Ätherische Öle in der Recovery – Gastbeitrag von Romy Hoerbe

Was haben ätherische Öle mit der Recovery zu tun? Die Antwort: Eine ganze Menge. Die liebe Romy nutzt sie schon seit Jahren als eine Art Selbsttherapie und hat einen wunderschönen Beitrag darüber geschrieben, welche positive Wirkung ätherischen Öle auf unsere mentale Gesundheit haben!

Hi, ich bin Romy, 33 Jahre alt und seit zwei Jahren komplett frei von meiner Essstörung. Dass ich das einmal sagen kann, hätte ich nach 20 Jahren mit wechselnden anorektischen, bulimischen und orthorektischen Phasen nie für möglich gehalten. Geschweige denn, dass ich heute als Recovery Coach für Essstörungen auch andere Betroffene dabei unterstützen darf, ihre Essstörung loszulassen und die Beziehung zu sich, ihrem Körper und dem Essen zu heilen, damit sie das Leben führen können, was sie von Herzen erfüllt und glücklich macht. Für mich bedeutet das vor allem Fülle, ganz viel Leichtigkeit, Genuss und Lebensfreude.

Die liebe Mounia hat hier auf ihrem Blog wundervolle Selbsttherapie Ideen, von denen ich selbst während meiner Recovery einige ausprobieren durfte. Für mich ist das Thema „ätherische Öle“, welches ich heute mit dir teilen darf, auch eine Art Selbsttherapie gewesen, denn es hat mit Selbstfürsorge zu tun und damit, sich gut um sich zu kümmern und wieder zur eigenen Intuition zurückzufinden.

Ich freue mich sehr, dass ich dir heute etwas mehr zu diesem Herzensthema von mir erzählen und meine Erfahrungen mit dir teilen darf. Warum? Weil die ätherischen Öle eines der wichtigsten Hilfsmittel und Selbstfürsorge-Tools auf meinem Weg aus der Essstörung waren. Wenn man jahrelang im Mangel lebt und seinem Körper alles verwehrt, was er eigentlich so dringend benötigt, verliert man irgendwann den Zugang zu ihm und auch zu den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen.

Ich habe in all den Jahren, in denen ich mich kontrolliert und klein gehalten habe nicht nur meine Hunger- und Sättigungssignale, meine Periode und meine Lebensfreude verloren, sondern auch den Zugang zu mir selbst und meiner Intuition. Die ätherischen Öle haben es mir ermöglicht, auf eine gesunde Weise wieder mit mir in Kontakt zu kommen. Durch sie habe ich wieder Zugang zu meinen Gefühlen und meiner Intuition bekommen und gelernt mich selbst zu trösten, zu schützen und gut für mich zu sorgen.

Inzwischen nutze ich sie ganz intuitiv. Wenn ich merke, dass ich gestresst, unruhig, oder traurig bin, nehme ich mir einen kurzen Moment, um in mich hineinzuspüren und mich zu fragen, welches Öl mir jetzt guttun würde. Auch meine Klientinnen im Coaching spüren schnell, dass ihnen die Öle helfen, weshalb ich sie gern damit unterstütze.

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Wirkung ätherischer Öle

Doch wie funktioniert das genau?

Ätherische Öle sind die Essenz der Pflanzen, die sowohl körperlich als auch emotional einen direkten Einfluss auf uns haben. Sie bestehen aus winzigen Molekülen, die über die Nase binnen weniger Sekunden in unser limbisches System, dem Sitz unserer Emotionen, gelangen. Daher können sie beim Einatmen direkt unsere Stimmung beeinflussen.

Bestimmt kennst du das auch, wenn dir ein Geruch in die Nase steigt und du ganz plötzlich und unvermittelt an etwas denken musst. Das kann sowohl positiv als auch negativ sein, je nachdem, was du mit diesem Geruch verbindest. Ich muss beim Geruch von Orangen und Zitronen beispielsweise sofort an Urlaub in Spanien denken und den damit verbundenen Gefühlen von Wärme, Freude und Entspannung.

Heute liebe ich es, mir diese starke Wirkung von Gerüchen mithilfe der ätherischen Öle ganz gezielt zunutze zu machen und so meine Emotionen positiv zu beeinflussen. Ich habe durch sie einen Weg gefunden, mir die Kontrolle über mich und meine Stimmungen ein Stück weit zurückzuholen – auf eine gesunde und positive Weise.

Auch über die Haut oder wenn wir sie trinken, gelangen die Öle in unseren Körper und dank ihrer winzigen Moleküle sogar direkt in die Zellen. Daher sind sie auch bei körperlichen Schwierigkeiten, die während der Recovery von der Essstörung auftreten können, eine tolle Unterstützung, z.B. bei Wassereinlagerungen, Verdauungs- und Schlafproblemen. Wichtig ist hierbei die extrem hohe Qualität und dass sie frei von Schadstoffen und Pestiziden sind. Daher nutze und spreche ich hier auch nur über die Öle von dōTERRA, bei denen dies stets geprüft wird und die daher auch für die innerliche Anwendung sicher sind.

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Meine Lieblingsöle in der Recovery

Grapefruit
Ich weiß noch, wie ich an einem besonders schlechten Tag während meiner Recovery vor dem Spiegel stand und Haare föhnen musste. Ich weinte und hätte am liebsten den Spiegel eingeworfen, weil ich mein durch die Körperschemastörung verzerrtes Gesicht nicht ertragen konnte.

Doch es half nichts: Die Haare mussten trocken werden. Also griff ich in meiner Not zum Grapefruit-Öl, welches einen positiven Einfluss auf das Körperbild und die Selbstannahme hat. Es fördert eine positive Beziehung zu unserem Körper, die auf Liebe und Akzeptanz beruht.
Ich gab also ein paar Tropfen davon in den Nacken und der Föhn wehte mir den Duft direkt in die Nase. Und tatsächlich fühlte ich mich nach wenigen Sekunden etwas besser. Der Selbsthass wurde milder und ich spürte nicht mehr diesen starken Impuls, den Spiegel einschlagen zu wollen.

Neben dieser emotionalen Wirkung unterstützt Grapefruit den Körper außerdem dabei Wassereinlagerungen, die ebenfalls oft während der Recovery entstehen, wieder loszuwerden, da es das Lymphsystem anregt. Außerdem schmeckt es super lecker und hilft mir noch heute dabei genug zu trinken, was ich sonst gern mal vergesse .

ZenGest – Verdauungsmischung
Gerade zu Beginn der Recovery ist unser Verdauungssystem komplett aus dem Gleichgewicht. Als ich begann wieder mehr zu essen und mich auszuruhen, fühlte ich mich oft aufgebläht, verstopft und nach wenigen Bissen körperlich voll, obwohl ich eigentlich noch hungrig war. Es dauerte teilweise bis zu 6 Stunden, bevor ich erneut Hunger verspürte. Ziemlich ungünstig, wenn man alle zwei bis drei Stunden etwas essen soll.

Solche Symptome sind völlig normal in der Recovery und gleichzeitig oft triggernd, da die Essstörung natürlich sagt „Siehst du, ich habe dir ja gesagt so viel Essen ist schlecht.“ Doch durch die Essstörung verlangsamt sich der Stoffwechsel und auch die Magenentleerung um ein vielfaches, da der Körper versucht so viele Kalorien wie möglich aufzusparen und Energie daraus zu gewinnen.

Genau deshalb ist es wichtig regelmäßig und genug zu essen, um das Verdauungssystem zu heilen. Doch wie macht man das am besten, wenn man sich gleichzeitig so voll und unwohl fühlt? Neben einer ballaststoffarmen Ernährung mit regelmäßigen Mahlzeiten, zu denen ich mich anfangs zwingen musste, hat mir die ätherische Ölmischung „ZenGest“ sehr geholfen. Die enthaltenen Öle Fenchel, Ingwer, Kümmel, Koriander, Estragon und Anis beruhigen den Magen-Darm-Trakt, regen die Magensaftproduktion an und unterstützen die Peristaltik des Darms, die durch die Mangelernährung ebenfalls stark verlangsamt ist.

Ich habe meist ein bis zwei Tropfen kurz vor den Mahlzeiten getrunken und oft auch danach, wenn ich mich wieder einmal wie ein kleiner Ballon fühlte. Zwanzig Minuten nach dem Essen ging es mir meist wieder gut und ich habe mich nicht mehr so schlecht gefühlt, da das triggernde Völlegefühl nachließ.

Selbstfürsorge und Intuition

Ich könnte hier noch auf viele weitere ätherische Öle eingehen, die ich zum Großteil noch heute nutze, wenn ich mich traurig, gestresst, überfordert, schlaflos oder nicht mit mir verbunden fühle. Doch die wichtigste Botschaft, die ich dir mitgeben möchte, ist: ätherische Öle sind eine sehr einfache und effektive Möglichkeit dir selbst etwas Gutes zu tun und dich sowohl emotional als auch körperlich auf deinem Weg aus der Essstörung zu unterstützen.

Für mich waren sie der erste Schritt und eine bewusste Entscheidung zum ersten Mal in meinem Leben etwas FÜR mich zu tun, mich selbst gut zu behandeln und mir das zu geben, was ich brauche. Dank ihnen habe ich zu meiner Intuition zurückgefunden. Heute wähle ich nicht nur meine Öle intuitiv aus, sondern bin auch eine intuitive Esserin geworden, die ihr Leben zum ersten Mal wirklich unter Kontrolle hat. All das, was mir die Essstörung versprochen hat, habe ich heute endlich in meinem Leben und dafür bin ich unglaublich dankbar.

Ich freue mich sehr, dass Mounia mir die Möglichkeit gegeben hat dir auf ihrem Blog von meiner Leidenschaft zu erzählen. Wenn ich dich neugierig gemacht habe und du noch mehr über meinen Weg aus der Essstörung mit den ätherischen Ölen oder zu meiner Arbeit als Recovery Coach erfahren möchtest, dann freue ich mich sehr über deinen Besuch auf meinem Blog romy-hoerbe.de.

Wenn du möchtest, können wir uns auch gern auf Instagram verbinden, wo ich regelmäßig Recovery-Impulse gebe und dir zeige, dass es möglich ist ein erfülltes Leben ohne die Essstörung zu führen.
Auf meinem Ölverliebt-Instagram-Kanal  erfährst du mehr über die ätherischen Öle und wie du sie in deinem Alltag nutzen kannst.

Danke, Romy für diesen wunderbaren Beitrag! Ich habe eine ganze Menge dazugelernt und bin sehr gespannt, die die ätherischen Öle auszutesten. Ein Versuch ist es zumindest wert, oder? 🙂

Hier noch ein Video von ihr, in dem sie ebenfalls über ätherische Öle spricht!

3 Kommentare zu „Ätherische Öle in der Recovery – Gastbeitrag von Romy Hoerbe

  1. Ätherische Öle sind schön gut. Zur Massage zum riechen zum baden. Nicht zum trinken! Ich finde es leider recht unverantwortlich das zu erwähnen, gerade gegenüber Menschen, die ihr Körpergefühl verloren haben. Ätherische Öle sind und bleiben ein Konzentrat, welches zu schwersten Reaktionen und Vergiftungen führen kann! Das hat auch nichts mit Reinheit der Öle zutun. Es gibt einen Grund warum auf Ölen steht, dass diese nur zur äußerlichen Anwendung geeignet sind. LG und passt auf euch auf. P.S. Wenn du deine Verdauugssäfte anregen willst, gibt es andere Möglichkeiten 😉

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    1. Du hast völlig Recht, dass der Großteil der Öle auf dem Markt auf keinen Fall innerlich angewendet werden sollten und dürfen! Deswegen habe ich, wie im Beitrag beschrieben, auch nur von den dōTERRA Ölen gesprochen, bei denen dies, aufgrund der hohen Qualität und Reinheit, ausdrücklich erlaubt ist. Sie haben auch die entsprechende Kennzeichnung „For food flavouring“ direkt auf der Flasche. Das war einer der Hauptgründe, warum ich mich für diese Öle entschieden habe. 
Natürlich ist immer Vorsicht geboten und es reichen bereits sehr kleine Mengen aus, da ätherische Öle 50-70x stärker als Kräuter sind. Bei dōTERRA hast du auch immer einen Berater an deiner Seite, wenn du dich für die Öle entscheidest. Wir im Ölverliebt Team schulen unsere Berater regelmäßig, damit sie ihre Kunden bestmöglich bei der korrekten Anwendung unterstützen können.

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