„Sei gut zu dir selbst“ – Buchempfehlung für alle, die mehr Selbstfürsorge betreiben wollen

Das Wort Selbstfürsorge ist eines, das in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnt. Mit der Zeit verlernen es die Menschen, auf sich selbst zu achten, einige taten es vielleicht sogar noch nie. Da mich das Thema sehr interessiert, habe ich das Buch „Sei gut zu dir selbst und setze klare Grenzen“ von Jayne Hardy gelesen und kann es euch sehr ans Herz legen.

Der Aufbau

Starten wir wie immer mit dem Förmlichen. Das Buch umfasst knapp 220 Seiten und ist in neun Kapitel unterteilt. Der Schreibstil ist einfach gehalten und somit leicht zu lesen. Sie erzählt viel aus der Ich-Perspektive, spricht ihre Leser*innen jedoch auch im „Wir“ an und erschafft somit ein Gemeinschaftsgefühl, das einem das Gefühl gibt, nicht allein zu sein.

Am Ende jedes Kapitel sind verschiedene Übungen zum selbst ausfüllen aufgelistet. Sie dienen dazu, das eigene Leben und das eigene Verhalten besser zu reflektieren, aber auch, um sich selbst verstehen zu lernen.

„Sei gut zu dir selbst und setze klare Grenzen“

Hauptzielgruppe des Buches sind Menschen, die selten für sich einstehen und zu wenig Selbstfürsorge betreiben. Gemeint sind also die klassischen Ja-Sager*innen, Menschen, die alles in sich reinfressen, Konflikten aus dem Weg gehen und sich herumschupsen lassen.

Persönliche Grenzen werden achtlos vernachlässigt und im häufigsten Fall durch falsche Ansätze gelöst. Beispielsweise sehnen sich viele nach einer Heldenfigur, die sie aus ihrer Misere rettet (z.B. eine Beziehung). Eine weitere typische Strategie ist das Verdrängen von Problemen – nach dem Motto: aus dem Auge aus dem Sinn. Spoiler Alert: Sie sind trotzdem nicht weg. Was jene Menschen ebenfalls häufig tun, ist ihre eigenen Probleme kleinzureden („In Afrika hungern Menschen!“), was den Umgang mit den eigenen Gefühlen umso mehr erschwert.

Jayne Hardy hält zwar einige Lösungsvorschläge parat, thematisiert jedoch auch die Folgen, wenn man sich weiterhin keine Grenzen setzt. Für mich waren die sowohl seelischen als auch körperlichen sowie zwischenmenschlichen Folgen richtige „Wachrüttler“, die mich erneut daran erinnert haben, wie wichtig es ist, Selbstfürsorge zu betreiben. Auf die Lösungen geht sie besonders genau ein und animiert dazu, sich viel mehr Grenzen im Alltag zu setzen; sei es im Freundeskreis, in der Familie, in einer Partnerschaft oder am Arbeitsplatz. Ebenfalls nicht zu kurz kommt das Thema Selbstfürsorge. Besonders schön fand ich den Vorschlag, einen Brief an sich selbst zu schreiben.

Ein guter Einstieg für Anfänger*innen im Bereich Grenzen setzen und Selbstfürsorge

Da ich selbst schon einige Bücher zum Thema Selbstfürsorge gelesen habe und schon zwei Therapien gemacht habe, waren mir viele Lösungsansätze bereits bekannt. Für Anfänger*innen, die sich noch nicht sehr gut in der Thematik auskennen und nach einem „Anfang“ suchen, um den Teufelskreis zu durchbrechen, ist es ideal. Ich bin sicher, dass ihr euch in diesem Buch sehr aufgefangen und verstanden fühlen werdet und vor allem auch die ein oder anderen Tipps daraus mitnehmen werdet! Daher eine ganz dicke Buchempfehlung.

Trotzdem möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass es „nichts“ bringt, ein Buch „nur“ zu lesen. Die Lösungsvorschläge müssen auch umgesetzt werden – nur so kann man sich wirklich Grenzen setzen und Selbstfürsorge betreiben.

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Buchtipp: Das Kind in dir muss Heimat finden

Noch ein Buch, das ich euch angesichts dieser Thematik sehr ans Herz legen kann, ist „Das Kind in dir muss Heimat finden“ von Stefanie Stahl. Ich habe dazu auch mal eine Rezension geschrieben und unglaublich viel aus diesem Buch mitgenommen.

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Kennt ihr weitere Bücher, in denen Selbstfürsorge thematisiert wird?

*Dieser Blogpost ist nicht gesponsert, enthält jedoch affiliate Links und Werbung wegen Namensnennung. Das Buch ist mir als Rezensionsexemplar zugestellt worden.

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