Routine schlägt Quarantäne: To-Do Listen bringen Struktur ins Leben!

Ich liebe Listen, besonders in Zeiten wie diesen. Um die Quarantäne gut zu überstehen helfen mit To-Do Listen, um Struktur ins Leben zu bringen.

Eigentlich hat sich durch meinen Home Office Lifestyle nicht allzu viel geändert – aber irgendwie auch doch. All meine Verabredungen und Termine finden auf einmal drinnen statt. Und auch sonst habe ich mehr Freizeit als sonst. Vielleicht klingt es wie ein Luxusproblem, aber manchmal weiß ich gar nichts mit der Freizeit anzufangen. Noch ein Buch lesen? Noch einen Film schauen? In meinen Beiträgen
Ist Freizeit Zeitverschwendung? Die Folgen unserer Gesellschaft und Der Stress geht einfach nicht weg? Über die Anspannung im Inneren spreche ich ein bisschen mehr darüber. In allen geht es um dasselbe Problem: Freizeit „aushalten“!

Jetzt ist es besonders schlimm, denn nach allmählich wächst mit die Freizeit ein wenig über den Kopf. Ich vergesse, welcher Tag ist. Ich vergesse die Uhrzeit. Manchmal bin ich in der Nacht wach und schlafe am Tag. Auch mein Vater ist mit der vielen Freizeit gänzlich überfordert. Gestern noch hat er überall neues Laminat in der Wohnung verlegt, heute hat er die Küche neu gestrichen. Mich bekommt der Eindruck, dass wir Menschen diesen unabdingbaren Drang haben, produktiv zu sein.

Nun kann man das so oder so sehen. Die einen würden sagen, dass es eine gute Übung ist, mal „nichts“ zu tun. Die anderen (ich) sehen eine gewissen Gefahr darin, mit seiner freien Zeit nicht umgehen zu können. Deshalb schätze ich meine momentanen To-Do Listen umsomehr.

To-Do Listen bringen Struktur ins Leben!

Jeden Tag beginnt mein Tag folgendermaßen: Ich mache mir eine To-Do Liste. Ich notiere dort alles – die Erledigungen, die ich für die Arbeit machen muss, aber auch die Telefonate, die ich noch tätigen oder ein Video, das ich anschauen will. Selbst, dass ich mir noch eine Haarkur in die Haare schmieren und meine Haare glätten will, schreibe ich auf. Manchmal setze ich noch eine Uhrzeit hinterher, um mich zu orientieren, wann ich was tun will.

Ich mache das nicht, weil ich neurotisch bin (nagut, vielleicht ein kleines bisschen), sondern, weil es mir hilft meine Freizeit zu strukturieren. Neulich hat sich meine Schwester krankgelacht, als sie einen Blick auf meine To-Do Liste geworfen und gelesen hat, dass ich „Duschen“ aufgeschrieben habe. Nachdem sie sich wieder beruhigt hat, habe ich ihr in Ruhe erklärt, dass der Punkt „Duschen“ lediglich dazu dient, um den Tag besser zu strukturieren. Vielleicht mag es dämlich sein, aber es hilft mir.

Durch die bloßen To-Do Listen ändert sich mein Alltag nicht groß, aber er verleiht mir viel mehr Struktur. Mein Tag hat wieder einen Plan und ist gleichermaßen trotzdem „entspannt“, weil es auch nicht schlimm ist, wenn ich irgendwas auf meiner To-Do nicht schaffe. Dann wird derselbe Punkt eben für morgen angesetzt.

Falls euch die Zeiten also zusetzen und ihr euch nach einer Routine und Struktur sehnt, kann ich euch To-Do Listen wärmstens empfehlen.

Sie müssen nicht „hübsch“ aussehen, solange sie euch helfen, euren Alltag besser zu strukturieren. Wir Menschen brauchen eben etwas Routine. Ohne versauern wir früher oder später.

Macht ihr euch auch To-DO Listen? Was sind eure Erfahrungen damit?

PS.: Falls ihr nichts mit eurer Freizeit anzufangen wisst, könnt ihr ja gerne mal einen Blick in mein Buch „Zwischen meinen Worten“ werfen 😛

13 Kommentare zu „Routine schlägt Quarantäne: To-Do Listen bringen Struktur ins Leben!

  1. Ich liebe auch Listen und mache mir für jeden Pipifaxkram welche 😉 Bin ja auch im Homeoffice… dachte früher immer, dass das gar nix für mich wäre, da ich die Disziplin nicht aufbringen könnte aufgrund von zuviel Ablenkung. Aber weit gefehlt: ich sitze wie immer vor 7 am Arbeitsplatz, allerdings kann ich eine Stunde länger schlafen, weil der Arbeitsweg wegfällt. Viel mehr Freizeit habe ich nicht, aber ich kann in der Mittagpause einkaufen gehen, das finde ich sehr gut, da ist dann auch gleich etwas Bewegung mit dabei 😀

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  2. Auch ich mache meine Liste. Jeden Morgen. Mir hilft das, all die Termine oder Aktivitäten ins Gedächtnis zu holen und nicht zu vergessen. Für den Haushalt habe ich eine andere Liste, die ich nur wöchentlich überarbeite.

    Wenn es mit den Listen nicht überhand nimmt, finde ich es okay. Eine Kollegin hatte allerdings schon Listen für die Listen und das war schon strange … 🤔

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  3. Hey Mia 🙂 Also, was die Strukturierung des Tages angeht – mein bisheriges Fazit zur Corona-Studiums-Situation: dieses Studium ist wie auf mich zugeschnitten. Ich weiß gar nicht, wie ich anders weiter studieren soll. Für jemanden, der mental öfters belastet ist, ist das das ganze Onlinezeug paradiesisch. So gibt mir mein Studium also schon echt viel Struktur für den Tag. Ich muss gestehen, für Listen bin ich irgendwie zu chaotisch im Kopf. Wenn ich keine Verpflichtungen habe, dann entstehen meine Freizeitaktivitäten aus dem Gefühl heraus. Zu 99% ist dasy immer irgendwas Kreatives 😛 Ich habe gemerkt, dass ich das nur schwer planen kann. Daher gibt es für mich momentan nur 2 Einteilungen: 10/11 Uhr – 17/18 Uhr Unigedöns & Gassi dazwischen und dann Freizeit. Klappt für mich gut 😀

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende 🙂

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