Was ist Bulimie?

Bulimie…Viele kennen das Wort, können damit allerdings nicht viel anfangen. Manche können es grob in die Kategorie Essstörung einordnen, andere denken, dass man sich nach jedem Essen übergeben muss. Aber leider ist Bulimie so viel mehr als das.

Was ist Bulimie?

Bulimia Nervosa nennt sich auch Ess-Brech-Sucht und  ist eine Form der drei großen Essstörungen Bulimie, Binge Eating und Magersucht.

Viele Menschen, die an Bulimie leiden, sind „normal“gewichtig und unauffällig. Ähnlich wie bei meinem Beitrag Was ist Binge Eating erwähnt, kommt es bei der Bulimie zu Heißhungerattacken und Essanfällen. Diese werden jedoch anschließend auf verschiedene Weisen kompensiert. Häufige Formen der Gegenmaßnahmen sind das Übergeben, das Fasten, der Missbrauch von Abführmitteln, oder exzessiver Sport.

Besonders betroffen sind Mädchen und Frauen, im Jugend- und frühen Erwachsenenalter, aber auch Menschen, die Leistungssport betreiben und einen großen Fokus auf das Körperbild legen.

Einige Betroffene, leiden zuerst an Magersucht, bevor sie durch Heißhungerattacken und Diäten in die Bulimie rutschen. Genauso war es auch bei mir. Erst eine Diät nach der anderen und dann die Essattacken.

Ursachen für Bulimie

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sieht die Ursachen in vielen verschiedenen Bereichen: niedriges Selbstwertgefühl, Leistungsdruck, Perfektionsismus, Traumata, Mobbing, Stress, Schönheitsideale… Die Liste ist endlos lang.

Vorurteile von Bulimie

  • Nicht nur Models erkranken an Bulimie
  • Bulimiker essen nicht nur und übergeben sich, um irgendwelchen Trends nachzujagen.
  • Bulimie zu haben bedeutet nicht sich übergeben zu müssen. Es kann eine Gegenmaßnahme sein, muss es aber nicht.

Folgen von Bulimie

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Behandlung gegen Bulimie

Wie bei jeder Essstörung empfehle ich unbedingt eine Behandlung! Der Weg ist hart und ich kenne niemanden, der es allein da raus geschafft hat. Viele professionelle Personen wissen viel mehr über das menschliche Gehirn und seine Abläufe als wir. Daher sollten wir die Hilfe annehmen, wenn sie sich uns bietet!

Therapie

Viele Psychologen empfehlen bei Essstörungen eine Verhaltenstherapie. Ich selbst hatte auch eine, doch solange ihr eine Psychologin oder einen Psychologen findet, dem ihr euch öffnen könnt, spielt die Form der Psychotherapie keine große Rolle.

Medikation

Viele sind oft gegen Medikation, weil Tabletten wie Anti Depressiva nach wie vor in einem schlechten Licht stehen. Allerdings helfen sie dabei den Serotoninspiegel wieder zu normalisieren, weil dieser u.a die Stimmung, das Verhalten und den Appetit reguliert. All dies wird nämlich durch die Bulimie völlig durcheinandergewirbelt.

Klinik

Ich selbst war nie in einer Klinik, aber ich empfehle es gerade Menschen mit Essstörungen, weil sie dort, anders als eine Therapie, der sehr theorethisch ist, den Umgang mit dem Essen in der Praxis neu lernen.

Falls ihr es aus Zeitgründen nicht schaffen solltet in eine Klinik zu gehen, gibt es stattdessen auch Tageskliniken, welche ihr tagsüber besucht, aber Abends wieder nach Hause geht.

Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen sind natürlich nicht für jeden was, doch auch sie sind eine Option. Dort trifft man auf Menschen, die ähnlich betroffen sind, hat die Möglichkeit sich zu öffnen, ohne verurteilt zu werden, und kann gemeinsam gegen die Krankheit vorgehen!

Falls ihr Lust habt mehr darüber zu erfahren, kann ich euch das Buch von Michaela Essstörungen- Was ist das? nur wärmstens empfehlen! (unbezahlte Werbung)

PS.: Hier nochmal mein anderer Beitrag Was ist Binge Eating?

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