Wer redet? Die Angst oder ich? – Panikattacken in der Uni

Manchmal sind meine Gedanken so laut, dass ich nicht weiß, ob die Angst, oder ich es bin, die spricht. Mit meinem Studium ist es besonders schwer, denn bei meinen Panikattacken in der Uni weiß ich einfach nicht, welchen Stimmen ich Glauben schenken soll.

Fast ein Jahr lang ging ich nicht zu Uni.

Zum einen, weil ich mich in aller Ruhe dem Schreiben meines Buches widmete, zum anderen, weil ich zu diesem Zeitpunkt starke Panikattacken hatte. Nach einer großen Panikattacke, die mich mitten in einer Vorlesung heimsuchte, pausierte ich das Studium, weil ich dachte, dass es das Beste für meine Gesundheit wäre.

Meine Therapeutin hingegen hielt das für den falschen Ansatz. Sie fand, dass ich mich der Angst stellen müsste, da der Verzicht es langfristig nicht besser, sondern schlimmer machte. Und sie hatte recht. Je länger ich nicht ging, desto weniger wollte ich überhaupt studieren.

Also beschloss ich, wieder zur Uni zu gehen. Und nun, über einen Monat später sind sie wieder da – die Panikattacken.

Sie erreichen mich immer nur in der Uni. Nur in diesen Räumen. Warum? Die Uni tut mir nichts! Klar, sie macht mir momentan nicht allzu großen Spaß und es ist schwer, wieder „reinzukommen“, aber ansonsten spüre ich keine von ihr ausgehende Bedrohung.

Sie lösen Leistungsdruck und Versagensängste in mir aus.

Obwohl ich den Bachelor ohne Probleme geschafft habe, packen mich die Versagensängste im Master besonders. Ich weiß auch nicht genau, warum das so ist. Sobald ich etwas nicht auf Anhieb verstehe, komme ich mir unendlich dumm vor. Dieses Gefühl kann ich nur schwer ertragen.

Wie soll ich so studieren? 

Wie soll ich einen Vorlesung ertragen, während mein Herz so stark gegen mein Herz hämmert? Wie soll ich mich konzentrieren, wenn ich die ganze Zeit nur auf die Uhr starre und mir wünsche, dass ich endlich hier raus komme? Wie soll ich mich beteiligen, wenn meine Hände erst zittern, dann taub werden und ich währenddessen einen Heulstrom zu unterdrücken versuche?

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Ich weiß nicht, welche Stimme in mir redet – die Angst oder ich.

Ich weiß nicht mehr, was ich will. Will ich überhaupt noch studieren? Oder will ich es nicht, weil ich Angst habe? Erfinde ich diese Ausreden, dass dieses Studium mir nichts bringt, weil ich um jeden Preis nicht mehr kommen will? Oder haben sich meine Interessen wirklich verschoben? Bin ich nicht mehr die vor zwei Jahren, die sich um nichts auf der Welt gewünscht hat, für den Master angenommen zu werden? Muss ich einfach nur die Angst überwinden, und „reinkommen“?

Fakt ist, dass ich das Semester abschließen werde.

Ich stecke schon zu sehr drin, um wieder rauszukommen. In wenigen Wochen werde ich einen Vortrag mit einer Kommilitonin halten un will sie nicht im letzten Moment hängen lassen. Außerdem war mein Dozent sehr kulant und hat mir erlaubt, ein Modul, dass ich damals aufgrund von zu vielen Panikattacken nicht abschließen konnte, nachzuholen. Meine Therapeutin sagte, dass das übrigens ein Hauptgrund für meine Angstzustände ist. Weil ich glaube, dass ich es tun muss, und es keinen Ausweg gibt. Den gibt es ja so gesehen auch nicht. Auch wenn es immer die „Wahl“ gibt. Aber das würde wie gesagt nur mein Leben bremsen.

Außerdem habe ich keinen Plan B. 

Ich weiß nicht, wohin mein Weg mich führen wird. Ich weiß nicht, was und wo ich arbeiten will. Die Uni gibt mir ein wenig Sicherheit. Schließlich studiere ich noch und mache „irgendwas“. Gar nichts zu tun würde mich auf Dauer nur noch trauriger machen.

Ich muss die Angst in mir leiser werden lassen. Und meine Gesundheit lauter.

Wie bereits gesagt, weiß ich nicht, wer in mir spricht. Die Angst ist zu einnehmend und vermischt sich mit meinen restlichen Bedürfnissen. Ich muss den gesunden Anteil in mir lauter werden lassen.

Ich muss mir darüber im Klaren werden, was ich eigentlich will. Vielleicht will ich ja wirklich nicht mehr studieren. Damit würde ich sogar klarkommen, aber nur, wenn auch wirklich ich es bin, die diese Entscheidung trifft. Und nicht die Angst.

Ich weiß nicht, ob unter euch jemand ist, der auch mit Panikattacken zu kämpfen hat. Wenn ja, wie geht ihr damit in eurem Leben um? Wir gelingt es euch damit zu studieren oder zu arbeiten? Und vor allem: Wie könnt ihr die Stimme eurer Angst mit eurer anderen unterscheiden? 

19 Kommentare zu „Wer redet? Die Angst oder ich? – Panikattacken in der Uni

  1. Liebe Mia,

    zuerst denke ich, dass nicht immer nur das Ziel (so habe ich auch sehr lange getickt), sondern auch der Weg zu einem (noch nicht definierten) Ziel wichtig ist. Der Prozess der Findung ist genauso wertvoll, wie die Definition eines Zieles. Und vielleicht ändert sich auch das Ziel immer wieder Mal auf dem Weg, weil Du merkst, dass es doch nicht passend ist.

    Zu der Frage, wie die Stimmen unterschieden werden. Ob es da einen Generalansatz gibt, weiß ich leider nicht. Mir hilft es immer, wenn ich Angst verspüre, dass mein Mut dann einspringt und sagt: „Oh, es bereitet Angst, also sollte ich es angehen“. Quasi wie ein Spiel, ein Abendteuer, das mich zu etwas Neuem führen kann.

    Dies ist zwar jetzt ein vielleicht nicht so essenzielles Beispiel, aber ich habe zum Beispiel Höhenangst. Dumm nur, für meine Höhenangst, dass es mich nicht davon abhalten kann, doch irgendwo hinaufzuklettern, auf Türme zu steigen oder sonstiges, was es antriggernd ist. Ich wäge ab, was schlimmer ist: Nicht auf den Turm zu steigen und den schönen Ausblick genießen oder unten herumzustehen und auf die anderen Warten, die die Aussicht genießen?

    Ich habe auf meinem Blog mal eine Geschichte veröffentlicht: „Wenn Mut und Angst eine Freundschaft bilden“. Vielleicht interessiert es Dich und Du findest eine amüsante Art, die Dinge anzugehen.

    Ich behaupte nicht, dass es immer einfach ist, aber mit jedem Mal, wird es einfacher und Du kommst weiter. Mit jedem genauen Hinhören, kannst Du schnell auch die Stimmen in Dir unterscheiden. Die Angst hält Dich immer nur von den Dingen ab, die Du tun möchtest. Wenn Du regelmäßig genau hinhörst, wirst Du erst die feinen und dann immer verstärkter die Unterschiede erkennen und nach ihnen handeln können.

    Vertraue auf Deine innere Stimme, zwinge sie nicht herbei, sondern lasse sie ganz einfach geschehen. Sie kommen von ganz alleine, wenn Du innerlich loslässt.

    Herzliche Grüße
    Serap

    PS: Angst kann ein wunderbarer Katalysator fürs Leben sein, wenn Du sie ganz persönlich in die Hand nimmst. So, wie Du es bei einem Kind machen würdest, wenn Du es ermunterst, irgendetwas doch zu tun. Mach‘ die Angst zu Deiner besten Freundin! 😊

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    1. Liebe Serap,
      danke für deinen wundervollen Kommentar! Wie immer hat er mich sehr nachdenklich gemacht, war jedoch gleichzeitig sehr nachvollziehbar und mutmachend! Dass du der Angst ins Gesicht schaust, finde ich unglaublich mutig! An diesen Punkt möchte ich auch gelangen, allerdings muss ich dazwischen noch die „Praxis“ angehen. Der Wille ist nämlich da, die Angst hält ihn nur davon ab. Und noch dazu weiß ich auch nicht, ob es die Sache wirklich wert ist, weil ein Teil von mir eben überhaupt nicht mehr studieren will (nur weiß ich nicht, ob das der ängstliche oder gesunde Anteil will).

      Das Ganze ist sehr komplex und verwirrend, aber ich bin sehr dankbar, dass ich meine Gedanken hier teilen kann und hilfreiche Kommentare, wie diese hier, bekomme.

      Ganz lieben Dank und herzliche Grüße! ❤

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      1. Liebe Mia,
        jeder Neubeginn ist schwer. Lass‘ Dich nicht entmutigen. Auch die Mini Schritte bringen Dich weiter. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo Du die Klarheit entweder spürst oder sie durch Deine bewusste Entscheidung herbeiführst. Es gibt kein richtig oder falsch auf dem Weg.
        Herzliche Grüße
        Serap

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  2. Es betrübt mich, dass die Panikattacken wieder da sind. Die sind so gemein, manchmal regelrecht heimtückisch.

    Das, was Serap vornagehend geschrieben hat, imponiert mir sehr. Noch mehr, dass sie es offenbar tatsächlich schafft, sich ihren Ängsten zu stellen. Das beispielsweise mit Blick auf Höhenangst zu schaffen, hat meinen allergrößten Respekt.

    Ich wünsche Dir sehr, dass Du es schaffst, die Attacken wenigstens kanalysieren, sie abschächen zu können, zumindest in ihren Nachwirkungen. – Mir gelingt das nur sehr schwer, nur sehr selten, bei der Höhenangst zum Beispiel gar nicht. – Aber das muss bei Dir nicht genauso sein.

    Zum einen bist Du „ein paar Semester“ jünger, und obendrein bist Du früh auf den Weg eingeschwenkt, es wieder zu wagen – allein damit, dass Du nun erstmal wieder zur Uni gehst.

    Es darf nur nicht zur Dauerbelastung werden, wenn man nur noch auf einem hohen Angstlevel „lebt“, dann wird es zerstörerisch – irgendwann ist dann einfach der Akku komplett leer. Ich möchte um nichts auf der Welt, dass Du diese Erfahrung machen musst.

    Wenn Du also Anzeichen für eine Verstetigung bemerkst, besprich‘ das bitte unbedingt mit Deiner Therapeutin.

    Ich begleite Dich mit innigen Wünschen, dafür, dass es Dich nicht so sehr beansprucht, dass es besser wird. .

    In diesem Sinne, nur liebste Grüße an Dich! 💖

    (P.S. Ich habe mir übrigens erlaubt, auf meinem Blog eine kleine „Anzeige“ zu schalten … 😉 )

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    1. Danke für dein unendliches Mitgefühl, lieber sternfluesterer! Ich wünsche mir auch, dass ich die Angst halbwegs kanalisieren kann, und das bevor der „Akku leer ist“. Meine Therapeutin und ich sprechen auf jeden Fall regelmäßig darüber!

      Ganz, ganz liebe Grüße und danke für diese Herzlichkeit auf deinem Blog! Mir kamen wahrhaft ein paar Freundentränchen, als ich die Anzeige erblickt habe. So viel Unterstützung von allen Seiten…ich bin so dankbar!!! ❤

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  3. Liebe Mia (oder ist es dir inzwischen lieber, wenn man dich mit deinem richtigen Namen anspricht?)

    Ich kenne Panikattacken in der Uni auch und erlebe sie ebenso besonders durch Leistungsdruck und Versagensängste ausgelöst. Besonders die ersten beiden Semester kam das bei mir öfter vor, da ich in keinem Fach mitkam und mich viel, viel dümmer und wertloser als die anderen fühlte. Allerdings hatte ich zum Glück nicht so oft Panikattacken während Vorlesungen, sondern eher Zuhause. Auch wenn es nicht ganz das gleiche Ausmaß ist, kann ich dir allerdings weiter geben, was mir bei Anspannungsattacken hilft.

    Diese zeigen sich bei mir oft ähnlich wie eine beginnende Panikattacke: Probleme beim Atmen, das Gefühl, einfach flüchten zu wollen und gar nicht mehr in der Lage zu sein, irgendwas außer diesem Gefühl wahrzunehmen.
    Ich habe das Glück, dass ich in einer ziemlich sozialen Studi-Gemeinschaft zu sein und auch wenn ich in einem Seminar keinen gut kenne, habe ich zumindest eine Person, der ich so halbwegs vertraue. Das hilft mir ungemein. In den meisten Kursen sitzt zumindest ein Freund oder jemand, dem ich etwas mehr vertraue. Und diesen Menschen bin ich ziemlich ehrlich diesbezüglich gegenüber, wenn ich gerade eine schlechte Phase habe. Ein paar wissen dann etwas mehr, andere wissen einfach nur, dass ich immer wieder mit der Psyche zu kämpfen habe. Aber wenn es nötig ist, habe ich immer wen, der mich kurz in den Arm nehmen kann oder dem ich zumindest sagen kann, dass es mir nicht gut geht und oft hilft das schon. Manchmal, wenn das nicht hilft und ich den Raum verlassen muss, kommt jemand mit oder erklärt mir anschließend den Stoff.
    Und ich hab dieses Jahr bewusst die Einstellung, dass ich zwar viel Zeit, aber keinen unnötigen Druck in das Studium unter dem Semester stecke. Dadurch wird der Leistungsdruck und die Versagensangst ein wenig gemindert, was auch hilft.

    Und ansonsten versuche ich einfach zu vertrauen. Hört sich banal an, ist aber oft sehr schwer für mich. Ich tendiere sehr zum Überkontrollieren und dann den Gedanken, dass es schon werden wird und dass ich es schaffen kann, solange ich mir nicht zu viel Druck mache, zuzulassen. Oder eben das Vertrauen darauf, dass mir nichts passieren kann und die Anspannung auch wieder weg gehen wird. Klappt nicht immer, aber das ist wohl auch ein Lernprozess.

    Ich weiß nicht, wie dein Studiengang aufgebaut ist und wie die Community da ist, bei mir ist es ziemlich normal, sich privat und regelmäßig zum Nachbesprechen zu treffen, das nimmt auch schon viel Druck raus.

    Ich weiß nicht, ob ich dir damit irgendwie geholfen habe.

    Ansonsten finde ich es unglaublich stark, dass du dieses Semester trotz deiner Panik beenden möchtest. Vielleicht ist der Vortrag auch eine gute Motivation, eben nicht aufzugeben und weiter zu machen. (Übrigens mache ich das dieses Semester ähnlich: 4 Vorträge, 3 davon in Gruppen oder zu zweit – und wenn die Hälfte des Semesters um ist, schafft man die zweite Hälfte auch noch)

    Sei aber bitte ehrlich zu dir, wenn es dir viel zu viel wird und du nicht aus diesen Dauerstresszuständen raus kommst, schau vielleicht, wie du noch ein wenig Druck raus nehmen oder das ganze Semester angenehmer gestalten kannst.

    Ich schicke dir ganz liebe Grüße! 🌻

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    1. Danke für deinen lieben Kommentar! 🙂 Du darfst mich nennen, wie du willst! Inzwischen habe ich mich aber auch sehr an „Mia“ gewöhnt und betrachte ihn als Zweitnamen!

      Das, was du schreibst, klingt sehr vertraut. Es freut mich sehr, dass du in deinem Studium ein paar Menschen hast, die die halt geben. Da ich so lange pausiert habe, ist mein ohnehin kleiner Uni-Kreis weiter als ich. Die meisten Kurse stemme ich also allein. Und neue Menschen kennenlernen fällt mir nach wie vor sehr schwer…

      Dass du dir mit deinem Studium keinen Druck machen willst, klingt sehr schön! Vielleicht wird es mir auch gelingen, auch wenn sich das immer leichter sagt 🙈

      Liebe Grüße und hab ein schönes Wochenende!

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      1. Hmm, und eine Möglichkeit neue Leute kennen zu lernen gibt es aktuell nicht?
        Ich meine, ich verstehe es! Bei meinem Studiengang ist es auch so, dass es sich ab spätestens dem 3. Semester relativ verläuft, weil man ab da die meisten Pflichtkurse durch hat. Einerseits ist das total cool, weil man immer wieder neue Leute kennen lernt und total frei ist, andererseits ist es mega blöd, weil man immer wieder mit neuen Leuten zusammen kommt und teilweise zu viele freie Wahlmöglichkeiten hat. Und mir fällt es auch super schwer, dann neue Leute kennen zu lernen. In Seminaren geht es wohl noch, weil man da eh viel diskutiert, aber in Vorlesungen ist das schwieriger.
        Übrigens merke ich selber, dass es in mir viel mehr Druck auslöst, wenn ich keinen im Saal/Raum kenne. Ist das bei dir ähnlich oder unabhängig voneinander?

        Ich drücke dir die Daumen, dass es klappt!

        Ganz liebe Grüße und einen schönen Start in die neue Woche! 🌻

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      2. Nein, die gibt es aktuell überhaupt nicht – aber zugegebenermaßen tue ich auch nicht selbst viel dafür!:P Und ja, wenn eine Freundin da ist, fühle ich mich automatisch wohler. Nicht, dass ich das Alleinsein nicht manchmal auch gern genieße, aber der Uni Alltag gestaltet sich mit Unterstützung definitiv einfacher!

        Liebe Grüße!

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  4. Oh nein! Tut mir leid, das zu lesen… Ich muss sagen, dass ich überhaupt keine Erfahrungen mit Panikattacken habe. Zwar kann ich glaube ich schon ein wenig nachvollziehen, wie du dich fühlst – wenn das Herz klopft, man sich überfordert fühlt etc. -, aber ich war noch nie in dieser Situation bzw. habe noch nie eine Panikattacke selbst erlebt.

    Die Theorie, dass die Uni den Leistungsdruck triggert, klingt auf mich plausibel. Ich kenne es, dass allein der Gedanke an einen Ort in mir Angst auslöst – einfach, weil ich negative Erinnerungen an ihn habe. Und das, obwohl ich nicht nur negative Erfahrungen dort gemacht habe, auch positive.

    Wie sieht es bei dir eigentlich mit Präsentationsangst aus? Vielleicht setzt dich auch der vorstehende Vortrag schon einmal unter Druck? Das könnte ich total nachvollziehen… Vorträge waren für mich immer der absolute Horror.

    Ich hoffe, dass es sich schnell bessern wird und deinen guten Weg findest, damit umzugehen!

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    1. Danke für deine mitfühlenden Worte! Dass die Uni allein mich gewissermaßen nur wegen ihres Ortes triggert, stimmt schon. Und dass sie Ängste (z.B Präsentationsangst) in mir auslöst, auch. Glücklicherweise versuche ich mit meiner Therapeutin Methoden auszuhandeln, um diesen spezifischen Moment in der Uni bestmöglich zu ertragen. Aber ob ich überhaupt noch studieren will, weiß ich einfach nicht 😅 meine Meinung schwankt täglich von ja zu nein 🙈 Aber natürlich hoffe ich auch, dass es bald besser werden wird!

      Liebe Grüße!

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      1. Jaa das kann ich mir gut vorstellen, dass du jetzt verwirrt bist und nicht weißt, ob du weiterstudieren möchtest! Gerade gestern habe ich mit einer Freundin geredet, die auch schon lange ihr Studium pausiert hat und sich auch unsicher ist, ob sie weitermachen möchte. Und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es bei ihr um die Frage geht, ob es das für sie wert ist. Braucht sie den Abschluss, muss sie das Studium wirklich zu Ende bringen? Ich finde, das Leben ist nicht dafür da, um sich durch etwas durchzuquälen. Ein Master ist kein Muss und letztendlich könnte man ihn in 20, 30, 40 Jahren immer noch nachholen, wenn man möchte.

        Ich glaub in deinem Fall ist es notwendig, abzuwarten… Deine Therapeutin kann ich schon verstehen, wenn sie sagt, du solltest trotzdem hingehen. Wenn man sich seiner Angst nicht stellt, wird sie nur stärker werden. Aber: Ich finde, du solltest das Studium auch nicht nur machen, weil sie es sagt, sondern weil du es wirklich machen möchtest und es dir Spaß macht.

        Wie gesagt: Ich glaube die Zeit wird zeigen, was jetzt das Beste ist! Ich vertrau immer darauf, dass alles so kommt, wie es kommen soll 🙂

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      1. Mir hat es fast ein wenig das Leben gerettet. Ich hatte eines der SSRI-Antidepressiva. Meine waren v.a. angstlösend und nach den 10 Tagen „einwirkungszeit“ hatte ich sofort nur noch etwa 5% meiner vorherigen Ängste. Als ich meinen Therapeuten meine Befürchtungen mitteilte, ich könnte abhängig werden, meinte er: nein, es geht darum, dass das Hirn lernt, dass es auch ohne Angst geht. Dann wird es das auch nach dem Absetzen wieder können. Wichtig ist nur, dass man eben auch bewusst daran arbeitet. Für mich klang das logisch und ich kann es auch nur bestätigen. Natürlich ist ohne Medis besser, wenn man es kann. Aber wenn es nicht geht, ist es eine gute Krücke.

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  5. Kenne Panikattacken sehr gut. Sie erscheinen als Signal der Erschöpfung (nicht Überforderung), und haben, wie du richtig bemerkst (,“die Uni tut mir nichts“) ihre Ursache nicht in der äußeren Situation, in der sie auftreten. Sie kommen verstärkt, wenn der Körper nach einer Krankheit (zB Virusinfektion) geschwächt ist oder wenn du in einer Stressphase ohne Erholungspause steckst.
    Eine Pause ist darum schon das Richtige – erst mal. Da die Attacken jedoch die gemeine Tendenz haben wiederzukommen, sobald es wieder stressiger wird, und dir damit den Uni-Abschluss ernsthaft verbauen können, würde ich zu einem gut verträglichen Angst lösenden Antidepressivum raten (welches nicht auf Benzodiazepin-Basis ist, da Benzodiazepine abhängig machen). Hausarzt ansprechen🙂

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