Wie viel Unsicherheit steckt in uns, die völlig unbegründet ist?

Nicht alle Menschen sind gleich. Einige von uns sind extrovertiert und offen, einige introvertiert und still. Doch wie viel Unsicherheit, obgleich, was für Menschen wir sind, steckt in uns, obwohl es völlig unbegründet ist?

Es reicht nur ein Blick oder ein seltsamer Tonfall – prompt bin ich unsicher, weiß nicht, was ich erwidern, oder wohin ich schauen soll.

Sagt jemand, dass mein Kleid interessant aussieht, denke ich sofort, dass er/sie es hässlich findet.

Antwortet jemand lange nicht auf eine Nachricht, mache ich mir sofort Gedanken, ob das eben Gesagte vielleicht unangemessen/ unangebracht ist!

Mustert mich jemand mit einer gerunzelten Stirn, denke ich sofort, dass er/sie etwas blödes von mir denkt.

Und dann fühle ich mich unsicher.

Mein Selbstwert wird angegriffen und schrumpft auf die Größe einer Rosine klein. Ich bin unsicher, obwohl es völlig unbegründet ist und mich niemand beleidigt oder angeschrien hat.

Aber diese Unsicherheit geht bloß von mir aus!

Ich denke, dass andere Menschen etwas von mir denken, obwohl ich keine Gedanken lesen ihn! Ich unterstelle Ihnen, dass sie mir etwas “böses” wollen, obwohl sich alles in meinem Kopf abspielt! Eigentlich hätte ich es selbst in der Hand meine Unsicherheit abzulegen!

Und selbst wenn – warum sollte ich bei Kritik unsicher werden?

Nicht jedem muss mein Kleid, meine Arbeit, mein Essen oder sonstiges gefallen. Etwas Kritik sollte nicht meinen Selbstwert angreifen! Das Problem ist, dass ich mich nach wie nach der Meinung anderer richte. Ich brauche die Bestätigung, dass das, was ich tue gut ist. Ich bin noch nicht zu hundert Prozent von mir selbst überzeugt. Und das ist alles andere als ungesund!

Was ist die Lösung? Allen Momenten aus dem Weg gehen, die uns Unsicherheit vermitteln?

Natürlich ist es immer am einfachsten sich zu verschließen und möglichst alle Konfrontationen irgendwie zu umgehen. Aber damit löst sich das Problem nicht. Wir müssen lernen uns selbst zu achten, zu respektieren und auf die Meinung anderer zu „scheißen“! Andernfalls bleiben wir für immer unsicher…

Wie geht ihr mit Unsicherheit um? Erscheint sie euch manchmal auch unbegründet und irrational?

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Wie viel Unsicherheit steckt in uns, die völlig unbegründet ist? Unsicherheit wegen des Aussehens, wegen der Leistung, wegen der Versagensangst? Ich bin ein zutiefst unsicher Mensch, auch wenn ich es durch meine offene und fröhliche Art zu kaschieren versuche. Manchmal verunsichert mich ALLES – der Tonfall eines Menschen, ein bestimmter Blick, ein einzelner Kommentar. Sofort wird mein Selbstwert angegriffen und schrumpft auf die Größe eine Rosine klein. Ich bin unsicher, obwohl es völlig unbegründet ist, obwohl mich niemand beleidigt oder angeschrien hat. Aber diese Unsicherheit geht bloß von mir aus! Ich denke, dass andere Menschen etwas von mir denken, obwohl ich keine Gedanken lesen ihn! Ich unterstelle Ihnen, dass sie mir was “böses” wollen, obwohl sich alles in meinem Kopf abspielt! Eigentlich hätte ich es selbst in der Hand meine Unsicherheit abzulegen! Dieses Bild ist ebenfalls in einem Anflug von Unsicherheit entstanden. Umringt vor den vielen Menschen habe ich mich plötzlich nicht mehr getraut zu posen…übrig blieb dann dieses Bild, das gar nicht mal so schlecht aussieht, wenn man seine Hintergrundgeschichte nicht kennt ^^ Wie geht ihr mit Unsicherheit um? Erscheint sie euch manchmal auch unbegründet und irrational?

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11 Kommentare zu „Wie viel Unsicherheit steckt in uns, die völlig unbegründet ist?

  1. Was mich betrifft wurde meine Unsicherheit von außen genährt, durch Kommentare, gesellschaftliche Ansprüche usw.
    Keiner kommt zur Welt und ist unsicher.
    Ich bin mir sicher, bei dir und anderen sind/waren die Mechanismen ähnlich.

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  2. Ich denke, Unsicherheit ist zutiefst menschlich und wird besonders von der Pubertät bestimmt, in der wir uns ja von den Eltern lösen und unseren eigenen Platz in der Gesellschaft suchen. Dafür ist das Feedback anderer erstmal enorm wichtig.
    Allerdings ist es mit dem Platz in der Gesellschaft nicht so leicht, da wir heute mehr Freiheiten denn je haben und damit weniger einen „festen Platz“ als einen gewissen flexiblen Raum. So sehr ich das begrüße, so glaube ich doch, diese Freiheit fördert unsere Unsicherheit etwas, weil wir unseren Platz immer wieder verteidigen müssen und so neigen wir vermehrt dazu, Angriffe oder Zurechtweisungen an Orten zu sehen, wo sie eigentlich nicht sind…

    Ich denke zumindest, dass das etwas mit hinein spielt…

    Beste Grüße 🙂

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    1. Ein sehr interessanter Punkt…dass Freiheiten Unsicherheiten fördern könnten; hatte ich nicht so auf dem Schirm! Aber genauso kann man auch stets unsicher bleiben im festen Kreis zu bleiben, weil man sich nie entfalten kann🤔 was wohl klar ist, ist, dass unsere Gesellschaft einen großes Stück damit zu tun hat…liebe Grüße!

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  3. Du hast mir schon wieder 😉 einmal einen Text quasi direkt aus meiner Seele geschrieben. – Und als hättest Du es geahnt, zu einem Zeitpunkt, wo ich genau solche Erfahrungen und Befindlichkeiten, wie Du sie hier skizziert hast, selbst wieder erlebt habe.

    Gestern war insoweit ein so gruseliger Tag …

    Auch wenn mir im Nachhinein viel von meiner Verunsicherung, von meiner Unsicherheit, als irrational, mindestens aber überzogen erscheint, habe ich doch immer noch keinen Weg gefunden, besser damit umgehen zu können, vor allem etwas zu finden, etwas aufzubauen, was dieses Verunsichern gar nicht erst aufkommen lässt.

    Mit Kritik ist es für mich ein bisschen differenzierter. Ich kämpfe schon darum, mich nicht einfach nach der Meinung anderer zu richten. So weit so gut. Dennoch verunsichert mich Kritik auch sehr stark. Ohne gleich das Fähnlein in den Wind einer anderen Meinung zu hängen, beginne ich doch sofort an der „Richtigkeit“, der Angemessenheit, der hinreichenden Differenziertheit usw. meiner eigenen Meinung zu zweifeln.

    Womit wir beim mangelnden Selbstwertgefühl wären. Und einem ganz lange währenden, langwierigen Problem für mich, schon mein ganzes langes (!!! 😉 ) Leben lang.

    Einen kleinen Trampelpfad wenigstens davon weg zu finden, das wäre wirklich was …

    Viele, ganz liebe Freitagsgrüße, Mia – für’s Wochenede wünsche ich Dir viel Sonne und Wärme für Haut und Herz! ❤

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    1. Das ist ja auch ein ungemein schwerer Prozess, lieber sternfluesterer! Sich selbst, sein Wesen, seine Kritik(un)fähigkeity seinen Selbstwert zu ändern, sagst sich natürlich leicht. Und je später man beginnt, desto härter wird es…

      Vielleicht magst du bei Gelegenheit noch ein bisschen mehr darüber erzählen! 🙂

      Liebe Grüße! ❤

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    1. Das ist gut möglich. Ich habe gehört, dass sich im besonderen Frauen ab 30 besser akzeptieren! Andererseits denke ich auch, dass Unsicherheit gar nicht so leicht abzulegen ist – egal wie alt man ist!

      Liebe Grüße!

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