Wie lerne ich meinen Körper zu lieben? Selbsttherapie #6

Alles, was wir an unserem Denken verändern wollen, erfordert zunächst einen Prozess. Hier folgt ein Tipp für euch, wie es euch gelingen könnte euren Körper zu lieben.

Liebe dich so wie du bist? Das sagt sich leicht, wenn man durch und durch von Selbsthass zerfressen ist. Festgefahrene Strukturen einfach aufbrechen wäre kein Problem, wenn es so einfach wäre. Und wenn die Masse an Hass so gigantisch und intensiv ist, dann erscheint es oft so, als könnte man ihr gar nicht entkommen.

Was hasse ich alles an mir?

Die Liste in Bezug auf Hass auf meinen Körper war mehr als nur lang. Inzwischen stehe ich anders dazu, aber vor einiger Zeit verachtete ich nahezu alles.

Ich hasste meine trockene Haut.

Ich hasste die Unreinheiten in meinem Gesicht.

Ich hasste meine breiten Oberschenkel, meinen Bauch und jedes Fettpolster.

Ich hasste die Narben in meinem Körper.

Ich hasste meine Hautfarbe, die von all meinen Familienmitgliedern am dunkelsten geraten ist.

Ich hasste sogar meine Stimme!

Was hasse ich alles nicht an mir?

Bloß weil ich ständig „Ich hasse meinen Körper“ zu mir sagte, bedeutete das nicht, dass es absolut gar nichts gab, dass ich nicht wenigstens ein bisschen tolerierte. Anstatt den Fokus ständig darauf zu legen, was ich an mir verabscheuungswürdig fand, stellte ich mir irgendwann die Frage, ob es überhaupt irgendwas gab, was ich an mir mochte. Zuerst fiel mir nichts ein. Aber dann dachte ich darüber nach. Minuten, Stunden, Tage,…und die Liste wurde immer größer.

Ich mag meine Augen.

Ich mag mein Haar.

Ich mag die Form meiner Finger.

Ich mag meine etwas „lange“ Statur.

Ich mag, dass mein Körper keinen starken Haarwuchs hat.

Ich mag, dass mein Körper nicht nicht stark schwitzt.

Ich mag sogar den Laut, den ich mache, wenn ich gähne…das klingt vielleicht lächerlich, aber ich find den irgendwie niedlich 😂

Und inzwischen mag ich auch meine Hautfarbe sehr gern. Genau wie meine Stimme, die ich manchmal recht melodisch finde! Selbst die Narben, die meinen Körper zeichnen, gehören irgendwie dazu. Vermutlich würde ich sie vermissen, wenn sie nicht da wären. Über das Fett an meinem Körper kann ich zwar noch nicht sagen, dass ich es abgöttisch liebe, aber es gelingt mir immer mehr meinen Frieden damit zu finden.

Wie lernt ihr also euren Körper zu lieben?

Fangt zunächst an, nach Körperstellen oder Merkmalen zu suchen, die ihr an euch mögt. Und seien es die banalsten Dinge, wie die Form eurer Füße (okay, blödes Beispiel, weil fast jeder Füße hasst ^^) oder euer Lächeln.

Das Leben ist so viel einfacher, wenn wir aufhören gegen unseren Körper zu kämpfen und ihn stattdessen zum Kreis der Liebenden hinzuzuziehen!

Noch mehr Selbstliebe findet ihr hier unter: Ich sah sie an und wusste es: Ich liebe sie 

Falls euch das Thema Selbsttherapie interessiert, schaut doch gern auch hier vorbei:

„Ich freue mich“ – Selbsttherapie #5

Warum Selbsttrost dem eigenen Körper helfen kann – Selbsttherapie #3

PS.: Hier ein alter Instagram Post von mir mit einem sehr ähnlichen Thema!

16 Kommentare zu „Wie lerne ich meinen Körper zu lieben? Selbsttherapie #6

  1. Ich konnte das erst, mich selbst schätzen und mögen, als ich ein Foto-Shooting machte und dann die Bilder sah. Ich war sprachlos und lange Zeit ungläubig.
    Wenn es mir jetzt schlecht geht, holebich die Bilder vor und schau sie mir an. Und schon finde ich mich gar nicht mehr häßlich und schon gar nicht wertlos.
    An mir mag ich meine Augen und die blöden Haare, die zwar nie machen und liegen, wie sie dollen, aber kräftig durch die Locken sind 😁

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  2. „Sich selbst lieben…“, manchmal eine echte Herausforderung!
    Für mich began die Reise aus der Selbstabwertung durch eine Entscheidung! Ich wartete immer, dass Gott mich heilte von meinem Schmerz, aber dann zeigte er mir, dass ich mir mit jedem Wort der Selbstabwertung jedes Mal selbst ein Messer in meinen Körper ramme und er deshalb keine Chance hat, sein Kunstwerk wiederherzustellen. Dieses Bild war so erschütternd, dass ich die Entscheidung traf, das nicht mehr tun zu wollen. Natürlich ist es damit nicht sofort vorbei, aber mit einer Entscheidung beginnt ein neuer Weg, auf dem ich mich auf ein neues Ziel ausrichte! Erstmal ist es nur eine Entscheidung, ein Bekenntnis, aber es öffnet die Tür dafür, dass Gedanken und Gefühle folgen können! Meine Entscheidung ist jetzt 2 Jahre her und ich kann heute sagen: Es hat sich etwas verändert! 🙂

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  3. Dieser Eintrag ist auf eine ganz besondere Weise eines der vielen, jeweils so ganz besonderen Indizien dafür, wehalb ich Dich so sehr schätze, liebe Mia:

    Ich kann noch so viel von Dir lernen!

    Und auf so wunderbare Weise. –

    Denn jede Deiner „Lektionen“ ist vor allem immer wieder das: eine zutiefst freundliche und sensible und immerwährend geduldig bestehen bleibende EINLADUNG.

    Von Herzen Dankeschön!

    Ganz liebe, sternflüsternde Sonntasgsgrüße an Dich! ❤

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  4. Spontan könnte ich viel mehr Dinge an meinem Körper aufzählen, die ich nicht mag als umkehrt – die dicken Oberschenkel, die stark kurzsichtigen kleinen Augen … Was ich irgendwann mit Erschrecken feststellte. Schließlich kann und leistet mein Körper täglich so viel: Er atmet, bewegt sich mühelos vorwärts, macht mir keine Probleme beim Essen oder Trinken, könnte irgendwann in ferner Zukunft vielleicht sogar ein Kind zur Welt bringen … So viele staunenswerte Fähigkeiten und Funktionen! Mir das immer wieder mal vor Augen zu führen hilft mir etwas gegen den Selbstekel.
    Was ich an mir mag: meine zierlichen kleinen Hände, meine Augenfarbe und wie Hochsteckfrisuren mein Gesicht betonen 😊

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  5. Ich mag meine Wimpern und Augenfarbe (seit ich die Wimpern wieder mit Serum langgezüchtet habe!). Ich mag meine Hände, besonders die Form meiner Fingernägel! Ich mag meine Beine, sie sind lang und schön geformt! Ich mag manchmal meine Haare! Der Rest? Hm, naja… Hintern zu platt, griechische Füße (zweiter und dritter Zeh länger als große Zehe, hab immer Probleme mit Schuhen deshalb), Bauch zu fett trotz niedrigem Gewicht, Schultern zu breit, Gesicht eine einzige Katastrophe bis auf die Augen, Arme zu behaart, hach ja…

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      1. bei mir klappt es mit einem ganz bestimmten Serum, andere wirken nicht! Und die Wimpern sind wirklich so gut wie doppelt so lang wie vorher ❤ hat gut 2 Monate gedauert, aber es lohnt sich.

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  6. Hey!
    Eine Kollegin von mir hat diesen Instagram-Post auf ihrem WhatsApp-Profilbild veröffentlicht und ich fand das interessant: https://www.instagram.com/p/BwH7yskHYIY/
    Es geht darum, sein Wohlbefinden und Glücklichsein und stark Fühlen, etc. nicht aufgrund seines Körpers zu haben, sondern den Körper wieder vermehrt „neutral“ zu betrachten. Den Körper nicht so überbewerten, wie es vielfach gemacht wird. Wie darin steht, leitet man sein Wohlbefinden ja auch nicht von seiner Lunge oder der Form seines Herzens ab. Man fühlt sich genauso, ob jetzt das Herz einen Zentimeter grösser oder kleiner ist.

    Liebe Grüsse!

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