Der Stress geht einfach nicht weg? Über die Anspannung im Inneren

Vor einer Weile habe ich mir vorgenommen, den Stress in meinem Leben zu reduzieren. Dabei fiel mir auf, dass der Stress trotzdem nicht wegging, weil er sich in meinem Innern befand.

In meinem Beitrag Ist Freizeit Zeitverschwendung? Die Folgen unserer Gesellschaft habe ich bereits darüber geschrieben, dass ich nicht nur leben will, um zu arbeiten, sondern andersherum. Allerdings habe ich festgestellt, dass es gar nicht so leicht ist, festgesetzte Muster aufzubrechen, vor allem, wenn ich es auf die falsche Weise versuche.

Eigentlich dachte ich, dass ich mich auf dem richtigen Weg befand.

Nach meiner Bachelorarbeit fühlte ich mich körperlich und seelisch wie ausgelaugt. Also setzte ich ein ganzes Semester lang aus. Ich unterbrach das Studium meiner Gesundheit zuliebe, auch wenn es mir alles andere als leicht fiel. Mit einem Mal hatte ich so viel Zeit wie nie zuvor. Endlich konnte ich Arztbesuche auf den Vormittag legen. Endlich hatte ich Zeit, um unter der Woche einkaufen zu gehen. Endlich konnte ich meine ganzen Papiere sortieren. Und vor allem hatte ich endlich Zeit, um in Ruhe mein Buch zu schreiben.

Ihr seht schon, ich suchte mir weiterhin Stress in meinem Leben. 

Doch damals merkte ich es noch nicht. Ich glaubte fest daran, dass ich mir etwas Gutes tat, das Studium zu unterbrechen, und dass es mir im nächsten Semester bestimmt besser gehen würde.

Doch das tat es nicht. Der Stress wurde nicht weniger. Es war paradox, denn jetzt, wo ich so viel Zeit hatte wie noch nie, hatte ich trotzdem genauso viel Stress. Selbst wenn ich nichts auf meiner TO DO Liste  hatte – erst recht, wenn ich nichts zu tun hatte – fühlte ich mich gestresst.

„Wann sind sie mal nicht gestresst?“, fragte mich meine Therapeutin neulich.

Darauf wusste ich keine Antwort. Mir wurde klar, dass ich immer gestresst bin. Mein Kopf arbeitet permanent, außer, wenn er schläft. Selbst, wenn ich mich auf den Balkon lege und die Sonne genieße, bin ich gestresst und fühle mich schlecht, weil ich zu viel „gammele“,

Bei Instagram habe ich vor Kurzem einen Post verfasst, in dem ich darüber geschrieben habe, wie ich süchtig nach dem Stress geworden bin. Ich brauchte den Stress und konnte nicht mehr ohne. Zu viel Freizeit fühlte sich falsch an. Gleichzeitig war ich auch nicht glücklich mit all dem Stress, denn wer arbeitet schon gern ohne Pause und sehnt sich nicht nach etwas Ruhe im Leben?

Der Stress war innen, nicht außen. 

Ich ging meine Stressbewältigungsstrategie völlig falsch an. In dem ich die Uni pausierte, verschwand der Stress nicht. Der innere Antrieb war nach wie vor da und blieb entweder auf zerstörerische Weise unbefriedigt, oder ich gab ihm wie eine Süchtige nach und füllte mein Leben mit Arbeit.

Warum brauche ich diesen Stress?

Wie so oft komme ich mit meinem Lieblingswort Reflexion. Wir müssen unser Leben, unser Handeln, aber auch unsere Gefühlswelt reflektieren. Was fühlen wir gerade? Warum fühlen wir so? Welche Strategien kann ich anwenden, damit es mir besser geht?

Meine Therapeutin hat mir geraten, mit dem Meditieren zu beginnen, um meine ständig ratternden Gedanken mal ruhig zu stellen. Ich habe keine Erfahrung mit Meditation, auch, wenn ich mich von Zeit zu Zeit an etwas Achtsamkeit versuche. Trotzdem möchte ich es ausprobieren – es kann ja nicht schaden! Mein Erfahrungsbericht folgt also demnächst.

Außerdem versuche ich mich regelrecht dazu zu „zwingen“, nichts zu tun. Ich ordne mir an, nach 18 Uhr nicht mehr zu arbeiten, selbst, wenn ich noch so gerne will. Danach versuche ich den Abend zu „genießen“ und mich mit Freizeit zu beschäftigen, auch, wenn es sich manchmal so anfühlt, als würde ich die Freizeit „ertragen“ müssen. Des Weiteren versuche ich mich auf eine Sache zu konzentrieren, nicht auf mehrere. In meinem Beitrag Fernsehen als Selbsttherapie schreibe ich übrigens mehr darüber.

Wie geht es euch damit? Kennt ihr das Gefühl von innerem Stress? Was sind eure Bewältigungsstrategien?

PS.: Mein Buch „Zwischen meinen Worten“ ist jetzt erhältlich!

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18 Kommentare zu „Der Stress geht einfach nicht weg? Über die Anspannung im Inneren

  1. Eine Antwort auf Deine Fragen fällt mir gar nicht so leicht.

    Spontan hätte ich eben fast gleich losgeschrieben: Ja klar, kenne ich das mit dem inneren Stress.

    Aber abgesehen davon, dass mir keine wirklich erfolgreiche Bewältigungsstrategie gegenwärtig werden wollte, wurde mir dann bewusst, dass es so viele unterschiedliche Auslöser und Facetten von innerem Stress geben kann, dass darin mein Problem mit einer „einfachen“ Antwort begründet liegt.

    Ich versuche also, ein bisschen zu sortieren:

    Das Gefühl von innerem Stress kenne ich zur Genüge. Ich kenne, andersherum, kaum Zeitabschnitte, in denen ich keinen inneren Stress verspüre. In mir ist permanent ein Druck, eine Unruhe – und die bekomme ich tatsöächlich bislang immer nur für kurze Zeiten etwas in den Griff, nie aber nachhaltig.

    Dass das so ist, hat, glaube ich mit der bzw. den Ursachen zu tun, die den inneren Stress hervorrufen und am Brodeln halten. Und die liegen in meinem Fall eindeutig in meiner zweiseitig bedingten psychischen Erkrankung. Die Mischung aus generalisiertem Angstempfinden und Depressivität MACHT und IST permanenter innerer Stress.

    Die Frage nach Bewältigungsstrategien ist die Frage nach dem Weg oder den Wegen meiner Gesundung, also so ziemlich die komplexeste und komplizierteste für mich. Und auf diese Frage habe ich nach Jahren, mit und ohne professionelle Unterstützung, denn auch immer noch keine derartige(n) Antwort(en) gefunden, die die Stresszustände tatsächlich nachhaltig mildern oder gar ganz beenden könnte(n).

    Es gibt schon Dinge und Menschen, in und bei denen ich Unterstützung und Entlastung erfahre, und diese sind mir ebenso wichtig wie ich sie schätze, aber eine wirkliche Strategie, die zudem vor allem aus mir selbst heraus erfolgreich wirken könnte, habe ich bislng so gar nicht finden bzw. anwenden können.

    So wäre ich selbst für jede Anregung, jeden Tipp, in dieser Richtung sehr, sehr dankbar.

    Das Stichwort „Meditation“ begegnet mir in diesem Zusammenhang hier in Deinem Eintrag nicht zum ersten Mal. Ich gestehe, dass ich mich damit sehr, sehr schwer tue. Um so mehr, bin ich sehr interessiert daran, welches Deine Erfahrungen sind, wenn Du es tatsächlich damit probierst.

    Ich fürchte, meine Gedanken waren heute nicht wirklich hilfreich für Dich und letztlich nicht mehr als der Ausdruck meines nachvollziehen Könnens Deines Empfindens.

    Ich wünsche Dir sehr, dass Dein innerer Stress weniger wird, dass Du ihn wenigstens immer mal wieder oder teilweise besiegen kannst, am besten aber, dass Du ihn ganz in die Flucht zu schlagen vermagst.

    Viele sehr liebe Grüße an Dich! 💖

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    1. Danke für deine Worte, lieber sternfluesterer! Deine Gedanken sind immer hilfreich, denn deine Zustimmung sagt mir, dass ich nicht alleine dastehe!

      Ähnlich wie bei dir fallen mir die Bewältigungsstrategien besonders schwer. Falls ich irgendwann mal weiß, inwiefern man diesen Stress kanalysieren kann, lasse ich es dich sofort wissen!

      Liebe Grüße! ❤

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  2. Ich kenne diesen inneren Dauerstress auch und ehrlich gesagt kann ich mir ein Leben ohne Stressgefühl kaum vorstellen, immerhin stresst mich schon der Gedanke, nichts zu tun und zu entspannen.

    Ich überlege gerade, wann ich das letzte Mal eine längere Phase hatte, in der ich wirklich nicht gestresst war. Mein erster Impuls wäre gewesen zu schreiben, als ich das letzte Mal im Urlaub war, doch das stimmt auch nicht wirklich, denn da rattern Zeitpläne und die Angst, einen Bus, Zug, was weiß ich zu verpassen. Wobei ich aktuell auch merke, dass ich diese Klausurenphase weniger gestresst bin, als sonst.

    Bei mir hängt Stress wahrscheinlich oft mit Perfektionismus, Selbsterwartungen und einem zu hohen (und falschem) Verantwortungsgefühl zusammen. Dabei tritt der Stress dann auch nicht nur in „Leistungsbereichen“ ein, sondern auch in der Freizeit.
    Und klar, man kann jetzt auch wieder fragen, was genau Stress für einen individuell bedeutet und wie man bemerkt, dass man gestresst ist. Und man könnte auch diskutieren, inwiefern soziale Medien, Technik, dauerhafte Erreichbarkeit, Werbung, … zum Stress beitragen, aber auch welche Rolle das Geld, die Arbeit, Uni, Schule spielt.
    Und (wie du ja auch in deinem Instagram Beitrag geschrieben hast) spielen auch die Hormone mit rein und gerade wenn der Körper auf Dauerstress eingestellt ist, dauert es sehr lange, bis er von diesem Hormonpegel wieder weg ist. Eine andere Sache die mit hinein spielt, ist neben den Hormonen wahrscheinlich auch die Vernetzung des Gehirns, immerhin verbinden sich je nach dem, was am meisten „trainiert“ wird, die Neuronen unterschiedlich und erzeugen dadurch bestimmte automatische Muster.

    Was ich dieses Semester ausprobiert habe und was mir manchmal ganz gut hilft, ist autogenes Training und bewusste Atemübungen. Bei Aufgaben hilft es mir, mir meinen Fortschritt vor Augen zu halten und mich nicht auf das zu fokussieren, was alles noch nicht gemacht ist. Wenn ich den Stress körperlich merke (Verspannungen) hilft mir manchmal eine halbe Stunde mit Entspannungsmusik auf meiner Akupressurmatte. Oder Binaural Beats, wobei ich mir da nach wie vor noch nicht sicher bin, inwiefern es einfach nur Placebo ist 😀

    Liebe Grüße!

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    1. Ja, ich weiß auch nicht, wann ich mal keinen Stress habe ^^ Wie du sagst, kann selbst Urlaub manchmal stressig sein! Selbst wenn ich fünf Minuten lang nichts zu tun habe, bekommt mich der Impuls, auf mein Handy zu schauen oder mich auf sonstige Weise zu „stressen“…

      Das mit den Atemübungen versuche ich derzeit auch, weil ich durch den Stress stichähnliche Herzschmerzen bekomme, die ich komischerweise immer nur dann bekomme, wenn mein Leben ruhiger wird und der innere Stress zum Vorschein kommt…Entspannungmusik hilft mir leider weniger, denn die stresst mich absurderweise noch mehr 😀

      Danke für deinen Kommentar! Liebe Grüße!

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  3. Liebe Mia

    Dein Text spricht mir in diesen Tagen aus dem Herzen! Ich habe einen wahnsinnig starken inneren Stress. Mein Herz fühlt sich dauernd schwer an, wenn ich mich schlafen lege, spüre ich ein Stechen im Rücken auf Höhe des Herzens und mein Bauch schmerzt von der Anspannung. Ich habe lange gebraucht um zu merken, dass ich eigentlich dauernd innerlich gestresst bin. Denn früher war das nicht so. Ich habe studiert, und ja, natürlich hatte ich sehr stressige Phasen. Doch ich habe mich lebendig gefühlt, weil danach auch wieder der Ausgleich, die Baumel-Zeit kam.

    Im Oktober 2018 bin ich Mama geworden. Die ersten Monate waren tatsächlich unglaublich stressig. Da war der Stress sowohl Äußerlich, wie auch innerlich. Dann bin ich zu meinem Mann nach Ecuador gezogen. Hier haben wir eine Haushälterin, die mir viel Arbeit abnimmt. Morgens kann ich also aus dem Haus, und dem Nachhängen, was ich möchte. Am liebsten würde ich arbeiten, da wir finanziell in einer schwierigen Situation sind. Doch in diesem Dorf hier ist es schwer Arbeit zu finden. Also versuche ich meine Morgen mit Entspannen, Schreiben, Kreativität, Haushalt etc. zu füllen. Doch irgendwie fehlt etwas. Und ich merke, dass ich trotz der Hilfe, gestresst bin. Sogar gestresster als zuvor. Denn die Zeit mit etwas sinnvollem zu füllen, kann unglaublich stressig sein.

    Mein Neujahrsvorsatz war es, den inneren Stress etwas loszulassen. Die Bauchmuskeln öfters aktiv zu entspannen. An manchen Tagen gelingt mir das, und ich kann meinen Sohn viel aktiver geniessen. An anderen folgt mir der Stress bis tief in die Nacht hinein..

    Ich denke, dass für uns Menschen etwas vom Schwierigsten ist, sich nutzlos zu fühlen. Nichts sinnvolles zu tun (angeblich). Es braucht viel Zeit die eigene, balancierte Schiene zu finden. Es geht ja auch gar nicht drum 24 Stunden gar nichts zu tun. Es geht darum, etwas zu tun, was einem gut tut und in den Pausen, in denen man nichts tut, richtig abschalten zu können.. Oder? Einen ganzen Monat nur Baumeln, ohne Struktur und Richtung ist, denke ich, für niemanden entspannend. Aber die Balance ist es wohl..

    Ich wünsche euch allen viel Erfolg im Loslassen, und hoffe, dass ich es auch bald wieder bessere kann 🙂

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    1. Danke für deinen ausführlichen Kommentar! Und Glückwunsch zum Nachwuchs! Ich kann mir vorstellen, dass die Welt jetzt erst mal Kopf steht! All deine Symptome (Anspannung, innere Unruhe usw.) kommen mir sehr bekannt vor…Natürlich wünsche ich mir, dass du mit der Zeit eine gewisse Balance in deinem Leben finden wirst. Das dauert natürlich eine Weile, denn der über Jahre andauernde Stress verpufft leider nicht von einen Tag auf den anderen. Aber das Wichtigste ist, das eigene „Problem“ anzuerkennen und sich und sein Handeln immer zu reflektieren.

      Alles Gute nach Ecuador (hoffentlich habt ihr besseres Wetter als in Deutschland) und Liebe Grüße!

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  4. Hallo!

    Ich habe in meiner Therapie auch über das Thema gesprochen. Es ist typisch für PTBS – mein Therapeut sagt: „Wenn es draußen leise wird, wird es innen laut“.

    Deshalb versuchen Menschen mit traumatischen Belastungen es draußen nicht leise werden zu lassen, damit es innen nicht laut wird.

    Der (selbst) geschaffene Stress – das ständige Tun – halten den Menschen davon ab zu spüren, was sich im Inneren abspielt. Und das ist laut. Das tut weh. Das ist mitunter nicht zu ertragen. Der äußere Stress ist daher das geringere Übel.

    Wer gegen dieses System etwas tun will muss damit umgehen lernen, was das Innere sagt, wenn es draußen leise wird.

    lg, Maria

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  5. Ich glaube, die meisten Menschen haben irgendwie solche Themen, die sie auch über das gesunde Maß heraus antreiben. Für die einen bezieht es sich mehr auf berufliche Leistungen für andere mehr auf soziale Verpflichtungen und für wieder andere auf ganz andere Themen. Jeder von uns hat natürlich gewisse Verpflichtungen und wir lernen von klein auf, dass die Erfüllung unserer Bedürfnisse nach Anerkennung und Bindung eng damit zusammen hängen, ob wir diese Verpflichtungen erfüllen. Soweit ist das erstmal normal, da wir eben in einer Gesellschaft leben und da irgendwie jeder seinen Teil dazu beitragen muss… Allerdings, wie genau diese Verpflichtungen aussehen, das ist nicht so klar definiert und gerade in nicht 100%ig gesunden Elternhäusern lernen wir, uns für Dinge verpflichtet zu fühlen, die eigentlich gar nicht so wirklich fair uns gegenüber sind. Wir lernen dann, dass uns unsere Bedürfnisse vorenthalten werden, wenn wir diese vermeintlichen Pflichten nicht erfüllen. In meinem Fall ist da z. B. eine sehr starke gefühlte Pflicht, anderen keinen Anlass zur Sorge zu geben – was nun nicht gerade hilfreich und produktiv ist ^^.

    Wie man das jetzt los wird, daran arbeite ich im Moment auch noch mit meiner Therapeutin… Ich glaube, man kann nur eben mit viel Reflexion auseinander klamüsern, welche gefühlten Verpflichtungen auch wirklich welche sind und welche uns unfairerweise zugeschoben wurden und uns dann langsam mehr und mehr davon distanzieren… Und dabei vorsichtig lernen, die damit bei uns verknüpften Bedürfnisse dennoch zu erfüllen (und erfüllen zu lassen)… Aber, wie gesagt, das ist bisher nur Theorie und an der Praxis harpert es bei mir auch noch ordentlich ^^.

    Liebe Grüße!

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  6. Hallo liebe Mia,
    Ich habe meine Erfahrungen mit Meditation gemacht und kann den Rat deiner Therapeutin sehr unterstützen.

    Mir hat ein Meditationskurs in Vipassana Meditation sehr geholfen! V.a. bei dem Thema „Loslassen“ bin ich durch den Kurs sehr viel weiter gekommen.

    Der Haken an dem Kurs ist, dass er 10 Tage lang geht, mit 10 Stunden Meditation am Tag und der Kurs nur wirklich hilfreich ist, wenn man ihn durch hält, weil man die Dauer braucht, um die Technik richtig zu erlernen und v.a. die Erfahrungen am eigenen Leib richtig zu spüren… es wird sehr stark davon abgeraten den Kurs abzubrechen und es kann sein, dass du mit einer psychischen Erkrankung gar nicht rein kommst, weil es keine Psychologen vor Ort gibt (funktioniert alles nur über ehrenamtliche helfer)… und niemand das abfangen könnte, was sich ev. über die Dauer der meditationsphasen bei dir oder anderen psychisch erkrankten lösen könnte…

    Im Prinzip geht es bei der Meditation darum zu lernen den eigenen Körper und alle darin befindlichen Empfindungen zu spüren und zu beobachten…

    Und weiterhin das ganze danach in den Alltag zu integrieren und im besten Falle auch in alltäglichen Situationen den eigenen „inneren Körper“ mit seinen Empfindungen zu spüren und immer häufiger mit allen Sinnen tatsächlich im hier und jetzt zu sein.

    Wobei ich bei meiner 2. Erfahrung und dem 2. Tipp bin. Ein Buchtipp: Eckhardt Tolle „Jetzt- die Kraft der Gegenwart“.

    Dieses Buch hab ich auch gelesen schon mehrmals und es leitet dich an in deinem Alltag ins hier und jetzt zu kommen.

    Das gute an dem Buch ist, es hat von sich aus Pausen eingebaut, die durch ein bestimmtes Zeichen gekennzeichnet sind. An dieser Stelle soll der Leser also eine Pause machen, um das gelesene sacken zu lassen und im Alltag auszuprobieren und zu verinnerlichen. (Das nimmt den eigenen inneren druck/ Stress das Buch möglichst schnell durchzulesen, um möglichst schnell Erfolg zu haben. Nein, es dauert eben so lange, wie es dauert…)

    Man übt die beschriebenen Dinge automatisch beim Lesen und kommt damit spürbar mehr ins hier und jetzt und zu sich selbst. Das Buch enthält viele erhellende Erkenntnisse…

    Einzige Bedingung: man sollte recht vorurteilsfrei heran Gehen, ohne gleich zu bewerten. Man muss sich also darauf einlassen…

    Ich kann das Buch sehr empfehlen! Und hoffe, dass mein Beitrag für dich oder andere Leser hoffentlich hilfreich ist!

    LG Grüße
    Caritas

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für deine Erfahrung und deine ganzen tollen Empfehlungen“ Das Buch habe ich mir notiert und der Kurs klingt wirklich sehr hilfreich! Am schwersten fällt mir beim Meditieren, mich drauf „einzulassen“ – ich glaube, dass das bei einem solchen Kurs leichter wäre. Momentan versuche ich es mit einer zehnminütigen Audio Datei. Das klappt bisher ganz gut!

      Liebe Grüße!

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  7. Liebe Mia, wieder einmal ein Beitrag, der mir aus der Seele spricht. Ich kenne dieses permanente Stressgefühl sehr gut und nehme mir immer vor: „Wenn du das mal geschafft hast, dann kannst du abschalten.“ Aber der Punkt kommt nie. Es gibt immer etwas zu tun. Auch, wenn die Tätigkeit nur in meinem Kopf stattfindet.

    Ich schreibe meine Abschlussarbeit ja zum Thema Meditation. Also wenn du da Tipps oder Literaturvorschläge brauchst, melde dich gerne. Ich hab zwar selbst nicht die mega Meditationserfahrung, aber bin gerade selbst dabei zu versuchen regelmäßig zu meditieren.

    Liebe Grüße

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  8. Mich stresst vor allem das Wissen, dass ich noch zig Sachen erledigen müsste/möchte – egal, ob private oder berufliche Aufgaben.

    Vor allem beruflich ist regelmäßig das Meiste parallel akut und muss dann eben nach Priorität nacheinander erledigt werden; anfallen tut es aber simultan, was mich gerade anfangs sehr gestresst hat; komplett daran gewöhnt habe ich mich immer noch nicht, da andere auch mal kurzfristig die Prioritäten verschieben – was meinen Plan in welcher Reihenfolge ich was abarbeite wieder umwirft. Na ja, so ist das eben in dem Beruf.

    Wirklich stressfrei wäre ich, wenn alles erledigt wäre, was nie der Fall sein wird.

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  9. Hallo zusammen,

    ich habe vor etwa sieben Jahren die Meditation für mich entdeckt und bereits einige Meditationkurse ausprobiert.

    Was ich für den Anfang empfehlen würde ist eher eine geführte Meditation, die kann auch gerne kurz sein, dafür aber bitte regelmäßig. Ich nutze die Calm App, es gibt aber auch viele andere gute Apps.Es gibt hier Meditationen zu unterschiedlichen Themen, ich nutze es zum Beispiel auch um leichter einzuschlafen.

    Menschen mit Essstörungen würde ich einen MCS Kurs empfehlen. Hier findet ihr auch kostenlose MCS- Meditationen http://christinebraehler.com/de/
    (MBSR und Achtsames Essen habe ich bereits gemacht, falls jemand mehr Informationen möchte. Ich würde dennoch den MCS Kurs zu Beginn empfehlen.)

    Bei einer Meditation muss man nicht zwangsläufig immer still dazwischen. Ein Body Scan ist z.b. sehr Hilfreich. (Bei MCS Programm gibt es auch einen liebevollen Body scan.)

    Und was ich neu für mich entdeckt habe, sind entspannte leichte Yoga Übungen. Dies ist besonders hilfreich an den Tagen wenn man zu Unruhig zum sitzen ist. Ich suche mir meistens von Mady Morrison auf Youtube was kurzes raus.

    Liebe Grüße,
    Anna

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    1. Danke für deinen Kommentar! Die App kenne ich tatsächlich noch nicht, aber ich habe sie mir notiert und werde sie auf jeden Fall mal testen (diejenigen, die ich ausprobiert habe, sagen mir nämlich alle nickt so zu).

      Liebe Grüße!

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