Stress – Auslöser für Essanfälle #1

Ich beginne diesen Beitrag mit einer neuen „Reihe“ mit der Thematik „Auslöser für Essanfälle“. In dieser teile ich mit euch meinen wohl häufigsten Auslöser für Essanfälle: Stress!

Momentan ist mein Stressslevel ganz oben. Das letzte Semester ist viel zu kurz, um eine Hausarbeit zu schreiben, für den letzten Kurs zu büffeln und nebenbei die Baechelorarbeit zu schreiben. Ich sitze von morgens bis Abends nur an meinem Schreibtisch und will gar nicht erst davon anfangen, wie träge und hässlich ich mich gerade fühle.

Hinzu kommt, dass ich momentan zwei Jobs habe, für die ich gerade absolut keine Zeit habe, aber trotzdem brauche, weil die Miete sich nicht von selbst zahlt.

Stress? Ab zum Kühlschrank!

Viele vergessen zu essen, wenn sie im Stress sind. Ich stattdessen denke an nichts anderes. Mein Gefühlsleben ist so unausgeglichen, dass ich nicht weiß, was mein Körper braucht und will. Ständig habe ich Appetit und werde einfach nicht satt.

Gestern habe ich nach wochenlanger Zucker-Pause einen Haufen Süßigkeiten in mich hineingestopft. Die Bauchschmerzen von gestern begleiten mich leider noch immer, insbesondere weil ich es nicht mehr gewohnt bin, so radikal viel auf einmal zu essen.

Ich weiß, dass dieser Stress ausschlaggebend für meine momentanen Essanfälle sind. Hinzu kommen der Leistungsdruck, die Zukunftsängste und die unaussprechliche Angst vor dem Versagen.

Lernen, mit Stress umzugehen.

Das Leben ist kein Zuckerschlecken. Und stressige Phasen werden vermutlich immer ab und an da sein. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie viel Stress ich in einer 40-Stunden Woche haben werde. Ich, die hier noch familienversichert ist und jeden Monat pünktlich ihr Kindergeld bekommt. Das Leben wird definitiv nicht weniger stressig finden. Und ich kann das Essen nicht immer als Ventil verwenden.

Kleine Anker finden.

Da ich weiß, was mein Auslöser ist, versuche ich herauszufinden, was meiner Seele gut tut.

Ich fahre momentan wieder viel Fahrrad, weil das Fahren eine unglaublich beruhigende Wirkung auf mich hat. Bewegung und frische Luft helfen mir, den Kopf frei zu kriegen.

Auch das Scheinen der Sonne erfreut mich jeden Tag. Zwar habe ich keine Zeit, mich ausgiebig zu sonnen, doch ich zwinge mich dazu, mindestens ein Mal am Tag für ein paar Minuten am Balkon zu sitzen und die Sonnenstrahlen auf meiner Haut zu spüren. Es macht mich wirklich ein bisschen glücklich.

Auch habe ich gestern eine Reise gebucht. Die Vorfreude tut mir momentan sehr gut. Es gibt ein positives Ereignis, welches mich in unmittelbarer Zukunft glücklich machen wird.

Und auch wenn es ziemlich banal ist, so freue ich mich auch, dass am Donnerstag, an Christi Himmelfahrt, mein Horror-Kurs in der Uni ausfällt. Gedankt sei dir Chrsiti! (Ich hoffe, das klang nicht respektlos…).

Ich brauche viele positive Momente. Denn sonst weiß ich nicht, wie ich mit dem Stress umgehen soll!

Habt ihr irgendwelche weiteren Tipps? Dann immer her damit! 😉

Schönen Dinestag! ♥

20 Kommentare zu „Stress – Auslöser für Essanfälle #1

  1. Liebe Mia,

    sich immer wieder kurze Phasen der Ruhe und Entspannung zu gönnen, ist auf jeden Fall eine sehr gute Sache.

    Was ich sonst noch über Stess weiß:

    Lecithin (z.B. enthalten in Nüssen) ist Nervennahrung und hilft dem Körper beim Umgang mit Stress. Ich vermute da einen Zusammenhang zwischen dem Namen „Studentenfutter“ für die Nussmischungen und den Prüfungsphasen an der Uni 😉

    Was mir auch hilft, den Stress zu reduzieren, sind`Meditationsübungen, ob geführt vom Band oder z.B. Mandalas ausmalen – je nach Lust und Laune 😉
    Zudem ist genügend Schlaf sehr wichtig.
    Ab und zu tief durchschnaufen und mir einen Tee machen und ein bisschen entschleunigen, hilft mir ebenso – besonders, weil man mit weniger Stress dann wieder effizienter arbeiten/lernen kann…

    Vielleicht ist da was dabei, was sich für dich nach einer stimmigen Option anfühlt, die du probieren möchtest?!

    Ich wünsche dir jedenfalls gute Nerven und gutes Durchhalten bis zum Urlaub 🙂

    Herzliche Grüße!

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    1. Liebe Grübel Eule,
      Vielen lieben Dank für deine lieben Ratschläge! Das hat mich gerade sehr gerührt!❤️
      Über Meditationsübungen denke ich auch oft nach, bin allerdings noch nicht so richtig geschult darin!

      Gegen Nässe habe ich leider eine Allergie 🙈 und diese haben auch einen zu großen Suchtfaktor bei mir!

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      1. Liebe Mia,
        Immer gerne doch 🙂
        Probier einfach rum. Du findest das einstige für dich schon.
        Aber Schulung in Meditation brauchst du nicht. Ich mag das ganz gerne „Hypnose-Dinger“ vom Band anzuhören. Da gibt es bei Amazon Prime Music das eine oder andere und auch bei Spotify. Einfach mal durchklicken, ob dich da was anspricht.

        Lecithin gibt es auch zum einnehmen aus der Apotheke 😉

        LG

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  2. Liebe Mia,

    erst einmal hoffe ich, dass es Deinem Bauch inzwischen wieder besser geht!

    Leider sieht es mit meinem Stresspensum zur Zeit sehr ähnlich aus, weshalb ich gar nicht so viel kommentieren kann, wie ich gern würde! Und gerade Deine Beitrage sind es, bei denen ich so viel schreiben könnte! Es ist immer schön, Dich besuchen zu kommen und von Dir zu lesen, auch wenn ich nicht immer schreiben kann.

    Dieser Beitrag erinnert mich sehr an meine Studienzeit! Mir ging es genau wie Dir und damals stellte ich mir dieselben Fragen. Ich fand keine Antwort, keinen Schalter, der sich einfach so umlegen ließ.

    Ich kann Dir aus meiner Erfahrung sagen, dass ein reflektierter Umgang mit diesen Lebensthemen und die Zeit unglaublich viel „von selbst“ erledigen. Das Wichtigste ist, nicht aufzugeben, egal wie anstrengend es manchmal auch sein mag. Damit meine ich nicht das Studium und die Arbeit. Ich meine z.B. Deine Anker, die ich übrigens ganz wundervoll finde und mit Dir teile! Fahrradfahren und die Sonne dabei – einfach wundervoll!

    Dass Dich das Studium und zwei (!) Jobs sehr beanspruchen ist doch ganz natürlich! Ich kenne Studenten, die auch ohne Nebentätigkeiten das Gefühl von Überforderung haben. Du leistest wirklich enorm viel!

    Ich weiß nicht, ob es Dir hilft oder ob es nur so daher gesagt wird. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass manche Zukunftssorgen unbegründet sind und sich vieles von selbst ergibt. Diese Ängste kann ich so gut erinnern, nicht aber, wie sie sich dann aufgelöst haben. Wenn ich so von Dir lese, sehe ich Dich jedoch auf einem guten Weg und male mir eine schöne Zukunft für Dich aus!

    Denke immer daran, dass es im Leben auf viel wichtigere Qualitäten ankommt als das, was Du im Studium leistest oder wie Du aussiehst (und ich bin sicher, dass Du ein wunderschöner Mensch bist).

    Um auf Deine abschließende Frage zu antworten: Vielleicht schreibst Du Dir einmal die Qualitäten auf, auf die es Dir wirklich ankommt. Ich habe das auch mal gemacht (https://wegdeserwachens.wordpress.com/2018/02/08/worauf-es-mir-ankommt/) und immer wenn Zweifel aufkommen, ob das, was ich tue gut genug ist, werfe ich einen Blick darauf. Und dann ist es auf einmal gar nicht mehr so wichtig, ob ich gut aussehe oder viel leiste. Anderen Themen, die uns Menschen verbinden, sind viel wichtiger.

    Sei ganz lieb gegrüßt meine Liebe und genieße das traumhafte Wetter! ❤

    Deine Sophie

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    1. Liebe Sophie,
      Ich bin sehr dankbar, dass du dir trotz deiner ebenso stressigen Phase trotzdem Zeit für meinen Beitrag genommen hast! ❤️

      Und ich habe viel Trost in deinen Worten gefunden! Du hast absolut recht – einige Dinge erledigen sich manchmal von selbst! Viele meiner Ängste waren im Nachhinein sinnlos! Und ich stimme dir auch vollkommen zu, dass das Studium nicht alles auf der Welt ist!

      Ganz ganz liebe Grüße und auch dir ganz viel positive Energie für die kommende Zeit ❤️ ich schau jetzt mal in deinen Beitrag!

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  3. Vielleicht wird Dich das ein bisschen erstauenen, liebe Mia, aber ich futtere mitunter auch aus Stress. Und ich kenne auch äußerhalb dieses Zustandes „Futterattacken“. – Diese geshehen vor allem dann, wenn ich unregelmäßig esse. Irgendwann ist es dann soweit, dass ich wirklich Hunger empfinde, und dann istv es manchla schwer, rechtzeitig auf die Bremse zu treten.

    Ich mache an sich auch viel falsch, was eine wirklich ausgewogene und regelmäßige Ernährung angeht. Insofern bin ich kein guter Ratgeber, allerdings WEIß ich mehr als ich selbst „praktiziere“. 😉

    Und ein paar positive Hinweise für mich habe ich denn auch schon gefunden, die da wären:

    Regelsmäßig essen, so, dass kein wirklicher Hunger entsteht, dabei möglicht wenig Süßes zu sich nehmen.

    Zwischendruch möglichst viel trinken, Wasser, ungesüßten Tee (können ganz verschiedene Sorten sein) leichte Schorlen.

    Dem Stress versuchen, immer wieder die „Spitze“ zu nemen. Dazu hast Du eigentlich schon ganz gute Strategien entwickelt. Wenn es möglich ist, hilft, wenn Du Dich drauf einlassen kannst, auch mal eine progressive Muskelentspannung nach Jacobsen oder ähnliches – man kann auch die Kurzversion nehmen und nur mal vor 20 Minuten „abtauchen“.

    Kleine Balkon- oder Musikauszeiten oder auch eine halbe Stunde etwas Schönes lesen, können auch gut sein. Dabei kann man einen Lieblingstee trinken. Setze Dir am Besten Etappenziele, z.B. nach den nächsten 90 Minuten Schreiberei an der Arbeit nehme ich mir 30 Minuten Musikzeit. – Während der kann/darf man sich auch belohnen – durchaus auch mal mit einer kleinen Zwischenmahlzeit – z.B. einem Apfel, einer Mandarine, einem Stück Mango – DANACH auch mal mit einem Stückchen Schoki (nicht mit der Schoki anfangen, das ist gefährlich!)

    Im Endeffekt ist Selbstdisziplin ziemlich wichtig. Sich einen Plan machen, mit Etappenzielen, die immer eine kleine Freude bereithalten.

    Ich weiß, liebe Mia, richtig große Neuigkeiten oder gar Weisheiten sind das alles nicht. Und, wie gesagt, ich bin selbst ein trefflicher „Schlawiner“…

    Ganz doll liebe Grüße an Dich! ❤

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    1. Lieber sternfluesterer, ich war gerade unheimlich gerührt von deinen so lieben Tipps! Ich werde sie mir auf jeden Fall zu Herzen nehmen und einige von ihnen sicher umsetzen. Mit den Pausen ist es insofern schwierig, weil ich manchmal einen solchen Inspirationsschub habe und dann 5 Stunden am Stück schreiben muss, ohne unterbrochen zu werden. Natürlich raucht mein Kopf dann und will sofort Süßes! Aber nach dem heutigen wirklich chaotischen Tag, in dem ich meine Uni Kurs um eine Stunde verwechselt, meine Bank Karte im Automaten vergessen, und auch noch ganz fest davon überzeugt war, dass wir noch 2017 haben, wurde mir klar, dass ich definitiv kürzer treten muss. Sonst geschehen komische Dinge 😉

      Ganz liebe Grüße!! ❤️

      Gefällt 1 Person

      1. Ja, ich weiß wie das ist, wenn man mal so „im Fluss“ ist.

        Ich kenne aber halt auch die Kehrseiten, habe insoweit in meinem ersten Studium (dem Direktstudium) unheimlich viel verkehrt gemacht. Aber ich war so (dämlich!) und habe mich auch kaum geändert in vielen Jahren. Deshlab wünsche ich mir um so mehr, dass so ein besonderer Mensch wie Du, nicht auch über solche Fallstricke stolpert.

        Pass bitte auf Dich auf, fordere nicht zu viele von Dir. Und, wenn Du sonst mal irgendwie schreiben oder auch reden willst, lass es mich wissen. Bitte nicht in einer Sackgasse allein bleiben!

        Liebste Grüße an Dich und eine riesengroße Tüte voller ❤ en.

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  4. Ich finde mich in jedem einzelnen deiner Worte wieder! Ich bin im Moment in einer ähnlichen Situation, was Uni und Co. betrifft und es stresst mich absolut. Das krasse daran ist aber, dass ich trotz Essstörung, Angst und Depression funktioniere, irgendwie. Ich bekomme fast alles hin, was ich mir vornehme. Dabei vergesse ich aber eine ganz wichtige Person: nämlich mich selbst!

    Tipps habe ich nicht wirklich. Ich beschäftige mich im Moment wieder etwas mehr mit Achtsamkeit. Und vielleicht hilft es ja auch ein wenig zu wissen, dass man mit seinen Gefühlen nicht alleine ist!

    Ganz liebe Grüße
    Julia

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  5. Für mich ist Stress auch der Auslöser Nummer 1. Dahinter steckt aber noch mehr: den eigenen Druck, den man sich macht. Ich glaube wenn man die eigenen Erwartungen an sich herunterschraubt, dann nimmt auch der Stress ab. Stichwort Perfektionismus…
    Und zum Thema Uni und Arbeit noch: Ich finde die Uni extrem stressig! Weil man einfach immer etwas dafür machen könnte. Als ich Vollzeit gearbeitet habe, habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich viel entspannter war. Ich denke das lag einfach daran, dass ich nach der Arbeit und am Wochenende komplett abschalten konnte. Im Studium ist dagegen mein Kopf nie wirklich frei und am Wochenende habe ich aucj immer viel gemacht. Also ich denke bewusste Pausen (und zwar ganze Tage mit Pausen) sind dringend notwenig. 🙂

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  6. Ich kenne es insofern, dass Stress mir aufs Essen schlägt, dass ich dann (fast) gar nichts mehr esse. Was mir dagegen hilft, sind einigermaßen feste Mahlzeiten. Ein leckeres Frühstück mit Zeit für mich und den Kaffee genießen. Und erst dann in den Arbeits-/Unitag starten. Ich stelle mir nen Wecker für Pausen. Und ja, Achtsamkeit ist glaube ich das A und O. Ich habe es in letzter Zeit etwas aus den Augen verloren und BÄM ne fette Bauchlandung gemacht, weil ich psychisch eingekracht bin. Einiges hätte sich davon vielleicht verhindern oder zumindest abmildern lassen, wenn ich mehr auf mich geachtet hätte.

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      1. Manchmal reichen ja auch nur fünf Minuten. Oder auch der Gedanke daran, dass ich mir die Zeit nehme, „beruhigt“ mich schon 🙂

        Wenn ich mir längere Zeit mal keine Auszeit genommen habe, dann reagiert mein Körper schnell darauf und zeigt mir meine Grenzen..

        Gefällt 1 Person

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