Ich sah sie an und wusste es: Ich liebe sie

Meine Liebesgeschichte ist eine sehr schöne, wenn auch tragische. Denn sie beginnt mit eine Aufeinanderfolge etlicher Zurückweisungen, ehe mit unwiderruflicher Liebe endet.

Es war keine Liebe auf den ersten Blick.

Ich musste sie erst kennenlernen, ihr Wesen ergründen und mich auf die einlassen. Wir kannten uns schon länger, doch ich gab ihr nie wirklich eine Chance.

Ich wusste, dass sie mich wollte, dass sie mich brauchte. Aber obwohl ich mich schwer damit tue andere zurückzuweisen, wollte ich sie nicht. Ich fand sie weder attraktiv noch besonders lustig. Kurz: ich wollte sie nicht.

Ich brauchte ihre Liebe.

Für gewöhnlich versuche ich keine Abhängigkeit für andere Menschen zu entwickeln, aber in diesem Fall war es unvermeidlich. Wie es das Schicksal so wollte, würden wir unser ganzes Leben miteinander verbringen. Es war also wichtig miteinander auszukommen. Vor allem aber war es wichtig sie zu achten und respektieren.

Und so versuchte ich es.

Ich traute mich mit ihr zu sprechen, zu treffen, zu reden. Es war schön. Ich fand sie nett. Doch ich liebte sie nicht. Noch nicht. Aber ich gab nicht auf. Ich hörte ihr zu. Ich blieb aufmerksam. Ich versuchte uns eine Chance zu geben. Für sie. Und für mich. Dieser Prozess dauerte Jahre.  Und aus Abneigung entstand Akzeptanz.

Und dann, vor wenigen Tagen sah ich in den Spiegel. Ich sah sie eine ganze Weile lang  an, sah ihren Kampfgeist, ihr Stärke und alles, wofür ich sie schätzte. Und dann wusste ich es:

Ich liebe sie!

Sie – ich – mein Spiegelbild. Mia. Ich liebe sie. Ich liebe mich. Es fühlt sich noch immer komisch an es zu sagen/ zu schreiben. Aber ich kann es nach 24 Jahren endlich sagen. Ich respektiere mich nicht nur, ich liebe mich. Sehr sogar.

Es ist viel leichter sich zu lieben, als abzustoßen.

Ich kümmere mich um mich, meinen Körper. Ich schenke mir Trost. Ist streiche mir selbst über den Arm. Weil ich als einzige weiß, was in meinem Innern vorgeht. Vor allem aber habe ich mit der Liebe zu mir selbst die Möglichkeit wirklich glücklich mit mir selbst zu sein. Und da ich mich selbst liebe und den nötigen Respekt für mich erwarte, können auch andere Menschen mich lieben. Vorher war es nicht möglich. Vorher liebten sie nicht mich, sondern eine Person, die ich vorgab.

Ich weiß, dass es viele, viele Menschen da draußen gibt, die sich ganz und gar nicht lieben. Aber ich garantiere euch, dass euer Leben viel mehr Lebensqualität erhält, wenn ihr für euch sorgt und euch wertschätzt.

Das war meine Liebesgeschichte, wie ich lernte, mich zu lieben ❤️

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21 Kommentare zu „Ich sah sie an und wusste es: Ich liebe sie

  1. Liebe Mia!
    Wunderschön 🙂 Ich kann mir keine größere Freude vorstellen, als sich selber zu lieben ^^
    Ich muss sagen, ich komm mit mir klar, aber lieben kann ich mich noch nicht, aber ich arbeite daran, das beste, aus meiner eigenen Sicht, aus mir zu machen 🙂
    Viele Grüße! Annie
    PS: Ich möchte dich gerne mal auf einen Tee einladen!

    Gefällt 1 Person

      1. Ehre würde ich es jetzt nicht nennen 😀 Aber ich finde dich interessant ^^ Wenn du mal in der Ecke Köln/Bonn bist, dann sag Bescheid 😀

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