Die Patronus Übung – Selbsttherapie #11

Heute folgt eine neue Form der Selbsttherapie, die ich, auf den Verweis meiner Lieblings-Fantasy-Bücher die „Patronus Übung“ genannt habe.

Wer Harry Potter kennt, hat sicher mal vom sogenannten Patronus Zauber gehört. Der Patronus Zauber ist der mächtigste Verteidigungszauber, in der eine positive Energiekraft – der Patronus – heraufbeschworen wird, um starke Gegner*innen – zum Beispiel Dementoren (Viecher, die einem die Seele aussaugen) – zu vertreiben. Der Zauber funktioniert, indem die Formel „Expecto Patronum“ ausgesprochen und dabei an eine sehr intensive glückliche Erinnerung oder Vorstellung gedacht wird. Die Gegner*innen werden durch die positive Energie vertrieben. Glück bekämpft demnach das Böse.

Popkultur trifft auf Recovery 

Obwohl ich weiß, dass Harry Potter bloß fiktiv ist und es weder Dementoren noch Patronus Zauber gibt, habe ich mir den Patronus Zauber im Alltag zu Eigen gemacht. Wann immer ich von negativen Emotionen überwältigt werde, rufe ich mir eine positive Erinnerung herbei. Meistens ist es dieselbe und fast immer gelingt es ihr, mich abzulenken und sogar ruhig zu stellen. 

Positive Energie vertreibt negative.

Ich glaube daran, dass es dieses Konzept schon lange vor meinem „genialen“ Einfall gab. Schließlich gibt es nicht umsonst Floskeln wie „Denk an das Positive“ oder Konzentriere dich auf das Gute“. Aber irgendwie hat es mir mehr geholfen, das Ganze metaphorisch zu visualisieren, weil ich ohnehin eine sehr bildliche Vorstellungskraft habe. 

Die Patronus Übung:

So, aber nun  zur Selbsttherapie. Im Grunde ist es leicht. Wann immer ihr von einer negativen Situation oder einem negativen Gedanken überwältigt werdet, schließt die Augen und denkt an etwas richtig, richtig Schönes. Denkt an eure glücklichste Erinnerung. Denkt an den Moment, in dem ihr vor lauter Lachen Bauchweh bekommen habt. Denkt an den Sonnenauf- oder Sonnenuntergang. Denkt an etwas, das gar nicht real ist – stellt euch vor, ihr liegt in der prallen Sonne mit einem gigantischen Ausblick aufs kristallklare Meer auf denn Malediven. Denkt an den kratzigen Sand zu euren Füßen. Denkt an den Geruch der Sonnencreme auf eurer Haut. Denkt an die salzige Meerluft, die euer Haar durcheinanderwirbelt – je detaillierter eure Vorstellung ist, desto effektiver ist sie. 

„Expecto Patronum!“ – und die bösen Gedanken sind weg

Ich glaube, das Konzept ist klar. Die Patronos Übung dient zur Ablenkung. Sie dient zur Ablenkung und zur Beruhigung. Mithilfe dieser Patronus Übung habe ich es schon einige Male geschafft, eine Panikattacke abzuwehren. 

Übrigens hilft mir die Patronus Übung auch beim Einschlafen. Wann immer ich nachts wach im Bett liege und meine Gedanken ungeordnet durcheinanderwirbeln, schwöre ich einen positiven Gedanken herbei und verliere mich in ihm. 

Ich kann euch diese Form der Selbsttherapie nur ans Herz legen. Ihr ahnt nicht, wie viel Kraft einem eine positive Denkweise gibt.

Was haltet ihr von dieser Form der Selbstherapie? Glaubt ihr daran, dass positive Gedanken negative bekämpfen können?

4 Kommentare zu „Die Patronus Übung – Selbsttherapie #11

  1. Genau so funktioniert es, da wo wir unseren Fokus hinrichten, das bekommt Energie und wird größer… wirksamer…. setzt sich um…. – nur – da gehört noch was dazu, das Bewusstsein, dass es tatsächlich so ist – unser Denken erschafft unsere Lebensituation …. wie wir uns fühlen….

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