Mein neues Abendritual – Dankbarkeit

Vielleicht habt ihr bereits mein Abendritual gelesen. Ich beschreibe dort, wie ich Abends im Bett an jede positive Sache denke, die am Tag passiert. Dies schließt den Tag oftmals harmonisch ab, selbst wenn die negativen Gefühle den Tag dominiert haben.

Seit einigen Tagen habe ich ein neues Ritual hinzugefügt, dass ich gerne mit euch teilen möchte. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich einen Beitrag von der tollen Sophie gelesen, die einen Beitrag der Dankbarkeit gewidmet hat. Gerührt von ihren Worten, versuchte auch ich an all die großen und kleinen Dinge im Leben zu denken, für die ich dankbar bin.

Ich lag also im Bett, und dachte wie immer an alles was schön an diesem Tag war. Anschließend dankte ich für alle Dinge im Leben, die mir gerade einfielen. Sie wurden von Tag zu Tag mehr. Ich beschloss dies, jeden Abend zu tun.

Das Abendritual: Dankbarkeit

Ich beginne zuerst mit den Menschen, über die ich unendlich dankbar bin.

  • Ich bin dankbar für die Gesundheit meiner Familie.
  • Ich bin dankbar für meinen warmherzigen Freund.
  • Ich bin dankbar (und so erleichtert!), dass seine Eltern mich gern haben.
  • Ich bin dankbar für meine beste Freundin, der ich mich öffnen kann.
  • Ich bin dankbar für all die Menschen, die ich überall auf der Welt kennengelernt und gleichzeitig, dass ich so viele ferne Orte gesehen habe.
  • Ich bin dankbar über die ein oder anderen Leser, mit denen ich meine Gedanken teilen kann.
  • Ich bin dankbar für den Obdachlosen von letztens, der mir ein dankbares Lächeln schenkte, als ich ihm 3€ gab.
  • Ich bin dankbar für den fremden Mann, der mir ein ehrliches Kompliment zu meiner Mütze machte.

Dann danke ich all jenen Banalitäten, die so schön sind, und welche ich zu selten würdige.

  • Ich bin dankbar, dass mein Vater mir sein Auto überlässt, wenn ich es brauche.
  • Ich bin dankbar für meinen neuen Laptop 😛
  • Ich bin dankbar für die neue Teesorte, die ich neulich entdeckt habe.
  • Ich bin dankbar, dass ich meinen Schirm schon seit mehreren Monaten mit mir trage, ohne ihn bereits irgendwo verloren zu haben.
  • Ich bin dankbar, dass mein Bücherregal noch nicht zusammengekracht ist.

Und der Schluss meiner Aufzählung fällt mir schwer, doch ich zwinge mich, mir diese Dinge vor Augen zu führen. Ich muss auch mir danken!

  • Ich bin dankbar, dass ich schon so lange ohne Rückfall durchhalte.
  • Ich bin dankbar für meinen Kampfgeist.
  • Ich bin dankbar für meine Willensstärke
  • Ich bin dankbar für meinen Optimismus.
  • Ich bin, dankbar, dass ich es jeden Tag versuche.

Ich schaue viel zu oft auf meine Ziele und an das, was ich erreichen will. Und manchmal zu selten auf das, was ich habe. Ich bestehe schließlich nicht nur aus Stress, Wut, Traurigkeit und Verzweiflung.

Ich sage damit aber nicht, dass ich durch all diese dankbaren Momente nicht berechtigt bin, Traurigkeit zu empfinden (diesen Spruch kann ich nämlich gar nicht leiden -“Du hast es so gut, du hast gar keinen Grund, traurig zu sein, du hast einen vollen Kühlschrank, bla bla,…“)

Aber ich vergesse diese Dinge zu oft. Und schließlich sind jene Momente der Dankbarkeit überhaupt die, welche mein Wesen ausmachen.

Für all jene, die beim Einschlafen auch ähnliche Probleme haben, kann ich meine beiden Abendrituale wirklich nur empfehlen. Es hat eben diese schläfrige Wirkung, weil man an an all die schönen Dinge denkt und ganz langsam ins Land der Träume wandert.

Ich wünsche euch einen schönen Freitag! Möge er für euch wunderbar ausklingen! ♥

20 Kommentare zu „Mein neues Abendritual – Dankbarkeit

  1. Oh Mia, mir fehlen die Worte!

    Es ist so, soo wunderschön, was Du in diesem Beitrag schreibst und worüber Du dankbar bist! Mein Herz macht gerade einfach Riesensprünge vor Freude! ❤

    Dankbarkeit als Abendritual ist eine ganz wundervolle Idee!
    Ich übernehme die Idee und mache daraus für heute ein Mittagsritual:
    Ich bin dankbar, dass es Menschen wie Dich gibt! ❤

    Gefällt 4 Personen

  2. … Und soeben konnte auch ich noch für viel mehr Dinge Dankbarkeit empfinden, die mir noch gar nicht in den Sinn kamen. Sich selbst zu danken ist ein großartiger Einfall! Danke, dass Du eine so wunderbare Idee hier teilst!

    Gefällt 1 Person

  3. Was für ein Eintrag! – ich bin ebenso begeistert wie Sophie. Und ICH bin dankbar, Dich kennen und begleiten zu dürfen, liebe Mia.

    Ich habe auch ein Abendritual, schon seit einigen Jahren. Es ist ein anderes als Deins. –

    Ich denke abends, bevor ich einschlafe, bewusst an Menschen. JEDEN Abend!

    An manche Menschen ganz im Speziellen, das sind solche, die ich kenne, Verwandte, Freunde, Bekannte, Menschen, die ich aus der Blog welt kenne (Du bist eine davon), manchmal auch Menschen, die gerade am betreffenden Tag meinen Weg gekreuzt habe, immer auch welche, von denen ich aktuell nichts mehr weiß, immer auch welche, die nicht mehr am Leben sind. Ich denke, ganz bewusst, auch an mir Unbekannte. Ich denke an ihre Lebenssituation, an ihre Nöte, an ihre Wünsche. – Und ich schicke meine Wünsche, meine Bitten für all diese Menschen über meinen Gedankenorbit hinaus in die Welt und in den Himmel.

    Während dieses „Rituals“ wird mir grundsätzlich natürlich auch mein Dasein, mein Befinden, gegenwärtig. – Un das ist der Moment, wo mir zugleich immer wieder bewusst wird, wie wichtig es ist, dass ich demütig bin, was Dankbarkeit ja mit einschließt. – Und ich bemerke, dass mir über die Tagesläufe hinweg, das Bewusstsein dieser Wichtigkeit doch immer wieder entgleitet.

    Ich möchte daran arbeiten, dass das weniger wird, dass ich insgeamt dankbarer bin.

    Deinen Eintrag sollte ich mir hinter die Ohren schreiben …

    Ganz liebe, und sehr, sehr dankbare Grüße an Dich! ❤

    Gefällt 2 Personen

    1. Das is ein ganz großes Kompliment für mich, lieber sternfluesterer! Freut mich sehr, dass ich zu dem Kreis der Menschen zähle, denen du Gedanken schenkst! Dein Ritual klingt sehr interessant, ich glaube, du hattest mir sogar schon davon erzählt! Und auch ich bin sehr dankbar, dass ich ein so liebevollen Menschen wie dich „kennenlernen“ durfte!

      Die selben dankbaren Grüße gehen auch an dich zurück! ❤️

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  4. Wunderbar! Hat mich lächeln lassen. Danke fürs Teilen!

    Was mich interessiert… wenn du das jeden Abend machst, gibt es bestimmt Wiederholungen. Wie wirkt sich das bei dir aus? Bleibt die Dankbarkeit, auch wenn du dich zum x-ten Mal für die selbe Sache bedankst?

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    1. Vielen Dank!! ☺️
      Genau, es wiederholt sich vieles. Aber mir fällt immer wieder was neues ein, zum Beispiel was am Tag passiert ist:) und es ist auch schon vorgekommen, dass ich bei der dritten Aufzählung schon einschlafe, weil mein Schlafproblem allmählich verschwindet!

      Ganz liebe Grüße!

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  5. Hallo Mia. Danke für diesen Beitrag, es ist schön zu lesen, dass Dankbarkeit bei immer mehr Menschen einen wichtigen Teil in deren Leben darstellt. Ganz wichtig ist hier natürlich Dankbarkeit zu praktizieren – ähnlich wie du führe ich nun schon seit gut 9 Monaten mein Dankbarkeitstagebuch in dem ich die Höhen und Tiefen des Tages beschreibe. Es hilft mir sehr mir immer wieder vor Augen zu halten, dass ich, so wie ich bin, genug bin und dass es mir gut geht (auch wenn die Wirren des Tages oft mühsam sind). Ich wünsche dir noch viel Erfolg mit deiner Dankbarkeitspraxis. Alles Liebe Viktoria

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    1. Liebe Viktoria,
      Die Idee mit dem Dankbarkeitstagebuch finde ich großartig! Denn auch wenn dir traurigen Gefühle des Tages manchmal intensiver sind, so hilft es sehr, den Fokus auf die Dinge zu legen, für die man dankbar sein kann. Ich könnte mir vorstellen, dass dir jeden Tag individuelle Dinge einfallen, für die du dankbar bist! Auf meiner Liste der Dankbarkeit steht heute jedenfalls dein lieber Kommentar! 🙂

      Liebe Grüße!

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  6. Ahh gerade erst entdeckt… Mein Beitrag heute war ja ganz ähnlich. Dankbarkeit ist einfach der Schlüssel für ein glückliches und erfülltes Leben!
    „Dankbarkeit erzeugt Sinn in der Vergangenheit, bringt Frieden für heute und erschafft Vision für morgen.“
    Melody Beattle

    Gefällt 1 Person

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