. Eventuell lassen sich auch ein paar der Angstauslöser abschalten, z.B. durch andere Gardinen oder Vorhänge, die den Schatten des Baumes gar nicht erst durchlassen.

    Am wichtigsten finde ich, dass das Schlafen gehen selbst nicht schon einen beängstigenden Effekt hat (weil du ja weißt, dass die Dunkelheit dir wieder Angst machen wird), sondern dass du einen Weg findest, dich möglichst entspannt und mit einem guten Gefühl ins Bett legen zu können. Zum Beispiel das benötigte Licht schon eine Weile vorher einschalten, damit du zum Schlafen direkt einen ideal beleuchteten Raum betrittst – und vor allem, nicht erst später, wenn du merkst, die Angst ist wieder / immer noch da, nachträglich das Licht einschalten musst. Positive Rituale einbauen, etwas, worauf du dich jeden Abend freust, was die Nacht mit einem guten Gefühl einleitet. Hierfür wurden dir ja auch schon sehr tolle Tipps gegeben. Und ruhige, leise Hintergrundmusik könnte vielleicht ebenfalls helfen, so könntest du deine Aufmerksamkeit statt auf die Geräusche der Nachbarn oder ein Knacken der Türen/Fenster auf etwas beruhigenderes lenken.

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    1. Das mit dem dimmbaren Licht ist eine tolle Idee, Danke! Ich dachte auch schon an eine playlist, die sich nach zwei Stunden automatisch ausschalten lässt und die „Geräusche“ in der Nacht übertönt!
      Und du hast recht. Der Schlaf selbst sollte keine Furcht verursachen! Auch die Idee mit den positiven Ritualen finde ich Klasse! Danke für den tollen Input!

      Ganz liebe Grüße!

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  7. Liebe Mia, bei mir hat Dunkelheit sehr viel mit Kontrollverlust zu tun. Wenn meine innere Welt wackelt und unkontrollierbar wird, muss ich meine äußere fest im Griff haben. Notfalls auch mit Nachtlicht. Ängste, so irrational sie vielleicht für Außenstehende aussehen mögen, können eben verdammt viel Macht haben. Ich denke nicht, dass du dich dafür schämen musst. Wenn dir das Licht eine gewisse Sicherheit oder Geborgenheit gibt, dann ist das eben so und sollte nicht be(ver)urteilt werden.

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