Verständnislosigkeit und Überheblichkeit von Menschen, die einst im selben Boot saßen

Wenn es Menschen wieder gut geht, vergessen sie einst, wie es einmal war…

Ich erzähle euch hier von meinen Erfahrungen zum Thema Verständnislosigkeit und Überheblichkeit von Menschen, die einst im selben Boot saßen“. Das Boot visualisiert den Zustand, welcher später nicht mehr verstanden bzw. stigmatisiert wird.

Oxymoronchen machte mich vor einiger Zeit auf eine Tatsache aufmerksam, über die ich mir schon seit einiger Zeit den Kopf zerbreche. In meinem Beitrag „Sind dicke Menschen für ihr Aussehen selbst schuld?“ sprach ich über den Kommentar einer Freundin, in dem sie einem Freund seinem unsportlichen Aussehen die Schuld für eine fehlende Beziehung gab. Oxymoronchen hatte ein ähnliches Gespräch mit einer Freundin, die in der Vergangenheit allerdings auch übergewichtig war. Beim Lesen ihrer Worte wurde ich stutzig. Sollte es nicht so sein, dass gerade sie am meisten Verständnis zeigen sollte, weil sie schließlich einst im selben Boot saß?

Sie waren nicht immer die „Schönen“

Auch ich kenne ein paar Menschen, die einst im selben Boot saßen und heute trotzdem abwertend über alle im Boot sprechen…

1. Die „Dicken“ wurden schlank und wählerisch.

Es gibt zwei einst übergewichtige Menschen aus meinem Umfeld, die im Laufe der Pubertät sehr sehr viel Gewicht verloren und schlank wurden (eine von ihnen bekam später leider Magersucht). Aber seit ihrer Transformation schauen sie einen übergewichtigen Menschen nicht mal mehr von seiner Hinterseite an und legen einen besonderen Fokus auf die Optik ihrer Mitmenschen. Für sie wird ein Mensch nach seinem Aussehen gewertet und stigmatisiert.

2. Der Schüchterne wurde zum Player.

Ein ehemaliger Freund  war in seiner Kindheit und Jugend sehr schüchtern und in sich gekehrt. Er machte sich nichts aus seinem Äußeren. Nachdem er sich jedoch vor einigen Jahren bei einem Fitnesscenter anmeldete und sein Aussehen ein völlig veränderte, wandelte sich auch sein Wesen. Er ist gerne überheblich und empfindet diese Bezeichnung auch nicht als Beleidigung. Es schmeichelt ihm, als arrogant, aber gutaussehend bezeichnet zu werden. Schüchterne Menschen sind für ihn „Freaks“.

3. Der „Nerd“ hatte Sex und wurde ein arrogantes überhebliches Arschloch…

Ich kannte einen alten Jungen aus meiner Schule, der zwar sehr unscheinbar aussah, aber einer der liebsten Menschen war, die mir je begegnet sind. Als er mit einer meiner Freundinnen zusammenkam und sie beide das erste Mal körperlich aktiv wurden, veränderte vor allem er sich von Grund auf. Er sprach plötzlich nur noch von Sex, fragte mich nach meinem Verkehr (ich war schon über 18, aber ich war trotzdem noch unerfahren, was mir extrem unangenehm war und ich schon gar nicht mit ihim darüber reden wollte), erklärte mir, wie toll es doch sei und war plötzlich ein arrogantes überhebliches Arschloch (entschuldigt die Ausdrucksweise).

Warum ist das so?

Ich habe leider keine psychologische Erklärung dafür, warum Menschen, die einst auch im selben Boot saßen, nun über andere hetzen! Schließlich kennen sie das exakte Gefühl. Sie saßen einst im selben Boot und nun sind fast schon das Gegenteil.

Vergessen diese Menschen, auch einst so gewesen zu sein? Schämen sie sich für ihre frühere Gestalt, weswegen sie diese weitestgehend ignorieren?

Alle haben etwas gemeinsam.

Die meisten von ihnen kenne ich lange gut genug, um sich mir anzuvertrauen. Und der Kern, den  alle vereinen ist ein niedriges Selbstbewusstsein. Im Innern fühlen sie sich stets unsicher, verstecken ihre Zweifel hinter überheblichen Sprüchen und lassen sich nicht anmerken, dass sie genauso sind.

Nicht alle durchleben diesen Wandel.

Das soll natürlich nicht so heißen, dass das die Regel ist. Dies sind lediglich ein paar Beispiele, die zufällig in ihrer Tiefgründigkeit übereinstimmen.

Mir fallen natürlich noch einige Beispiele ein, die eine große optische Veränderung durchgemacht haben und dennoch auf dem Boden geblieben sind. Ganz gewiss ist es nicht die Regel.

Trotzdem würde es mich interessieren, ob ihr diese Erfahrung auch mal gemacht habt.

Kennt ihr Menschen, die einst im selben Boot saßen und sich dann in das genaue Gegenteil verwandelten? Falls ihr sogar psychologische Gründe kennt, würde ich mich natürlich auch sehr freuen!

Habt ein schönes Wochenende! ♥

 

 

27 Kommentare zu „Verständnislosigkeit und Überheblichkeit von Menschen, die einst im selben Boot saßen

  1. Oh ja. da kenne ich so manchen Pappenheimer… die einst „selbst“ 40-50 Jahre gequalmt haben was die Lunge hergab und sich heute auf jeden Raucher stürzen, weil er bestialisch stinkt und die Umwelt vergiftet!
    LG

    Gefällt 1 Person

      1. Das Problem ist, dass mit dem Aufhören des Rauchens etliche Geruchsknospen reaktiviert werden. Man wird tatsächlich sensibler, aber ganz anders, als sich Raucher es wünschen. Man kann den Gestank tatsächlich nicht mehr ertragen. Deshalb will ich niemanden zum Aufhören zwingen, aber erbitte mir Rücksicht, dass das für mich einfach Gestank ist. Ich stelle mich immer noch zu Rauchern dazu, aber nur draußen 😉

        Was den Gewichts-Jojo angeht, muss ich wohl Glück mit meinen Freunden haben. Wir haben uns alle (ich einschließlich) immer mal in die eine oder andere Richtung bewegt, aber deshalb habe ich weder jemand anderes aus meinem Freundeskreis ausgrenzt noch die mich. Wenn so etwas passierte, hatte das immer andere Gründe.

        Gefällt 1 Person

      2. Dass der Geruch nicht erträglich ist, finde ich verständlich, aber diese Abneigung, das Verurteilen und manchmal auch Hervorheben finde ich sehr schwierig :S

        Wie schön, dass du bei deinen Freunden diese Erfahrung nicht gemacht hast. Das klingt mir nach sehr gesunden und stabilen sozialen Kontakten! 🙂

        Liebe Grüße!

        Gefällt 1 Person

  2. Liebe Mia,

    ich finde, du beantwortest deine Frage nach den Gründen selbst: „Und der Kern, den alle vereinen ist ein niedriges Selbstbewusstsein. Im Innern fühlen sie sich stets unsicher, verstecken ihre Zweifel hinter überheblichen Sprüchen und lassen sich nicht anmerken, dass sie genauso sind.“

    Ich denke, es geht um die eigene Aufwertung durch die Abwertung anderer, und dass sie sich selbst immer wieder zeigen wollen, dass sie anders sind als sie, auf denen sie rumhacken. Dass sie es „geschafft“ haben. Aber eigentlich zeigt es nur, dass sie zwar eines der Symptome (z.B. Übergewicht) erfolgreich bekämpft haben, aber die Ursache (die eigene Unsicherheit aufgrund von mangelndem Selbstbewusstsein) auch in einem schlanken Körper überlebt.

    Liebe Grüße vom Flügelwesen

    Gefällt 2 Personen

  3. Vielleicht ist ein Aspekt der, dass sie völlig verdrängt haben, das es Ihnen einst so erging. Es dann bei einem anderen zu erleben weckt schmerzliche Erinnerungen und zuzugeben das man selbst so war, würde wiederum in den Augen dritter vielleicht schlecht ankommen. Deshalb distanziert man sich und eine abfällige Äußerung zeigt am einfachsten eine Distanz an. Im Prinzip ist es Angst. Mehr nicht. Aber auch nicht weniger. LG

    Gefällt 2 Personen

  4. Ich finde es immer wieder toll, wie du dich in deinen Artikeln mit solchen Themen auseinandersetzt. Spannede Gedanken!
    Es ist ja so: Im Endeffekt sind schüchtern und arrogant, dick und dünn oder was auch immer nur Ausprägungen EINER Sache. Man kann sich wie bei einer Klaviatur hin und herbewegen. Vom spirituellen Ansatz gesehen, ist es das Ziel, sich mit allem auszusöhnen und die Mitte/das Gleichgewicht zu finden. Vom einen ins andere zu fallen, ohne sich wirklich damit auszusöhnen und Frieden zu finden (v.a. auch Bewertungen und Urteile zu unterlassen) hat nichts mit Lernen oder Entwickeln zu tun. D.h. Menschen, die nur im Äusseren von Dick zu Dünn gehen, urteilen noch immer und immer noch Opfer ihres eigenen Bewertungssystems. Sie sind zwar froh, nicht mehr dick zu sein, weil Dick nach ihrem Urteil Versagen bedeutet, aber sie haben das Urpinzip nicht integriert, den Frieden nicht gefunden und sind daher nicht ausgesöhnt. Wer wirklich ausgesöhnt ist und „Es“ wirklich verstanden hat, wird niemals mehr urteilen.

    Gefällt 1 Person

  5. Oha, da hast du aber ein paar gute Beispiel aus deinem Umfeld! Also für mich liegen die beiden Arten – erst einmal selbst von etwas betroffen zu sein und dann über andere zu hetzen – gar nicht so weit voneinander entfernt! Und für mich hast du den Grund ja eigentlich auch schon genannt: fehlendes Selbstbewusstsein! Immerhin haben sich die Leute sehr wahrscheinlich aus dem Grund verändert, dass sie sich selbst nicht akzeptiert haben. Wenn sie sich dann zB körperlich verändern, heißt das nicht, dass sie sich auch mental gewandelt haben. Sie akzeptieren ihr altes ich und dementsprechend auch andere Menschen in dieser Situation immer noch nicht. Mehr noch, sie sind stolz drauf und geben damit an, dass sie es auf die „andere“ Seite geschafft haben. Das Problem ist dadurch trotzdem nicht bewältigt, sondern nur mit künstlichen Selbstbewusstsein überdeckt. Zudem kann Person XY wieder in den alten Status zurückfallen: zum Beispiel, wenn sie wieder zunimmt.

    Gefällt 1 Person

    1. Ich glaube, dass du damit völlig recht hast! Sie hinterfragen vermutlich nicht das System, in dem sie stecken. Ich kenne sogar einen, der damit prahlt wie „hässlich“ er früher war und was für eine Transformation er hinter sich hat. Dass dieses Urteilen grundsätzlich falsch ist, hinterfragen sie vermutlich nicht…ich könnte mir nur vorstellen, dass es schwierig wird, wenn diese Äußerlichkeiten eines Tages nicht mehr da sein würden!

      Danke für deinen interessanten und sehr aufschlussreichen Kommentar! 🙂

      Liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

      1. Ja genau, sie mögen sicherlich sogar, Teil des Systems zu sein und es zu unterstützen! Wobei ihnen vielleicht nicht so wichtig ist, welches System es ist… Hauptsache dabei?
        Ach, das sind auch alles nur Hypothesen. 😀 Jede Person hat natürlich auch ihre eigenen Gründe…

        Liebe Grüße und noch einen entspannten Sonntag! 🙂

        Gefällt 1 Person

  6. Hallo Mia
    Man sollte nicht vergessen, das die meisten Menschen die du so beschrieben hast, selbst verletzt wurden. Nun anzunehmen das sie dadurch Verständnis für Andere, die in gleicher Lage wie sie früher sind entwickeln, ist zwar zu wünschen aber eher unwahrscheinlich. Es hatte ja einen Grund warum sie dick, ein Freak oder ein Nerd waren. Dieser Grund ist nicht verschwunden und die daraus entstandenen Verletzungen sitzen tief. Daher werden sie alles tun, um die Verletzungen und den Grund ihrer Nachteile, zu verdrängen. Dabei hilft es ihnen die Anderen zu verletzen oder herabzusetzen. Es gibt ihnen das Gefühl wie die coolen, die Guten zu sein. Allein aus dem Grund heraus, das sie ihre eigenen Peiniger immer beneidet haben. Sie kopieren sie, weil sie glauben das, das zum cool sein gehört. Irgendwann werden sie wieder Probleme bekommen. Spätestens wenn sie merken das sie damit nicht ankommen. Dann fängt das selbst hinterfragen wieder an. Und da sie nichts gelernt haben, werden sie entweder zu dem was sie einst waren oder sie betäuben sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mittel. Daher sollten sie einem eher Leid tun als das man sie verdammt.

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für deinen Kommentar! Du hast ehrlich gesagt einen Punkt aufgezeigt, den ich vorher gar nicht so beleuchtet habe! Diese Vergangenheit hinterlässt natürlich ihren Narben und kann sich zu einem Teufelskreis entwickeln…Allerdings ist es trotzdem keine Rechtfertigung für mich. Wir haben trotz allem einen gesunden Menschenverstand und entscheiden über unser Handeln. Wie wir Menschen sehen, sagt viel über uns aus.

      Liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

      1. Liebe Mia
        Wenn das mal so einfach wäre Unsere Psyche hat ihr ganz eigenes Leben Es kann sehr gut sei, das diese Menschen, wenn sie Nachts alleine in ihrem Bett liegen, sehen können wie sie sich verhalten. Am nächsten Morgen ist das aber wieder weg. Ihr Unterbewusstsein lässt nicht zu das sie sich anders verhalten. Dazu müssten sie eine Therapie machen. Denn auch in diesen Menschen arbeitet die Angst. Die Angst wieder so zu werden wie sie waren. Das Unterbewusstsein möchte das nicht. Auch ihr Bewusstsein möchte das nicht. So scheint der einzige Weg dem zu entgehen, so zu sein wie die, die sie früher fertig gemacht haben. Es ist ein Teufelskreis aus dem die Wenigsten allein entkommen. Mit einfach denken ich benehmen mich jetzt anders, funktioniert das nicht. Sag mal zu einem Menschen mit Panikattacken er soll einfach denken das die Angst verschwinden soll. Funktioniert nicht. Jede Auswirkung hat eine Ursache und die Meisten bedürfen Fachmännischer Hilfe. Meinst du wirklich das der Nerd der immer so lieb war, über Nacht zum Egoist wurde weil er sich das vorgenommen hatte? Mit Sicherheit nicht. Der gute Mensch ist immer noch in ihm aber die Angst verbietet ihm wieder so zu sein. Denn was hat er gelernt in der Zeit als er ein Nerd war? Sich selbst zu verachten. Möchte das Irgendwer freiwillig?

        Gefällt 1 Person

      2. Ich finde es sehr schön, wie einfühlsam deine Sicht ist! Die Psyche ist durchaus komplex und nicht leicht zu durchschauen/ oder etwas daran zu verändern. Aber mit dieser Sichtweise könnte man alles schlechte auf der Welt rechtfertigen. Denn auch dort gab es vorher einen psychischen Auslöser. In diesem Bereich sind wir jedoch oft weniger tolerant…das soll nicht heißen, dass sie mir nicht leidtun. Aber gleichzeitig machen Sie mich auch ein wenig sprachlos…

        Liebe Grüße!

        Gefällt 1 Person

  7. Jetzt haben schon so viele andere Leser*innen hier kommentiert, und vieles ist geschrieben worden, was mir auch durch den Kopf gegangen ist, nachdem ich Deinen sehr interessanten Eintrag gelesen habe, liebe Mia.

    Ich meinerseits möchte das Thema doch noch ein bisschen erweitern. Und komme dazu auf diese Frage von Dir zurück:

    „Kennt ihr Menschen, die einst im selben Boot saßen und sich dann in das genaue Gegenteil verwandelten?“

    Mir sind, übrigens leider gar nicht so wenige, Menschen begegnet, die einst nur ein sehr bescheidenes Leben zu führen in der Lage waren, manche gar eins, mit Entbehrungen, die dann , teils recht plötzlich, teils Schritt für Schritt, zu Wohlstand gekommen sind, und damit „andere Menschen“ geworden sind. Solche, die mit den „Unteren“ nichts mehr zu tun haben woll(t)en, die sich nun für größer und „besser“ halten und zum Teil sogar verächtlich und überheblich über jene sprechen, denen es nicht sio gut geht oder die diese Menschen schlicht „verdrängen“.

    Dann gibt es jene, die ihre Anschauungen und Werte einfach nach dem Wind ausrichten, der gerade weht. Ich meine nicht diejenigen, bei denen sich tatsächlich im Laufe der Zeit, durch Erfahrungen, Einsichten aus- oder weiterbilden, die manche frühere Einschätzung also ganz seriös weiterentwickeln oder auch korrigieren. Ich meine Menschen, die sich mehr oder weniger bewusst oder bereitwillig ver- oder gar irreleiten lassen. – Ich denke da an die Zeit der Weimarer Republik, ich denke da an die Zeit des Endes der DDR, ich denke dabei (leider MUSS man das, finde ich) auch an heute.- Es ist so schön bequem mit dem Mainstream zu schwimmen, da gibt man frühere Haltungen gern vorher an der Garderobe zum Eintritt ins neue moderne Theater ab.

    Und ja, es gibt auch Menschen, die einmal selbst an einer Krankheit, Beeinträchtigung gelitten haben, und die in ihrem „neuen“ Leben dann sehr hart oder gar ungerecht werden. Unter anderem zähle ich dazu diejenigen, die selbst einen Wandel, die Überwindung einer Krankheit hinbekommen haben, und plötzlich anderen, die das nicht oder nicht so schnell schaffen, anfangen, den Willen dazu abzusprechen.-

    Zu möglichen psychischen Ursachen solcherart Verhaltenswandels ist hier auch schon einiges geschrieben worden.

    Ich finde, dass man die Ursachenproblematik nicht verallgemeinern kann und sollte. Ja, häufiger werden Minderwertigkeitskomplexe eine Rolle spielen, auch Vermeidungsbestrebungen, mangelndes Selbstwertgefühl.

    Andererseits habe ich etliche Menschen kennenlernen dürfen, die wahrlich kein großes Selbstbewusstsein bzw. Selbstwertgefühl hatten und haben, die aber ihr Negativerleben, ihre leidvollen Erfahrungen, ihr unsicher Sein vor allem in eins umgewandelt haben: in Liebe und ein Verhalten des verstehen und unterstützen Wollens.

    Insofern glaube ich, dass Erziehung und Charakterbildung (dabei ist schließlich nicht NUR das Elternhaus ein wichtiger Faktor) eine besonders große Rolle spielen, wenn wir nach den Ursachen für sich so wandelndes Verhalten fragen.

    Insgesamt ist das Ganze eine sehr komplexe und schwierige, aber halt auch sehr interessante Thematik. Schön und typisch 😉 , dass Du das hier aufgegriffen hast, liebe Mia!

    Ganz viele, nur liebe, Grüße an Dich ❤ !

    Gefällt 3 Personen

    1. Ich freue mich immer sehr, wenn du meine Themen „erweiterst“ uhnd mir deine persönliche Meinung dazu sagst! Diese war wieder eine sehr schlüssige, der ich absolut zustimmen kann! Danke für deinen interessanten Kommentar, lieber sternfluesterer!

      Liebe Grüße! ❤

      Gefällt 1 Person

  8. Ich denke auch, verallgemeinern ist bei dieser Thematik schwierig. Und natürlich kenne ich solche Pappnasen auch. Manche Kollegen haben den Beruf verlassen und lästern nun ab über diejenigen, die es nicht getan haben. – Da ist offenbar die Perspektive ein wenig schief geworden. Weil diejenigen einen für sie notwendigen Schritt bewältigt haben und denken, alle anderen müßten es genauso sehen und genauso handeln. Sie fühlen sich als „Wissende“ – und merken gar nicht, daß sie nur das Boot gewechselt haben, um in Deinem Bild zu bleiben.
    Da bleibt nur Schulter zucken oder Kopfschütteln und diese Leute ein Stück weti „abhaken“.

    Gefällt 1 Person

  9. Ich kenne das Phänomen auch! Z. B. Mädels, die früher dick waren und jetzt schlank und nun besonders hart gegen dickere Frauen urteilen. Meiner Meinung nach haben sich die jetzt Schlanken am eigenen Zopf aus dem Sumpf (in dem Falle das Dicksein) herausgezogen und wissen somit, dass man sehr wohl einen Einfluss darauf hat, wie man aussieht. Dass man in den meisten Fällen wirklich nur Disziplin braucht, um schlank zu werden. Deshalb bezeichnen sie heute die Dickeren als disziplin- und antriebslos! Einfach, weil sie selbst ihren inneren Schweinehund überwunden haben und ihren Körper nach ihren Wünschen verändert haben.

    Gefällt 1 Person

      1. Nicht vieles. Ich bin durch Zufall schlanker geworden. Und dann hat mich der Zwang schlank erhalten, nicht die Disziplin.

        Es ist leicht zu sagen, dass den Menschen Disziplin fehlt, aber für dicke Menschen ist es unglaublich schwer abzunehmen, zumal einige genetisch dick sind und auch so bleiben.

        Disziplin allein reicht nicht – es braucht oft viel Unterstützung, ein angenehmes Umfeld, Liebe und der eigene Wille!

        Liebe Grüße!

        Gefällt 2 Personen

      2. Der eigene Wille ist für mich entscheidend dafür, wie viel oder wenig Disziplin jemand aufbringt! Also der eigene Wille muss stark genug zu sein, etwas zu erreichen oder zu ändern, etwas zu tun oder zu lassen, das kann große Disziplin erfordern.

        Ich glaube auch nicht, dass so viele Menschen genetisch dick sind, viele sind wohl eher zu willensschwach, um etwas zu ändern. Oder sie brauchen das Essen, um etwas anderes zu kompensieren.

        Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s