Ist Zucker wirklich schädlich?

Gestern habe ich eine sehr spannende „Explained“- Folge zum Thema Zucker gesehen. Es ging dort um Fragen, die uns sicher alle im Kopf herumschwirren: Ist Zucker wirklich schädlich? Ist brauner Zucker gesünder? Ist Honig noch gesünder? Was ist mit Süßstoff?🤔

Da ihr wisst, dass ich die Philosophie „Nichts verbieten und dennoch achtsam essen“ pflege, hat mich das Thema besonders interessiert, und war froh, dass sich meine Einstellung auch am Ende der Folge nicht verändert hat.

Ja, Zucker hat eine süchtig machende Wirkung!

Es stimmt, dass es keine Alternative gibt, die einem das gleiche Glücksgefühl gibt wie Zucker. Es ist ebenfalls ein Fakt, dass Zucker kann bei zu hohen Verzehr definitiv gesundheitliche Auswirkungen haben – insbesondere in unserer Gesellschaft, in der wir den Zucker überkonsumieren, weil er gefühlt überall drin ist.

Aber Zucker an sich ist weder „schädlich“ noch so gefährlich wie chemische Drogen, und macht einen auch nicht hyperaktiv oder krank. Ihn zu boykottieren oder durch „gesunde“/kalorienarme Alternativen ersetzen, bringt auch wenig (außer dem Kapitalismus, der eine Menge Geld mit der Diät- und „healthy lifestyle“- Industrie macht, und natürlich auch Essstörungen.

Das große Ganze betrachten

Bei „ungesunder Ernährung“ oder „gesundheitlichen Auswirkungen“ können wir nicht nur dem Zucker die Schuld geben, sondern müssen das große Ganze betrachten: Die meisten von uns haben verlernt, auf die Stimme ihres Körpers zu hören, und deshalb essen wir oft ohne Hunger und ohne Limit. Aber der Körper weiß, was und wie viel er braucht, und wenn es uns gelingt, seine Stimme wieder zu hören, dann wird es mit Sicherheit auch keinen Überkonsum mehr geben!

Es gibt immer Ausnahmen

Ich weiß natürlich, dass viele aus gesundheitlichen Gründen (z.B. Diabetes, Darmproblemen) tatsächlich wenig/keinen Zucker essen dürfen – von ihnen ist hier natürlich nicht die Rede! Aber dass Zucker grundsätzlich „krank“ macht, stimmt einfach nicht.

Schaut euch die Folge also gern mal bei Netflix an (unbezahlte Werbung)! Sie reißt das Thema zwar nur grob an, gibt einem aber trotzdem einen kleinen Überblick ☺️

Soweit keine Meinung! Was ist eure?

Habt ein schönes Wochenende!♥️

7 Kommentare zu „Ist Zucker wirklich schädlich?

  1. Oh wow ein interessantes Thema. Bis vor kurzen war ich auch sehr stark in der Schiene des „clean eatings“ unterwegs.
    Aber ich habe immer das Gefühl (deswegen bin ich auch ausgestiegen), dass sich diese „verbotenen Lebensmittel“ bis in die Unendlichkeit ziehen.
    Sieht man einen Spot über „das ist ungesund“ werden dir 20 weitere empfohlen und zu allem übel, guckst du dir dann natürlich auch alle 20 weitern an.
    Am Ende war ich meistens so verzweifelt, das ich dachte, alles ist irgendwie schlecht und habe teils Tagelang einfach gar nichts mehr gegessen, sogar das einkaufen fiel mir immer schwerer, weil gefühlt alle Produkte aus dem Regal genommen habe, laut meinte „ahh..nneee, da sind wieder diese künstlichen Zucker und Zusatzstoffe drin – neene lieber nicht“ und schon lag das potentielle Essen wieder im Regal 😦 Bei mir ging das wochen- sogar Monatelang so, von gespritzten Lebensmitteln, mit künstlichen Zusatzstoffen besetztes Essen über eben: den vielen Zucker (sogar in Obst)
    Hab nach sehr langer Zeit jetzt endlich aufgehört damit, mit der Erkenntnis:
    Alles in Maßen ist immer noch gesünder, als gar nichts zu essen 🙂
    Und dasselbe denke ich auch über deinen Artikel zum „schädlichen“ Zucker.

    Würde mich interessieren, wie du das ganze siehst, machen dich solche Aussagen wie „das und jenes ist schlecht“ nicht irgendwie pessimistisch? So nach dem Motto, man stellt es her, aber es ist ungesund. Warum stellt man es dann her?

    ~Lg Ceyes. (hoffe mein Text hat dich nicht zu verwirrt 😉

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    1. Nein, dein Text war überhaupt nicht verwirrend, im Gegenteil! 🙂 ich sehe das genau wie so! Alle Aussagen in Bezug verhindern, dass man auf seinen eigenen Körper hört. Der Körper jedoch weiß meist am besten, was und wie viel er braucht. Ich finde die Begriffe „zu viel“ oder „zu wenig“ gleichermaßen pessismistisch!!

      Liebe Grüße!

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  2. Interessantes Thema und danke für die Empfehlung.
    Ich bin tatsächlich für meinen Kaffee – und nur da – inzwischen auf Xylit umgestiegen, da ich durch vermehrten Kaffeekonsum dann auch vermehrten Zuckerkonsum und damit plötzlich vermehrt Karies hatte. Seit ich meinen Kaffee mit Xylit gesüßt trinke (ungesüßt mag ich ihn nicht 😅), hatte ich kein Karies mehr. Also, für den Zweck finde ich das schon sinnvoll, da dann zur zahnschonenden Alternative zu greifen.

    Ansonsten halte ich es im allgemeinen mit dem Grundsatz: möglichst vielseitig/bunt ernähren, dann bekommt der Körper hoffentlich alles, was er braucht und von den ungesunden Sachen bekommt er hoffentlich nicht zu viel.

    Ich habe es einfach aufgegeben, dem zu folgen, was grade alles an Lebensmitteln verteufelt wird. Zu oft hieß es zuerst „Lebensmittel XY ist ganz furchtbar, dass darf man auf keinen Fall mehr essen“, nur damit ein paar Jahre später zurückgerudert wird „Lebensmittel XY ist tatsächlich gar nicht so schlimm und in Maßen sogar gesund“. Besonders präsent sind mir da die Themen „Eier“, „Zucker“ und „Fett“…

    Beste Grüße!

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    1. Ich habe Xylit noch nie ausprobiert, aber klar – zu viel Zucker kann Karies verursachen. „Zu viel“ ist auch ein Extrem und nicht mehr ausgewogen! Ich teile deinen Grundsatz mit der „bunten“ Ernährung sehr! 🙂

      Liebe Grüße und danke, dass du mal wieder hier vorbeigeschaut hast! ❤

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  3. Die Menge macht das Gift, würde ich einmal ganz klassisch an dieser Stelle sagen.
    Es ist ebenso wenig gesund, jeden Tag sehr viel Zucker zu essen, wie sich unglaublich vor jedem einzelnen Gramm zu drücken und in Stress zu geraten oder das „Erfolgsgefühl“ des Verzichts als Anreiz dafür zu nehmen, nie wieder Zucker zu essen – und dadurch gegebenenfalls in Heißhunger zu geraten oder an einzelnen Tagen extrem viel zu essen (nachdem man tagelang verzichtet hat), weil man sich ja sonst nix gönnt oder es ja eh egal ist.
    Ich glaube, das Problem kann wieder einmal das Denken in Extremen sein: Ein Gramm Zucker ist ungesund, also kann ich jetzt auch Unmengen essen, wenn ich schon ein Gramm zu mir genommen habe! Zucker ist Teufelswerk und wenn ich gesund leben will, darf ich keinen Zucker essen! Wenn ich schon esse, muss es perfekt und gesund sein und das geht mit Zucker nicht!… Also alles nach dem Motto „Ganz oder gar nicht“.
    Für mich hat diese Angst vor Zucker schnell zwanghaft gesunde, eventuell bis orthorektische Züge – Menschen, die aufgrund von körperlichen Erkrankungen sehr auf den Zuckerkonsum achten müssen einmal ausgeschlossen.

    Aber wie du auch sagtest: wichtig ist, zu lernen dem Körper zu vertrauen und ihm zuzuhören, was und wie viel ihm gerade gut tut. Und das kann an einem Tag eben mehr Zucker sein und am nächsten wieder gar keiner 🤷🏼‍♀️

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    1. Danke für deinen Kommentar! Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, was ich schreiben soll, weil ich dir absolut zustimme! Es ist eben die Menge – und nicht das Extrem, in das man schnell reinrutscht! Vertrauen in den eigenen Körper ist dabei unsagbar wichtig!

      Liebe Grüße! ❤

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