Kein Weißbrot! – Über die Angst vor Weizen

Wie viele Menschen, die nicht zwingend an einer Essstörung leiden, fing ich eines Tages an, auf helles Brot zu verzichten. Dies schloss Toastbrot, Baguettes oder ein normales Brötchen beim Bäcker ein.

Dunkles Brot war schließlich gesünder – oder? So dachte ich jedenfalls. Denn so genau wusste ich es nicht. Ich hatte nur folgende Phrasen in Kopf:

„Weißbrot macht dick!“

„Weißbrot macht nicht satt.“

„Weißbrot ist ungesund!“

„Weißbrot verklebt den Magen“

Mit dieser neuen Anti-Weizen-Regel schlug ich meinem Geschmackssinn ordentlich ins Gesicht. Denn obwohl in Deutschland dunkles Brot sehr gerne gegessen wird, so mochte ich von Geschmack her helles Brot immer lieber. Doch mit meinem neuen Lebensstil war Weißbrot einfach nur schädlich und dick-machend!

Weizen – Tabu

Auf helle Weizen zu verzichten, bedeutete für mich auch, anderen Gerichten Lebe Wohl zu sagen. Keine hellen Nudeln (außer Vollkornnudeln). Keine Pfannkuchen und schon gar keine Waffeln mehr. Nicht zu vergessen all das Fastfood- Burger und Pizza, etc. Überall war Weizenmehl. Überall war das „Böse“.

Machen Weizen wirklich dick?

Ich habe für mich festgestellt, dass die Menge des Essens ausschlaggebend dafür ist, ob ich zu- oder abnehme.

Würde man nach den Kalorien gehen, dann enthalten Volllkornprodukte meist mehr Kalorien. Andererseits halten sie auch länger satt, weil der Körper länger braucht, um sie zu verarbeiten. Und dementsprechend muss man vermutlich die größere Menge an Weizenprodukten essen, um satt zu werden. Vielleicht nimmt man von Weizen zu – aber liegt es dann nicht eher an der Menge, die man zu sich nimmt?

Mein Körper mag kein Vollkorn.

Jeder Körper ist individuell. Für meinen habe ich festgestellt, dass ich von dunklem Brot oder Vollkornnudeln Bauchschmerzen bekomme, weil sie schwerer verdaulich sind. So geht es mir mit vielen Gerichten, wie zum Beispiel rohem Gemüse.

Helles Brot kann ich zum Glück super vertragen, ohne von Bauchschmerzen oder Krämpfen geplagt zu werden (bis auf den psychischen Druck). Ich merke, wie mein Körper manchmal Lust auf wirklich helles Brot bekommt. Auf ein ungesundes Toastbrot oder helles Ciabatta.

Ist Weizen wirklich „böse“?

Es ist kein Geheimnis, dass Gerichte wie Brot und Nudeln viele Kohlenhydrate enthalten. Ebenso ist es recht kalorienreich. Aber lasst euch von einer Person, die sehr lange  komplett auf Kohlenhydrate verzichtet hat, trotzdem sagen, dass man trotzdem zunehmen kann. Um ehrlich zu sein habe ich festgestellt, dass Weizenprodukte bei mir nichts am Gewicht veränderten (solange es bei der Menge bleibt!)

Ich kann helles Brot und Weizen generell trotzdem nicht „immer“ genießen, weil sie mich selten wirklich sättigen.

Und natürlich spielt mein Kopf mir noch immer einen Streich, sodass ich nach einer Pizza meinen Bauch abtaste und mir einbilde, dass ich mehr „Fett“ am Körper habe.

Mein Fazit: Ich glaube nicht an all diese Klischees, die uns Diäten eintrichtern.

Weizen ist nicht böse. Es ist nicht so gesund wie Brokkoli, aber man kann es essen, ohne zu viel zuzunehmen. Also meiner Ansicht nach 😀 Wie seht ihr das?

Habt einen schönen Mittwoch! ♥

6 Kommentare zu „Kein Weißbrot! – Über die Angst vor Weizen

  1. Ich stimme dir voll und ganz zu!
    Die Menge macht IMMER das Gift. Immer. Egal auf was bezogen.
    Gerade Nudeln sind auch mein Kryptonit – sie waren lange Teil meines Lebens, da ich jahrelang nach der Schule allein war und in Ermangelung von Kochkünsten täglich Nudeln kochte. Mit Butter. Immer noch eins meiner Lieblingsessen. Nur heute kann ich es nicht mehr ohne Essanfall essen.
    Ganz darauf verzichten schaffe ich nur auch nicht. Das habe ich letztes Jahr ‚versucht‘. Auch ich habe allen „Weißen“ entsagt. Heute die Rechnung dafür, die Essanfälle. Natürlich nicht nur deswegen, aber ich denke auch ein Teil der dazu beigetragen hat, dass ich heute hier stehe und nicht mehr weiß ob eine Kartoffel schon zu viel ist.
    Man sollte immer essen was einem schmeckt, egal ob gut, schlecht, gesund oder ungesund. Eben in normaler Menge.
    Liebe Grüße,
    Kati

    Gefällt 2 Personen

    1. Ja es ist so schade, dass das Gefühl für Mengen irgendwann verschwindet 😔 aber deshalb denke ich, dass das radikale Extrem alles nur schlimmer macht…seit ich wieder Brot und sonstige Kohlenhydrate zu mir nehme, geht es mir besser!

      Ganz liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

  2. Ich sehe das ähnlich wie meine Vorrednerin. Die Dosis macht das Gift ist absolut richtig. Sicher wäre es eher nicht gesund, würden wir uns nur von Weizen ernähren. Unsere Lebensmittel sind teilweise so belastet, dass es am gesündesten wäre, gar nicht zu essen. Wobei das irgendwann fatale Folgen hätte. Also, ab und zu Weizenprodukte essen ist garantiert nicht so tödlich wie das Leben!

    Gefällt 1 Person

    1. Da hast du recht. Mittlerweile kann man sich ja gar nicht sicher sein, was man ist, weil überall so viele Hormone, Pestizide und sonst was sind. Dass das Klischee der Weizen da so in den Vordergrund rückt, finde ich daher nicht ganz richtig!

      Ganz liebe Grüße!

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  3. Sehe das ganz genauso. Weizen ist nicht böse. Wichtig ist es meiner Meinung nach einfach, auf seinen Körper zu hören. Der sagt einem schon, was er braucht. Mir geht es nämlich auch oft so, dass ich mich nach dunklem Brot „sehne“. Aber eine Pizza mit Vollkornmehl… schmeckt doch nur halb so gut wie eine „traditionelle“.

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