Was tun gegen Essanfälle? – 5 Tipps, um eine Essattacke vorher abzuwehren

Kennt ihr es auch, wenn man gar nicht so genau weiß, woher die Fressattacken ausgelöst werden? Aber plötzlich sind sie da und zwar ganz schön heftig.

Es gibt verschiedene Ebenen, die sich um das Thema Esssucht drehen. Eine von ihnen ist der unmittelbare Zeitpunkt vor der Attacke. Noch vor dem Auslöser (z.B. Stress, Wut, Trauer, Langeweile).

Ich spreche von dem Moment, bevor man etwas isst. Bevor man in eine unaufhörliche Schleife fällt, in der es schwer ist, herauszukommen und man so lange weiter isst, bis man nicht mehr kann, oder sich übergeben muss.

Nachträgliche Schuldgefühle und Scham sind eine andere Baustelle, denn hier geht es darum, herauszufinden, wie man sich vorher davor schützen kann.

Aber kurz vorab: Ich teile mit euch lediglich jene Tipps, die mir geholfen haben, also gibt es keine Garantie, dass sie auch bei euch wirken könnten. Ich habe zu diesen Tipps keine Zustimmung von meiner Therapeutin erhalten, da sie an meinem Emotionen ansetzt und jene Verhaltensmuster ändern will (obwohl ich ihr da zustimme). Ich weiß auch nicht, wie das in einer speziellen Klinik gehandhabt wird, aber als Begleitung der Therapie waren diese Tipps sehr hilfreich für mich.

5 Tipps, um eine Essattacke vorher abzuwehren

1. Von Auslösern fernhalten.

Meine Therapeutin riet mir, mir nichts zu verkneifen, um wieder gesund zu werden. Ich verneine dieses Argument, denn gerade bei diesen Dingen verliere ich oft die Kontrolle. Daher kaufte ich fortan keine Fressattacken-Auslöser mehr ein. In meinem Fall keine Schokolade oder Käse. Es war anfangs hart, weil ich es so vermisste und der Heißhunger enorm war, aber schon nach einer Woche war es wesentlich leichter. Nach einigen Monaten habe ich jene Produkte zum Teil wieder essen können, da die Attacken besser zu regulieren waren.

Falls ihr wie ich in einem gemeinsamen Haushalt lebt, ist es natürlich komplizierter, daher ist Kooperation von anderen natürlich hilfreich. Aber selbst wenn man weiß, dass das man von einem bestimmten Gericht nur in eine Fressattacke fällt, half es mir, vorerst darauf zu verzichten.

2. Essplan für den Tag erstellen.

In vielen Foren las ich, dass ein Tagesplan für das Essen sehr effektiv sein sollte. Und nachdem ich mich irgendwann dazu überwinden konnte, es durchzuziehen, wurde es tatsächlich besser. Ich überlegte mir also am Abend vorher, was ich essen würde. Es war schwer für mich, wieder mehr zu essen (vor allem Kohlenhydrate), aber es war eine große Erleichterung, dass ich nicht zu viel zunahm. ich lüge niemanden an – man nimmt zu, aber um weiten nicht so viel, wie ihr denkt. Und das Lebensgefühl, das man hat, ist einfach unschlagbar!

3. Essen wegschmeißen

Dieser Rat mag sehr verschwenderisch erscheinen, aber er hat mir mit unter am meisten geholfen. Es gab Moment, da hatte ich schon alles vorbereitet – dass Essen aufgewärmt und mich hingesetzt. Und ich wusste, es würde mit Bauchschmerzen und einem furchtbaren Nachgefühl enden…Es sei denn das Essen kommt weg.  Es zurück in den Kühlschrank legen hätte bei mir wenig genützt. Aber als ich anfing, es wegzuschmeißen – in den Müll, wo ich es nicht mehr herausholen würde, war es vorbei. Die Attacke war gestoppt.
Dieser Rat ist bei weitem nicht umweltfreundlich…Aber wenn ich daran denke, wie viel Essen ich einfach sinnlos in mich hineingestopft und wieder übergeben habe, verändert sich meine Sicht darauf. Und aus dem Teufelskreis zu entkommen, ist mir wichtiger.

4. Viel trinken.

Wenn ich merke, dass der Heißhunger sich anbahnt, versuche ich viel Wasser zu trinken. Mehr, als ich kann, damit mein Magen voller wird. So sinkt für mich das Bedürfnis, etwas in den Magen zu bekommen und man fühlt sich satter.

5. Etwas anderes als Alternative essen.

Zugegeben klingt es komisch wann man rät, gegen eine Fressattacke etwas zu essen. Aber wenn ich den unaufhörlichen Drang verspüre,  versuche ich etwas anderes zu essen, von dem ich nicht drei Tage Bauchschmerzen bekomme. Gute Alternativen sind für mich rohes Gemüse und Obst. Der Magen braucht Energie, um sie zu verdauen, daher könnten sie ebenfalls zu einem unangenehmen Bauchempfinden führen. Aber mich machen sie schneller satt und da esse ich lieber drei Bananen hintereinander, als eine komplette Packung Toastbrot mit Nutella.

Bei dem unaufhörlichen Bedarf nach etwas süßem empfehle ich die Frucht Kaki oder Honigmelone.

Das waren 5 meiner Tipps, die mir dabei helfen, vor der Fressattacke zu handeln. Tipps für unmittelbare Essanfälle oder den Moment danach werden bald folgen!

 

 

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