Verhütung und Sicherheit Teil 2: Meine Erfahrung mit der Kupferspirale

Ich teile mit euch hier meinen zweiten Teil zum Thema Verhütung und Sicherheit: Meine Erfahrungen mit der Kupferspirale.

Falls euch das Thema nicht sonderlich interessiert, müsst ihr es natürlich nicht lesen, aber da ich viele Verhütungsmethoden ausprobiert habe und besondere Erfahrungen gemacht habe, möchte ich Sie euch nicht vorenthalten.

Und ich schreibe für alle, die bei der Gynäkologie mit zu wenigen wichtigen Informationen abgespeist wurden!!

An dieser Stelle muss ich anmerken, dass mich ein Beitrag vom Blog Über das Leben und Lieben dazu inspiriert hat, darüber zu schreiben. Ein übrigens sehr schöner und ehrlicher Blog – schaut sehr gerne vorbei!

Ich sage außerdem vorab, dass meine Geschichte eine Ausnahme und sicherlich nicht die Regel ist. Ich finde sie trotzdem wichtig zu teilen, weil man nie wissen kann, wer die Ausnahme ist….

Zunächst ein paar Infos zur Kupferspirale:

Was ist die Kupferspirale?

Eine Kupferspirale ist ein etwa drei Zentimeter langes T-förmiges Kunstoffstäbchen, das mit Kupferdraht umwickelt ist. Einmal vom Gynäkologen in die Gebärmutterhöhle eingesetzt, schützt es bis zu fünf Jahre hormonfrei vor einer Schwangerschaft. Die Kupferionen sollen toxisch auf Spermien wirken, sodass sowohl deren Beweglichkeit wie auch Lebensdauer und Orientierungssinn minimiert werden. Zudem verändert das Kupfer den Schleim im Gebärmutterhals und das Sekret von Gebärmutter und Eileitern, wodurch eine Einnistung einer befruchteten Eizelle verhindert werden soll. (Quelle)

Keine Hormone, sondern Kupfer!

Ich entschied mich für die Kupferspirale, weil ich absolut kein Fan von Hormonen bin. Die Nebenwirkungen sind erschreckend und das war und ist es mir nicht wert. In Teil 1 habe ich das Hormonthema bereits angerissen.

Das Einsetzen der Kuperspirale.

Ich hatte keine Narkose und keine Lokalbetäubung. Ich war völlig bei Sinnen, wenn auch so aufgeregt, dass ich glaubte, in Ohnmacht zu fallen. Mein Frauenarzt (ja ich bin bei einem Mann) versuchte mich zu beruhigen und sprach leise und ruhig auf mich ein. Obwohl ich unbedingt eine Lokalbetäubung wollte, riet er mir davon ab, weil er mir sagte, dass die Spritze schmerzhafter sei, als der Eingriff selbst. Ich ließ es zu und er führte die Kupferspirale ein. Nach etwa 5 Sekunden war es vorbei. Zwar breitete sich ein Ziehen in meiner Gebärmutter aus, aber der fühlte sich nicht weniger schmerzhaft an, als Unterleibschmerzen während der Periode. Beim Eingriff mit dem Kupferball war es um eininges schmerzhafter und traumatischer (dazu komme ich noch).

Am nächsten Tag fühlte ich mich pudelwohl und hatte weder Schmerzen, noch sonstige Nebenwirkungen. Mein Freund sagte mir ebenfalls, dass er den Faden der Kupferspirale (der am Gebermutterhals raus guckt) beim Verkehr nicht spürte, wie es anders beim Kupferball war.

Meine Periode bekam ich eine Woche später. Idealerweise soll man sie während des ersten Tages der Periode einsetzen, um den Zyklus nicht durcheinander zu bringen, ohne persuade war es angeblich auch okay.

3 Wochen später dann die Routinekontrolle.

„Oh, oh“, sagte mein Frauenarzt. „Was?“, fragte ich panisch und malte mir das Schlimmste aus. Er runzelte die Stirn und starrte auf das Ultraschallbild. Sekundenlang schwieg er und ich schwöre, dass ich kurz davor war, in Ohnmacht zu fallen.

„Die Kupferspirale ist weg.“

Herzaussetzen…

Weg war sie nicht direkt, aber sehr tief runtergerutscht. So tief, dass sie keinen Schutz mehr bot. Ich bekam Panik, weil ich inmitten meines Eisprungs und vermutlich tagelang nicht geschützt war. Die nächsten zwei Wochen waren eine Tortour. Ob ich mir die Symptome einbildete, weiß ich nicht. Tatsache war, dass mir schlecht wurde und mein Essen nicht mehr im Griff hatte. Ich hatte furchtbare Angst, schwanger zu sein und wollte diese Situation einfach nicht haben. Schon wieder. Aber dazu komme ich noch. Auch für meinen Freund war es nicht leicht. Er fühlte sich unbeholfen, weil er nichts für mich tun konnte und hatte auch Angst.

Ich machte 5 Schwangerschaftstest und selbst nachdem ich meine Periode bekam, machte ich noch zwei. Denn die Symptome gingen leider nicht weg. Nach einiger Zeit verschwand die Übelkeit. Und der Geschlechtsverkehr auch. Obwohl Sex eigentlich dazu dient, Nachkommen zu zeugen, ängstigte mich der Gedanke ungewollte Kinder zu bekommen. Warum sonst schütze ich mich? Fakt war, dass wir beide nichts riskieren wollten, bis wir wieder geschützt waren.

Warum fiel die Kupferspirale raus?

Die Kupferspirale ist ein sehr sicheres Verhütungsmittel, aber bei Frauen, die noch keine Kinder geboren haben, besteht ein höheres Risiko, dass der Körper den Fremdkörper abstößt.

Während der Periode verkrampft sich die Gebärmutter und so fiel sie heraus. Das kann passieren – nicht immer, aber es besteht die Möglichkeit. Frauen, die keine starke und schmerzhafte Periode haben, sollte denke ich keine großen Probleme haben. Außerdem hat nicht jeder so einen krampfigen Uterus wie ich…

Ich war die unglückliche Ausnahme.

Keine Frage, die Kupferspirale schützt sehr gut, aber es können gelegentlich unangenehme Vorfälle geschehen. Daher mein lieb gemeinter Rat:

  • Geht nach 5 Wochen zur Kontrolle!
  • Geht auch nach 10 Wochen zur Kontrolle! Anfangs besteht die höchste Wahrscheinlichkeit, dass sie herausfällt.
  • Geht nach 6 Monaten zur Kontrolle und dann jedes halbe Jahr nochmal.
  • Wenn ihr ein selsames Zwicken spürt, dann wartet nicht ab und lasst euch vo Arztbestätigen, dass sie noch richtig sitzt!

Das wars zu meiner Erfahrung mit der Kupferspirale. Sie fiel nach drei Wochen raus und wurde nach zwei Monaten (als ich einen neuen Termin für eine andere Verhütungsmethode hatte), entfernt. Das Entfernen war übrigens auch ein bisschen schmerzhaft, aber nur kurz und völlig erträglich! Zu mir hat sie leider nicht gepasst. Was aber nicht heißen soll, dass das für alle gilt!

Was sind eure Erfahrungen mit der Kupferspirale? Könnt ihr sie empfehlen?

Genießt euren Tag ♥

4 Kommentare zu „Verhütung und Sicherheit Teil 2: Meine Erfahrung mit der Kupferspirale

  1. Ich freue mich, dass du deine Erfahrungen mit der Kupferspirale jetzt auch geschildert hast, hihi! 😊 auch wenn es keine Guten waren… aber gerade dann ist es natürlich wichtig, andere darüber in Kenntnis zu setzen. Schade, dass dein Körper nicht damit zurecht kam. Ich bin ja sehr zufrieden. Aber jeder Körper ist anders… zum Beispiel habe ich die Nebenwirkungen der Pille ganz schön gespürt. Vielleicht werde ich dazu auch noch einmal schreiben. Auf jeden Fall finde ich den Tipp klasse, dass man regelmäßig zur Kontrolle gehen sollte. Den hattest du mir ja schon einmal in den Kommentaren zu meinen Beitrag gegeben, was wirklich super war. Besser einmal zu viel als einmal zu wenig. Danke auch für Verlinkungen und die lieben Worte. Allerliebste Grüße 😊

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