Wie motiviere ich mich nach Rückschlägen? Meine 3 Mantras

Fehlschläge, Niederlagen, Tiefpunkte – so viele Begriffe für Rückschläge. Sie sind schrecklich und erniedrigend. Trotzdem müssen wir ihnen unbedingt standhalten. Ich möchte hier meine 3 Mantras mit euch teilen und euch zeigen, wie ich mich nach Rückschlägen motiviere.

Meine 3 Mantras, um mich nach Rücksclägen zu motivieren:

1. Ich lebe noch.

Auch wenn das jetzt melodramatisch klingt, fühlt sich ein Rückschlag manchmal ein bisschen wie das Ende der Welt an. Ich bin so wütend, tieftraurig, verzweifelt und müde, dass ich keinen Ausweg mehr sehe. Und dann erinnere ich mich daran, dass ich noch da bin. Dass ich existiere und lebe. Und dass mir diese Tatsache es ermöglicht weiterzumachen.

2. Rückschläge sind nicht die Regel.

Man nennt sie deshalb Rückschläge, weil sie nicht mehr die Norm sind. Sie sind eine Ausnahme, ein Einzelfall. Das nicht-übliche. Rückschläge sind Rückschläge und nicht die Regel. Sie bestimmt nicht mehr mein ganzes Leben, nur noch einen Teil. Diese Erkenntnis hilft mir immer wieder weiterzumachen.

3. Morgen versuche ich es wieder.

Was gestern war, kann ich nicht ungeschehen machen. Was heute war auch nicht. Aber niemand weiß, was morgen kommen mag. Nach jedem Rückschlag beschließe ich am nächsten Tag eine neue Seite aufzuschlagen. Eine leere, von der ich absolut nicht weiß, wie sie aussehen mag. Oft tröstet es mich und macht mir ein bisschen Vorfreude auf den morgigen unberührten Tag.

Ich sage mir diese 3 Mantras nach jedem Rückschlag auf.

Ich lebe noch. Rückschläge sind nicht die Regel. Morgen versuche ich es wieder. Ich wiederhole die Worte so lange, bis sie wie ein Ohrwurm in mir nachklingen. Ich versuche sie mir immer wieder vor Augen zu führen und an sie zu glauben.

Gebt nicht auf!

Haltet durch! Rückschläge sind in all ihren Variationen schrecklich und manchmal sogar absurd schön zugleich. Doch wir kehren ihnen nicht grundlos den Rücken zu. Sie tun uns nicht gut. Sie zerstören uns irgendwann.

Habt ihr weitere Tipps, gegen Rückschläge? Irgendein Mantra, das euch hilft weiterzumachen?

 

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11 Kommentare zu „Wie motiviere ich mich nach Rückschlägen? Meine 3 Mantras

  1. Liebe Mia,
    Danke für den schönen Beitrag.

    Was mir bei Rückschlägen hilft, ist, sie als etwas zu betrachten, das mich auf das nächste Thema hinweist, zu dem ich noch etwas lernen muss.
    Ich frage mich dann: wie ist es dazu gekommen? Was war heute anders? Wie kann ich mit diesen Dingen in Zukunft anders umgehen, um eine exakte Wiederholung zu vermeiden?

    Und wenn ich diese Dinge anwende und es trotzdem wieder zum Rückschlag kommt, möchte die Strategie eben weiter angepasst werden. Oder, wenn ich es nicht schaffe, die Dinge anzuwenden.

    Mir hilft diese Herangehensweise dabei, mich nicht so hilflos zu fühlen und Geduld für mich selbst aufzubringen.

    Ich mag auch deine drei Mantras. Sie sind bei mir in etwas abgewandelter Form auch immer dabei, allerdings bisher eher weniger bewusst. Ich werde mal versuchen, sie mir etwas mehr ins Bewusstsein zu rufen 🙂

    Alles Liebe ❤

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    1. Danke für deine Worte, liebe Grübel-Eule! Deine Reflektion sich zunächst vor Augen zu führen, wie es überhaupt passieren konnte, gefällt mir sehr. Vielleicht kann man beim nächsten Mal eine brenzlige Situation einfach verhindern!

      Liebe Grüße!<3

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  2. Deine drei Mantras (oder Mantren? – ich glaube, es geht beides…) sind gut. Vor allem das erste ist mir während meiner Therapien sehr bewusst gemacht worden. Bewusst, was ich alles schon ÜBERlebt habe, auch ganz buchstäblich.

    Das vermag ich mir inzwischen, auch bei aktuellen Geschehnissen, besser klar zu machen als vormals.

    Sie insgesamt anzuwenden, und Mantra 2 und vor allem 3 zielen ja dann auch auf (folgerndes) Handeln, fällt mir freilich immer wieder schwer. Manchmal muss ich mich dazu regelrecht zwingen. Ich weiß nicht, ob das bei Dir ebenso ist.

    Ich versuche mir nach Misserfolgen und/oder Rückschlägen zu sagen, dass jede neue Minute, jeder Neue Tag ein Potenzial hat, in ihr bzw. in ihm etwas zu entdecken, zu finden, was schön ist. Manchmal muss ich mich dann sehr, sehr anstrengen, um dieses Schöne tatsächlich zu sehen (manche Minuten, manche Tage haben halt auch wenig an derartigem Potenzial), aber ETWAS gibt es nahezu immer. Mindestens dann am nächsten Tag, in der nächsten Woche.

    Was mir auch sehr hilft, ist der Gedanke an Menschen, vor allem solche, die mir seelenverwandt sind, zu denen ich eine innerliche Beziehung habe, mit denen ich eine wirkliche Freundschaft pflege.

    Das Wissen, dass diese Menschen ebenso ringen, ebenso wieder aufzustehen versuchen, schenkt mir Zuversicht und spornt mich an. Ich möchte diese Menschen nicht allein lassen in ihrem Bemühen. Ich wünsche mir, dass es gemeinsam leichter wird. – Und das wird es, wenn ich bewusst an diese Menschen denke. – Und ich weiß, dass deise menschen mir das auch wünschen. Und ich möchte sie doch nicht enttäuschen, möchte ihnen auch Zuversicht schenken. Dadurch, dass ich weitermache …

    *

    Na ja, und dann habe ich seit Kurzem so eine Art „Augenzwinkernmantra“, dass Du mir in den Kopf gesetzt hast, liebe Mia. Ja Du!!! 😉👍 Wirklich! und ich sage dieses Mantra seither tatsächlich manchmal vor mich hin. Mit Augenzwinkern. Aber es hilft! (Wenn Du jetzt neugierig geworden bist – und das vermute ich – , dann hast Du mein Versprechen, „auf anderem Weg“ bei nächster Gelegenheit mehr darüber zu erfahren.)

    Viele, sehr liebe Grüße an Dich! ❤

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    1. Und ob ich jetzt neugierig bin! Augenzwinker-Mantra? Das klingt allenfalls sehr spannend!

      Ich danke dir für deine ehrlichen Worte, lieber sternfluesterer. Ich weiß, dass ein Mantra oft auch nur Gerede ist und das Geschehen trotzdem nicht verhindert. Aber vielleicht dient es dir als eine Art Trostpflaster, als etwas, an das du dir sagen kannst, ohne in Scham, Wut oder Selbsthass zu fallen.

      Ganz liebe Grüße! ❤

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  3. Dein Weg damit umzugehen ist doch gut.
    Ich denke halt unabhängig von Rückschlägen, daß alles irgendwofür gut ist. Das zeigt sich nicht immer sofort, aber deshalb muß ein empfundener Rückschlag auch gar keiner sein. Vielleicht kurzfristig. – Ansonsten: das Leben geht weiter, niemand hat einem den Kopf abgerissen und es gibt immer einen Weg. Und weiter geht’s! 🙂

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  4. Sehr schöner Beitrag! Gerade bei Essstörungen ist das soo ein wichtiges und großes Thema, und Rückschläge sind wirklich einfach nur frustrierend! So empfinde ich es zumindest. Mir geht’s danach genauso wie dir und ich bin wirklich down und fühle mich wie ein Versager. Deine 3 Mantras gefallen mir gut! Beim Lesen ist mir noch einmal das Wort „Rückschlag“ aufgefallen. Darin steckt natürlich ganz offensichtlich das Wort „zurück“, was mich daran erinnert hat, dass ein Rückschlag nur ein Schritt zurück ist. Oft kommt es mir vor, dass ich nach solchen Ereignissen wieder zurück zum Startpunkt muss, dabei ist es nur ein kleiner Schritt zurück. Wichtig ist, dass man danach 2 Schritte nach vorne macht! Also immer ein kleines Stückchen zurück, ein wenig mehr nach vorne. So kommt man am Ende auch am Ziel an. 🙂

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  5. Manche Rückschläge sind auch eine Bereicherung, wenn man durch sie die Weichen neu stellen kann oder muss und daran wachsen, sich weiterentwickeln kann. Unmittelbar nach dem Rückschlag sieht man das natürlich nicht. Da sind Deine drei Mantras genau richtig, finde ich.

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