Rückschläge sind nicht die Regel

Pünktlich zum Nikolaus habe ich eine weitere wichtige Botschaft aus meinem Adventstürchen, die ich gerne hier mit euch teilen würde: Rückschläge sind nicht die Regel! 

Ihr wisst ja, dass ich des Öfteren über dieses Thema schreibe, aber wegen der (schweren) Jahreszeit ist es mir besonders wichtig, diese Botschaft regelrecht in euch einzubrennen. Rückschläge sind Rückschläge – nicht die Regel.

Die Weihnachtszeit ist für sehr viele hart. In meinem Beitrag Winterzeit-Triggerzeit: Süßigkeiten in Supermärkten erzähle ich euch auch, wie schwer es ist, von all den Süßigkeiten umgeben zu sein. Was jedoch schlimmer als die Trigger sind, sind Rückschläge.

Meistens ereilt mich um diese Weihnachtszeit ein Rückschlag.

Der Stresspegel erreicht einen neuen Highscore, die Dunkelheit verschluckt mich, und die schlechte Laune meiner Umwelt gibt mir den Rest. Ehe ich mich versehe, bekomme ich einen Rückschlag.

Wie ich mich dann fühle, kann ich kaum in Worte fassen. Allem voran bin ich so enttäuscht und erniedrigt von mir selbst, dass es sich so anfühlt, als hätte sich nichts verändert.

Aber das stimmt nicht! Ich bin nicht mehr dort, wo ich einst mal war.

Mein Leben dreht sich nicht mehr rund ums Essen. Ich gebe Kalorien keine Macht mehr über mich. Ich mag meinen Körper, schätze ihn sehr und bin vor allem dankbar für all das, was er alles mit mir ausgehalten hat. Nein, es hat sich sehr viel geändert. Und deshalb sage ich mir diesen Satz wie ein Mantra jeden Tag.

Rückschläge sind nicht die Regel!

Vielleicht mag dieser Rückschlag anders sein, als die vorigen. Vielleicht mag er auch länger dauern. Aber macht euch bewusst, dass ihr trotzdem die starken Bezwinger seid, die der Essstörung gewaltig in den Hintern treten werden. Und nach dem Rückschlag werdet ihr weitermachen!

Rückschläge sind nicht die Regel. Rückschläge sind nicht die Regel. Rückschläge sind nicht die Regel! ♥

 

7 Kommentare zu „Rückschläge sind nicht die Regel

  1. Damit hast du so unglaublich Recht!

    Ich bin zwar bei weitem noch nicht so weit wie du, aber Rückschläge nehmen mich auch immer unglaublich mit. Und die Gefahr ist (zumindest bei mir) leider häufig, dass ich in eine totale Negativspirale gerate und den Rückschlag damit nur noch verschlimmere, beziehungsweise teilweise sogar noch unterstütze.

    Ich schicke dir einmal ganz liebe Grüße und Gedanken, dass du die letzten Tage vor den Feiertagen noch achtsam und möglichst stressfrei überstehst und gut auf dich und deine Grenzen hören kannst 💕✨

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    1. Danke dir, du Liebe 🙂

      Und natürlich kenne auch ich die Negativspirale, in die man schnell rutscht! Aber je öfter man dagegen ankämpft, umso kürzer werden die Rückschlage! Nicht sofort auch weniger, aber von den Episoden definitiv kürzer!

      Liebe Grüße!

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  2. Dass wir Rückschläge als Rückschläge erkennen ist an sich schon ein großer Fortschritt, denn das bedeutet, dass sich unsere Sicht auf die Krankheit verändert hat. Wir sehen sie nicht mehr als Normalzustand an.

    Ich denke, die Frustration, die durch den Rückschlag entsteht, ist ein sehr gutes Zeichen – auch wenn es manchmal schwierig ist, damit umzugehen.

    Und dabei ist es egal, um welche psychische oder auch körperliche Erkrankung es geht.

    Ich finde es wie immer bewundernswert, wie offen und selbstreflektiert du hier schreibst. Mir hat das schon oft zur Inspiration gereicht. Ich bin sicher, anderen geht es da ähnlich.

    Alles Liebe und einen schönen Nikolaus!

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    1. Danke für deinen Kommentar (besonders, dann rührender letzter Absatz :)<3 ) Ich glaube auch, dass der Frust über den Rückschlag wichtig und vielleicht sogar gesund ist (immerhin zeigt er, dass dies nicht mehr der Normalzustand ist).

      Liebe Grüße!

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  3. Dein Eintrag berührt mich auf ganz vielfältige Weise, liebe Mia. – Ich versuche mal ein bisschen zu sortieren:

    Zum einen wünsche ich Dir alles andere als Rückschläge, es ist mir nicht egal, dass Du auch immer wieder gegen Dinge ankämpfen musst, die Dich schon so lange als Quäler begleiten.

    Zum anderen verursacht es mir geradezu Tränen des Glücks zu lesen, wie Du solche Rückschläge mittlerweile einzuordnen und im Grundsatz mit ihnen umzugehen weißt. Es ist so, so schön, dass Du diese Stärke, diese letztliche Überlegenheit über Deine Krankheit erreicht hast, obwohl sie Dich immer wieder mal zu attackieren sucht.

    Mich hat Dein Eintrag auch insoweit sehr, sehr angesprochen als ich mich in diesem Herbst so unsagbar schwer tue mit meinen Rückschlägen umzugehen. Sie sind so anhaltend, es gibt so viele Trigger, die sie befeuern. – Und dann bist Du da und schenkst, obgleich selbst kämpfen müssend, mit Einträgen wie diesen so viel Hoffnung, gibst so viel Ansporn.

    Und obendrein Gewissheit (die freilich weit über diesen Eintrag hinaus), gerade mir, dass ich nicht klein, nicht nervend, nicht unverbesserlich bin, weil ich mich so wiederkehrend und wieder einmal so anhaltend so schwer tue.

    Ich weiß nicht, ob Du eine wirkliche Ahnung hast, wie sehr DU es bist, die mich aufrecht erhält … – in diesen Tagen und Wochen ist mir das so sehr bewusst, wie noch nie.

    Wegen all dem ist dieser Eintrag hier für mich wie ein Auslöser eines kleinen inneren Erdbebens heute morgen.

    Nun werde ich es auch heute schaffen, zu meiner Arbeit zu fahren, meine heute sehr starke innere Angstspannung zu kanalisieren, mir wenigstens ein bisschen zu vertrauen.

    Und ich ahne (nein, ich weiß!), dass Du auf noch so einige Menschen eine ebensolche oder doch mindestens ähnliche Wirkung hast.

    Ich umarme Dich!

    Tief dankbare und sehr liebe Grüße an Dich! 💖🌹

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