10 Tage voller Albträume – Was tun?

Albträume verfolgen uns in der Nacht. Sie verfolgen uns in der Nacht und lassen uns mit einem angsterfüllten Gefühl aus dem Schlaf hochschrecken. Ich habe eigentlich nicht viele Albträume, aber nach dem 10. Tag infolge habe ich mich nun dazu entschieden, einen Beitrag darüber zu schreiben.

Meine Albträume sind skurril.

Mal sind sie hochgradig absurd, mal unvorstellbar gruselig. Oft kann ich erahnen, warum ich sie träume (z.B., weil ich vor ein paar Tagen an eine ganz bestimmte Person gedacht habe), aber diesmal lassen sie sich kaum erforschen. Oft vergesse ich den Zusammenhang kurz nach dem Aufstehen, aber der Knoten im Bauch bleibt noch Stunden später bestehen.

Albträume trotz glücklicher Atmosphäre

Es ist nicht so, dass es hier besonders stressig ist und ich selbst im Schlaf keine Ruhe finde. Nein, ich bin im Urlaub und bis auf die Tatsache, dass ich in einem anderen Bett schlafe (was mir vorher auch nie Probleme gemacht hat), geht es mir hier gut. Ich erhole mich ein wenig vom Alltag und genieße den Tapetenwechsel in der Natur. Deshalb wundert es mich, dass ich ausgerechnet hier, an diesem so idyllischen Ort so schlecht schlafe.

Albträume sind „normal“? Wohl kaum…

Ja, es ist völlig natürlich mal schlecht zu träumen. Aber nach 10 Tagen infolge finde ich es schon deutlich verdächtig und frage mich, woran das wohl liegen mag. Es ist meiner Meinung nach nie gut, sich innerhalb eines Extrems zu befinden.

Holt der Alltagsstress mich im Urlaub ein?

Manchmal, wenn alles vorbei ist und ich die Zeit finde, um mich zu erholen, werde ich krank. Besonders berühmt sind dafür die Anfangsferien nach der Klausurphase. Ich funktioniere so lange, bis ich nicht mehr funktionieren muss.

In diesem Fall wundert es mich allerdings, weil ich mir als Präventivmaßnahme bereits viele Pausen in meinem Leben genommen habe und es nun deutlich entspannter ist als zuvor. Nun stellt sich mir die Frage, ob das alles trotzdem nicht reicht. Ob mein Alltag trotzdem noch zu hektisch, zu stressig, zu angsterfüllt ist. Weitere Pausen kann ich mir allerdings nicht nehmen, ich muss eine andere Lösung finden!

Mein Gefühl gilt all denjenigen, die tagtäglich mit Albträumen kämpfen müssen!

Nach 10 Tagen voller Albträume fühle ich mich ausgelaugt, erschöpft und vor allem so unendlich müde. Deshalb will ich mir gar nicht ausmalen, wie schwer es für all diejenigen sein muss, die jede Nacht schlecht träumen. Wo kommen wir endlich zur Ruhe, wenn nicht im Schlaf? Und was, wenn uns selbst das weggenommen wird?

Ich muss handeln!

Was ihr von Träumen halten mögt, ist euch selbst überlassen. Betrachtet sie als Tor zu eurer Seele, als mystische Vision oder als Reflektion des Unterbewusstseins. Für mich entstehen die Albträume definitiv nicht ohne Grund, auch wenn mir dieser noch nicht ganz bewusst ist. Tief in mir merke ich manches, bevor es mein Bewusstsein erreicht.

Und nach reiflicher Überlegung ist mir klar geworden, dass ich mich wieder auf eine Therapeutensuche begeben muss. In meinem Beitrag Therapeutensuche: „Bitte haben Sie Geduld.“ hatte ich euch von der frustrierenden Suche erzählt. Allerdings fand ich auch Monate später nichts und als mein Alltag sich immer normaler anfühlte, glaubte ich schon fast, ich bräuchte keine mehr. Deshalb bin ich diesen Albträumen gewissermaßen dankbar. Denn sie habe mir klargemacht, wie viel Angst noch tief in mir schlummert und dass diese behandelt werden muss!

Leider habe ich keine Tipps, um sie weiterzugeben, aber ich würde mich sehr darüber freuen, wenn ihr eure für mich und alle anderen hier teilen könnt. Ansonsten hoffe ich natürlich, dass ihr keine Probleme mit dem Schlaf habt?

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6 Kommentare zu „10 Tage voller Albträume – Was tun?

  1. Drüber reden. Es gibt Menschen, die kennen die Symbolik hinter den Inhalten. Das hat mir geholfen. Auch, wenn ich sehr skeptisch war und bin. Reden half. Und hilft.
    Welche Träume hast Du? Schreibe sie auf und versuche herauszufinden, was was bedeuten könnte. Ein Wolf für einen Menschen, der großen Einfluss auf Dich hatte? Ein Flug, weil Dich etwas am Fuß hindert, Dich zu entfalten?
    Einen erkenntnisreichen Sonntag wünsche ich Dir Mia, Olaf

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    1. Danke für deine tollen Tipps! Ich habe schon öfter mal von einem Traumtagebuch gehört, es aber noch nie versucht, weil ich mich am Morgen meistens an nichts mehr erinnere (bis auf das Gefühl). Aber vielleicht hilft es tatsächlich den Ursprüngen auf den Grund zu gehen!

      Gefällt 1 Person

  2. Albträume!!! – ich könnte (leider) Bücher damit füllen. – Dass Du an so vielen Tagen hintereinander von derartigen Träumen geplagt wirst, gefällt mir gar nicht. Die Vorstellung, öffnet einer Teilerinnerung an meine schlimmsten Zeiten die Tore.

    Nun will ich Dir alles, nur Dir keine Angst machen, liebe Mia. Aber es ist, so wie Du damit schon begonnen hast, einer aufmerksamen Beobachtung und Beachtung würdig, was Du da gerade erleben musst.

    Dass das in einer Phase aufkommt, in der Du schon längere Zeit nicht mehr ganz so unter äußerem Druck stehst, überrascht mich schon ein bisschen – in Erholungsphasen nach zeiten extremer Anstrengung und Anspannung ist so etwas „typischer“. – Aber egal wie, die Träume sind da, und sie dürfen nicht bleiben oder wiederkommen. Mindestens nicht im gegenwärtigen Ausmaß.

    Meine sind signifikant weniger geworden, nach und nach, während der letzten 2 – 3 Jahre. Gefeit vor ihnen bin ich freiolich nach wie vor nicht, und ich bemerke auch, wie sie im Zusammenhang mit für mich anstrengenden oder triggernden Situationen sogleich wieder präsenter sind.

    Dass sie insgesamt weniger geworden sind, schreibe ich im Wesentlichen drei Faktoren zu:

    Ich bin in Therapie gegangen.

    Diese Therapie wurde durch ein Medikament unterstützt (das ich freilich bis heute, auch nachdem die Therapie seit 1 1/2 Jahren vorbei ist, nehmen muss.)

    Und ich versuche wenigstens darauf zu achten allzu für mich schwierige Situationen, wie z.B. Konflikte, extreme Arbeitsbelastung, Situationen, von denen ich meine, dass sie mich triggern (vor allem im Sinne meiner Angstempfindungen) könnten, zu meiden oder wenigstens zu minimieren. Das gelingt mal mehr mal weniger, was auch mit den jeweiligen Umfeldern und der eigenen Gesamtverfassung zu tun hat.

    Ja, und ich habe mich auf einige Veränderungen eingelassen, diese sogar auch schon selbst bewirkt, was nach wie vor ganz schwer für mich war und ist und ich auch nicht wirklich umfassende, generelle Erfolge dadurch sehe. Aber immerhin kleine.

    Und die blöden, die ganz schlimmen Träume sind eben weniger geworden.

    Schön zu träumen vermag ich freilich nach wie vor nicht. Das ist schon soooo lange her …

    Aber ich weiß, dass ich wohl nicht alles haben kann.

    Soweit meine Erfahrungen und meine „Gegenstrategien“ – so in aller Kürze.

    Ich bin sehr gern bereit, JEDERZEIT, weiter mit Dir darüber im Austausch zu bleiben. (Du kennst ja ALLE Möglichkeiten 😉 ), weil mich das Thema sehr lange sehr intensiv begleitet und beschäftigt und gequält hat.

    Mit dem Traumdeuten tue ich mich schwer. Einige meiner eigenen Träume vermochte ich mit der Zeit ein wenig zu interpretieren. Ich denke aber, dass es keine allgemeingültigen Interpretationen gibt, bzw. dass man damit sehr vorsichtig sein muss und dazu professionelle Unterstützung haben sollte. Jeder Mensch ist anders, auch die Ursachengeflechte, die in ihm schlummern. – Das zu beachten, halte ich für unbedingt beachtenswert.

    Von so „Traumdeutungsliteratur“ halte ich ganz und gar nichts. Damit lässt sich trefflich Geld verdienen. Aber sonst …

    Liebste Grüße und einen Strauß schöner Träume für Dich 💐, meine liebe Mia! ❤

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    1. Dem ist kaum was hinzuzufügen, lieber sternfluesterer. Albträume sind schrecklich und du weißt am besten, welche Macht sie haben können! Deine drei Tipps dagegen gefallen mir jedoch sehr! Vor allem der dritte hat mich darin bestärkt, Veränderungen weiterhin zuzulassen!

      Ganz liebe Grüße! ❤️

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  3. Mit irgendetwas sind Du und/oder Dein Unterbewußtsein noch nicht „fertig“. (Und ich will gar nicht auf irgendwelche Symboliken etc. anspielen!) – Darüber zu reden oder hier zu schreiben, wäre eine Möglichkeit. Du nutzt sie ja bereits. – Und vielleicht gelingt es Dir, zu solch einem Grad von Müdigkeit zu gelangen, daß Dein Unterbewußtsein auch schlafen möchte?

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