Mit dem Herzen siehst du mehr – Buchrezension und ganz große Kaufempfehlung!

Wenn es um das Thema Meditation geht, muss ich mich leider als grausige Anfängerin „outen“. Es fällt mir noch schwer, mich darauf „einzulassen“ – besser gesagt fiel es mir schwer. Neulich habe ich das Buch „Mit dem Herzen siehst du mehr“ von Aljoscha Long und Ronald Schweppe beendet und möchte gern meine Eindrücke davon berichten!

Die Kraft des Mitgefühls – das steht als zweite Bildunterschrift auf dem Cover. Anfangs wusste ich nicht so recht, was damit gemeint ist. Ob man durch reines Mitgefühl Kraft schöpfen kann? Wie das? Ist Mitgefühl nicht eine bloße Emotion, die aufkommt? Inwiefern soll sie Kraft spenden? Jetzt, nach dem Lesen bin ich tatsächlich schlauer. Ja, Mitgefühl zu empfinden gibt Kraft, aber das Thema ist doch komplexer als ich angenommen hatte.

Zunächst einmal das Förmliche:

Das Förmliche

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Die Autoren sprechen ihre Leser*innen in der „Du“-Form an, was das Leseerlebnis viel vertrauter und sympathischer macht. Die Kapitel selbst sind kurz, was ich persönlich sehr mag, weil es mich immer dazu verleitet, länger am Stück zu lesen. Zudem ist es sehr abwechslungsreich geschrieben, so enthält es sowohl einen sachlichen Fließtext als auch viele kleine buddhistische Weisheiten und meditative Übungen.

Mit dem Herzen siehst du mehr – Rezension

Long und Schweppe erzählen in ihrem neuen Buch von der Macht des Mitgefühls und dazu begleitender Meditation. Mitgefühl sei an sich schon kraftvoll, weil es für Verständnis sorge und dies automatisch zu einer Verbundenheit führe. Ich stimme mit dieser These überein, da ich mich stets mit Menschen verbunden fühle, die mich wirklich verstehen – selbst, wenn ich sie nicht persönlich kenne. Das Ziel des Buches soll sein, das eigene Mitgefühl zu stärken und mehr für andere zu tun. Nicht, um etwas zu erwarten, sondern lediglich des Mitgefühls wegen. Menschen in Not helfen, anderen zuhören, für sie da sein, Mitgefühl zeigen.

Die Autoren setzen aber auch eine strikte Grenze zwischen Mitgefühl und Mitleid. Es geht nicht darum, ebenfalls zu leiden, sondern den Schmerz des anderen zu verstehen und Empathie zu zeigen. Besonders inspirierend fand ich, die Vorteile, die das Mitgefühl einem selbst bringt. Zum Beispiel stärkt es die eigene Resilienz, und macht einen im Schnitt glücklicher, wenn man auch an andere als nur an sich denkt.

Meditation

Da ich mich mit Meditation sehr schwertue, habe ich mir, um ehrlich zu sein nicht allzu viel vom Buch erhofft. Umso größer war die Freude, als die Übungen zum ersten Mal zu mir durchgedrungen sind und ich das Gefühl hatte, dass die Meditation bei mir funktioniert. Das lag zum Teil daran, dass das Konzept von Meditation mit all seinen unterschiedlichen Formen sehr ausführlich und verständlich dargelegt wurde, aber zum anderen Teil an den Übungen, die Schritt für Schritt erklärt wurden und leicht verständlich waren. Viele der kleinen Meditationen habe ich gleich nach dem Lesen ausprobiert und ihre positive Wirkung erfahren.

Da das Buch außerdem von all jenen positiven Wirkungen wie besseren Schlaf, niedrigem Blutdruck, Stresssenkung einem stärkeren Immunsystem und einer leistungsfähigeren Konzentration berichtet, bin ich umso motivierter, die Sache mit dem Meditieren fortzuführen. Auch meine Therapeutin erklärt mir immer wieder, dass Meditation vor allem bei Menschen mit psychischen Erkrankungen besonders fördernd und heilsam sein kann. Und es macht auch Sinn. Haben wir ein gesundes Ventil gegen Sorgen, Ängste oder Stress, verhindern wir, dass es noch schlimmer kommt.

Der einzige Kritikpunkt – und es ist nur ein winzig kleiner – sind die buddhistischen Weisheiten, die zwar ausnahmslos schön waren, aber auch immer nur von Männern handelten. Der König, der Schmied, der Lehrer, … Die Feministin in mir hat es ein bisschen gestört, dass in allen Geschichten nur Männer repräsentiert wurden und das muss in einer patriarchalen Gesellschafft, in der „Mann“ in fast allen Lebensbereichen die Oberhand hat nicht mehr sein. Ich hätte mir daher eine Balance aus verschiedenen Geschichten gewünscht! Aber das ist wirklich das Einzige, was ich kritisieren kann.

Lest dieses Buch!

Es ist wirklich wunderschön und hat sich beim Lesen wie eine wohltuende Umarmung angefühlt! Ich habe mir viele Post-it’s reingeklebt, da ich sehr viel Neues gelernt habe und zum ersten Mal erfolgreiche Resultate bei der Mediation gespürt habe.

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Eine weitere Buchempfehlung ist dieses Schmuckstück! Über Leb das Leben, das du leben willst habe ich auch schonmal eine Rezension geschrieben und kann es euch auch nur ans Herz legen!

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Außerdem lohnt es sich auch, bei Instagram vorbeizuschauen – da gibt es gerade eine Verlosung! ❤

*Dieser Blogpost ist nicht gesponsort, enthält jedoch affiliate Links und Werbung wegen Namensnennung. Das Buch ist mir als Rezensionsexemplar zugestellt worden.

3 Kommentare zu „Mit dem Herzen siehst du mehr – Buchrezension und ganz große Kaufempfehlung!

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