Was ist Binge Eating?

Binge Eating – ein Begriff, den viele Menschen nicht kennen, obwohl er so häufig und gefährlich ist…

Was ist Binge Eating?

Binge Eating Disorder (Essanfallstörung) ist eine Form von Essstörung, in der es zu regelmäßigen Heißhungeranfällen und Essattacken kommen kann. Es kennzeichnet sich durch ein Gefühl von Kontrollverlust und weitaus größeren Portionen, als übliche. Anders als bei der Bulimie wird das Essverhalten durch nichts kompensiert, sprich: Es erfolgt kein Fasten, Verzehr von Abführmittel, Extremsport oder Erbrechen.

Obwohl Binge Eating in jedem Alter auftreten kann, beginnt es meist im frühen Erwachsenenalter. Ähnlich wie die viele andere Essstörungen ist Binge Eating eine „heimliche“ Krankheit. Die Essanfälle erfolgen daher meist heimlich und sind mit Scham und Selbstekel verbunden. Schnell geraten die Menschen in einen Teufelskreis an Kontrollverlust und Heißhungerattacken.

Das Bundesgesundheitsministerium schreibt:

Etwa ein bis drei Prozent der Bevölkerung sind von Binge Eating betroffen. Von 100 Menschen mit Übergewicht, die abnehmen wollen und deshalb eine Arztpraxis aufsuchen, haben 15 bis 30 eine Binge-Eating-Störung.

Vorurteile von Binge Eating

  • Bloß weil eine Person übergewichtig ist, bedeutet das nicht, dass sie automatisch krank oder ungesund ist, geschweige denn unter Binge Eating leidet.
  • Auch „normalgewichtige“ Personen können Binge Eating haben. Das Körpergewicht muss nicht zwangsläufig ein Indiz sein!
  • Binge Eating hat nichts mit Schwäche zu tun! Es ist eine Krankheit und nicht das Resultat von fehlendem Ehrgeiz!

Folgen von Binge Eating

Ich habe ein bisschen recherchiert und ein paar mögliche Folgen von Binge Eating in einer Liste zusammengetragen:

Folgen_von_Binge_Eating_Mias_Anker

Behandlung gegen Binge Eating

Wie bei jeder Essstörung empfehle ich unbedingt eine Behandlung! Der Weg ist hart und ich kenne niemanden, der es allein da raus geschafft hat. Viele professionelle Personen wissen viel mehr über das menschliche Gehirn und seine Abläufe als wir. Daher sollten wir die Hilfe annehmen, wenn sie sich uns bietet!

Therapie

Viele Psychologen empfehlen bei Essstörungen eine Verhaltenstherapie. Ich selbst hatte auch eine, doch solange ihr eine Psychologin oder einen Psychologen findet, dem ihr euch öffnen könnt, spielt die Form der Psychotherapie keine große Rolle.

Medikation

Viele sind oft gegen Medikation, weil Tabletten wie Anti Depressiva nach wie vor in einem schlechten Licht stehen. Allerdings helfen sie dabei den Serotoninspiegel wieder zu normalisieren, weil dieser u.a die Stimmung, das Verhalten und den Appetit reguliert. All dies wird nämlich durch die Bulimie völlig durcheinandergewirbelt.

Klinik

Ich selbst war nie in einer Klinik, aber ich empfehle es gerade Menschen mit Essstörungen, weil sie dort, anders als eine Therapie, der sehr theorethisch ist, den Umgang mit dem Essen in der Praxis neu lernen.

Falls ihr es aus Zeitgründen nicht schaffen solltet in eine Klinik zu gehen, gibt es stattdessen auch Tageskliniken, welche ihr tagsüber besucht, aber Abends wieder nach Hause geht.

Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen sind natürlich nicht für jeden was, doch auch sie sind eine Option. Dort trifft man auf Menschen, die ähnlich betroffen sind, hat die Möglichkeit sich zu öffnen, ohne verurteilt zu werden, und kann gemeinsam gegen die Krankheit vorgehen!

Falls ihr Lust habt mehr darüber zu erfahren, kann ich euch das Buch von Michaela Essstörungen- Was ist das? nur wärmstens empfehlen! (unbezahlte Werbung)

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