„Der Weg aus der Bulimie zur Coach für achtsames Essen & Yoga-Lehrerin“ – Gastbeitrag von Anna Rohde

Heute gibt es einen wundervollen Beitrag von der lieben Anna Rohde, einem Coach für achtsames Essen und Yoga. Hier teilt sie sowohl ihre Geschichte als auch ihren Weg da raus – und welche Rolle der Yoga dabei gespielt hat.

Vielleicht kennst auch du dieses Gefühl von Verzweiflung, Hilflosigkeit und Erschöpfung nach einem Essanfall. Dieses leere, dunkle Gefühl und der Gedanke „ich werde es niemals schaffen“.  

Ich war an diesem Punkt. Ich lag am Boden, Tränen überströmt, voller Scham und maximal verzweifelt.

Salut, ich bin Anna, Doktorin der Ernährungswissenschaften, 33 Jahre alt, in Paris lebend und… Ex-Bulimikerin. Heute arbeite ich aus Überzeugung und mit viel Herz als Coach für Frauen und Yoga-Lehrerin.

In den folgenden Zeilen möchte ich mit dir meinen Weg aus der Essstörung teilen – denn aus eigener Erfahrung weiß ich, wie inspirierend, hilfreich & mutmachend die Geschichten anderer sein können. Bitte behalte im Hinterkopf, dass jeder Heilungsweg so einzigartig ist, wie du bist.

So, here we go.

7 Jahre sprach ich mit NIEMANDEM über meine Bulimie.

Vor anderen habe ich funktioniert und mit anderen konnte ich meine anderen Teile leben. Aber nicht, wenn ich allein war. Immer wieder durchlief ich diesen Teufelskreis und konnte die Essanfälle nicht verhindern und noch weniger stoppen.

Am Tiefpunkt angelangt schickte mir das Universum einen 1. Engel, durch den ich eine Entscheidung traf: ICH WERDE HEILEN. Dieser 1. Engel war meine beste Freundin, die mir einen besorgten Brief schrieb. Sie war der allererste Mensch, dem ich mich nach Jahren anvertraute – schriftlich. Zu mehr war ich (noch) nicht bereit.

Ich hatte null Ahnung, wie und ob ich heilen kann und spürte große, große Angst in die Sichtbarkeit zu gehen – mit jemandem über meine Essstörung REDEN – what?!  Aber diese Angst schob ich innerlich beiseite. Ich hielt fest an  meinem Entschluss zu heilen, zu wachsen und mein Leben wieder richtig zu leben.

Ich ging für mich los. Schritt für Schritt.

Die Suche nach Hilfe

In einer Anlaufstelle für Personen mit Essstörung informierte ich mich über Therapiemöglichkeiten und den Ablauf. Ich entschied mich für eine ambulante Therapie (um meine Bulimie weiterhin vor Familie und Freunden verstecken zu können).

Nach Monaten und etlichen energiezehrenden Telefonanrufen und Absagen bei Psychotherapeuten hatte ich ein erstes Vorgespräch. In diesem Gespräch prognostizierte mir die Therapeutin, dass ich es ambulant wahrscheinlich nicht schaffen werde. Ein zweites Vorgespräch hatte ich wenige Tage später in einer Ausbildungsstelle für Psychotherapeuten. Hier kam mein 2. Engel ins Leben geflogen. Ich traf auf eine Therapeutin in Ausbildung, die mich tief im Herzen berührte und die mich sah. Die Psychotherapie startete.

Therapeutische Unterstützung

Mit der psychotherapeutischen und so menschlichen Unterstützung meiner Therapeutin schaffte ich es langsam aber sicher die Bulimie los zu lassen, Selbstbewusstsein aufzubauen und ein großes Stück zurück zu mir zu finden.

Nach Therapieende fing ich eine Yoga-Lehrerin-Ausbildung an und beschäftigte mich viel mit einer intuitiven, achtsamen Ernährung, dem Körperselbstbild, dem Selbstwert und der persönlichen Weiterentwicklung. Ich tauchte ein in eine komplett neue, bunte Welt, in der mich ein Satz begleitet: embrace your magic.

Ich verinnerlichte, dass ich der wichtigste Mensch in meinem Leben bin und dass ich mich auch so behandeln darf.

Seit 2 Jahren bin ich nun glückliche Mama einer wundervollen Tochter (mein 3. Engel 😉) und arbeite als Coach für achtsames Essen & Körperfrieden sowie als Yogalehrerin.

Yoga und Körperannahme

Meine Yoga-Praxis hat mir in den letzten Jahren sehr geholfen die Verbindung zu meinem Körper und zu mir selbst (meinem wahren Kern) aufzubauen sowie achtsam und gelassener zu leben (und zu essen). Yoga  hilft mir außerdem immer wieder dabei Kontrolle loszulassen und Tatsachen anzunehmen.

Everything is possible – wenn wir uns für die vielen Möglichkeiten öffnen.

Zum Abschluss möchte ich dir noch einige Highlights mit dir Teilen:

Was ich meinem 10 Jahre jüngeren Ich heute sagen würde und was ich aus ganzem Herzen zu dir sagen möchte:

  • Du bist nicht allein
  • Du darfst dir Unterstützung suchen
  • Du bist genug
  • Du bist wertvoll
  • Du bist wundervoll (nicht eklig)
  • Entwickle Selbstmitgefühl
  • Perfektionismus ist eine Illusion
  • Du hast Heilung verdient
  • Geh für dich los
  • Hör auf dein Herz
  • Nimm deine Angst in die Hand und geh drüber oder: spring & lern fliegen
  • Du musst nicht wissen WIE, du musst nur wissen DAS
  • Sei geduldig
  • Lass los
  • Betritt die Bühne deines Lebens

Love & Namasté,

deine Anna

Wenn du dich mit mir connecten willst, dann freue ich mich wahnsinnig von dir zu hören. Du findest mich auf Instagram unter: dr.anna.rohde oder über meine homepage: anna-rohde.com

Danke Anna, für diesen wunderbaren Beitrag! Schaut gern bei ihr vorbei, und vernetzt euch mit ihr. Schließlich kann sie als Coach euch vielleicht weiterhelfen!

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